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Huawei Mate 20 und Mate 20 Pro im Vergleich mit dem iPhone XS und XR.
Huawei Mate 20 und Mate 20 Pro im Vergleich mit dem iPhone XS und XR.

Huawei hat das Smartphone präsentiert, das ausser kochen (fast) alles kann

Sehr gutes Display, sehr gute Kamera und eine lange Akkulaufzeit. Das neue Huawei-Handy trumpft auf dem Papier gross auf – und einen ganz neuen Trick beherrscht es auch.
16.10.2018, 19:33

Huawei will im hart umkämpften Smartphone-Markt die Nummer eins werden. Rivale und Marktführer Samsung hat erst letzte Woche mit dem ersten Smartphone mit Vierfach-Kamera auf der Rückseite vorgelegt. Mit dem am Dienstag in London vorgestellten Mate 20 Pro und dem etwas günstigeren Mate 20 folgt Huaweis Antwort postwendend.

Das hat Huawei präsentiert:

  • Das Mate 20 und Mate 20 Pro: zwei Android-Smartphones mit Triple-Kamera
  • Das gigantisch grosse Huawei Mate 20 X
  • Die Huawei Watch GT
  • Das Huawei Band 3 Pro

Huaweis neues Top-Modell: Das Mate 20 Pro

Das leicht abgerundete OLED-Display und die Dreifach-Kamera mit Blitzlicht.

Der Rahmen ist an den Seiten auffällig schmal.
Der Rahmen ist an den Seiten auffällig schmal.

Der Fingerabdruck-Scanner ist neu ins Display integriert.

Alternativ kann das Gerät auch per 3D-Gesichtserkennung oder PIN entsperrt werden.

Die Gesichtserkennung soll dank des neuen 3D-Gesichts-Scans (nur im Pro-Modell) deutlich sicherer sein.

Mehrere Sensoren, Selfie-Kamera sowie Infrarot-Kamera für die Gesichtserkennung sind der Grund, warum die Notch beim Pro-Modell sehr markant ausgefallen ist.
Mehrere Sensoren, Selfie-Kamera sowie Infrarot-Kamera für die Gesichtserkennung sind der Grund, warum die Notch beim Pro-Modell sehr markant ausgefallen ist.

Deutlich höher als beim Vorgänger Mate 10 Pro fällt auch die maximale Display-Auflösung aus, die sich bis auf 3120 mal 1440 Pixel hochschrauben lässt.

Die Dreifach-Kamera mit Dreifach-Zoom ist voraussichtlich das Highlight

bild: winfuture / @rquandt

Huawei und der Kamera-Partner Leica kombinieren drei sehr unterschiedliche Kameras, um die typischen Probleme von Handy-Kameras zu minimieren.

Zusammen sollen die drei Kamera-Sensoren Brennweiten von 16 bis 80 Millimetern entsprechen und neben einem optischen 3-fach-Zoom auch Ultra-Makro-Aufnahmen aus kleinsten Abständen (2,5 Zentimetern) ermöglichen.
Zusammen sollen die drei Kamera-Sensoren Brennweiten von 16 bis 80 Millimetern entsprechen und neben einem optischen 3-fach-Zoom auch Ultra-Makro-Aufnahmen aus kleinsten Abständen (2,5 Zentimetern) ermöglichen.
  1. Die Hauptkamera mit Weitwinkel-Linse hat wie schon im P20 Pro eine Auflösung von 40 Megapixeln. Sie verfügt über eine F/1.8-Blende und einen für Handys sehr grossen Bildsensor. Die Software kombiniert wiederum mehrere kleine Pixel zu einem grösseren, um so die Bildqualität zu steigern. Die Kamera soll auch bei schwachem Licht gute Fotos ermöglichen. Hierfür nutzt Huawei wie beim P20 Pro Software, die besonders lange Belichtungszeiten ermöglicht. 
  2. Die zweite Kamera hat einen Ultra-Weitwinkel-Sensor, der mit 20 Megapixeln auflöst und eine F/2.2-Blende bietet. Ein Nachteil von Handy-Fotos war bislang, dass das Sichtfeld der Kamera oft relativ eng war. Ambitionierte Fotografen nutzen daher eine Kamera mit (wechselbarem) Weitwinkelobjektiv, um etwa bei Städtereisen die gesamte Kirche oder das ganze Hochhaus aufs Foto zu bekommen. Huawei baut im Mate 20 Pro eine separate Weitwinkel-Kamera ein, damit auch Handy-Nutzer mehr von der Umgebung ablichten können.
  3. Den für Smartphones aussergewöhnlichen optischen 3-fach-Zoom erreicht Huawei mit einer 8-MP-Teleobjektiv-Kamera mit F/2.4-Blende. Im Porträtmodus hilft die Telekamera zudem Fotos mit unscharfem Hintergrund zu schiessen (Bokeh-Effekt).

Fotos mit dem Mate 20 Pro dürften ähnlich gut aussehen wie mit dem P20 Pro, da die Technik grundsätzlich ähnlich ist. Neu beim Mate 20 Pro ist die Ultra-Weitwinkel-Kamera und der offenbar verbesserte Nachtmodus.

Huawei liebt Vergleiche mit Apple und Samsung und natürlich hat man immer den Grösseren ;)

Der Sensor der Hauptkamera ist genau gleich gross wie beim Huawei P20 Pro bzw. P20. Der Sensor fängt das Licht ein und wandelt es in ein Bild um. Die Faustregel: Je grösser der Sensor, desto besser das Foto, insbesondere bei wenig Licht. 
Der Sensor der Hauptkamera ist genau gleich gross wie beim Huawei P20 Pro bzw. P20. Der Sensor fängt das Licht ein und wandelt es in ein Bild um. Die Faustregel: Je grösser der Sensor, desto besser das Foto, insbesondere bei wenig Licht. 

Apropos gross: Der 4200 mAh grosse Akku sollte die allermeisten Nutzer problemlos zwei Tage mit Strom versorgen.

Huawei-Handys sind für ihre lange Akkulaufzeit bekannt und das Mate 20 Pro legt gegenüber dem Mate 10 Pro und dem P20 Pro nochmals eine Schippe drauf. Der 4200 mAh starke Akku ist sehr grosszügig bemessen.

Wird ein Zwischenstopp am Ladegerät nötig, geht das Laden mit dem extrem starken 40-Watt-Netzteil voraussichtlich ruckzuck.

Der Akku hält nicht nur länger, er lässt sich auch viel schneller als bei anderen Herstellern aufladen.
Der Akku hält nicht nur länger, er lässt sich auch viel schneller als bei anderen Herstellern aufladen.

Huaweis Schnellladegerät soll den Riesen-Akku innerhalb von 30 Minuten auf 70 Prozent seiner Kapazität laden. Das wäre im Vergleich mit der Konkurrenz ein absoluter Top-Wert.

Optional kann das Mate 20 Pro auch drahtlos geladen werden – und auch das soll viel schneller als bei der Konkurrenz gehen.

Das Ladepad muss separat gekauft werden.
Das Ladepad muss separat gekauft werden.

Der eigentliche Clou dabei: Das Smartphone kann sich nicht nur selbst kabellos aufladen, sondern auch Kopfhörer, Smartwatches oder andere Smartphones drahtlos aufladen. So kann man zum Beispiel das iPhone XS auf das Mate 20 Pro legen, um das Apple-Handy mit Strom zu versorgen.

Hat dein iPhone XS keinen Akku mehr? Du kannst es einfach auf das Mate 20 Pro legen, um es kabellos zu laden.

Natürlich soll das neue Handy das schnellste, intelligenteste, bla bla der Welt sein. Für 99 Prozent der User viel wichtiger ist, dass der Prozessor weniger Strom braucht.

Und sonst? Der interne Speicher kann erweitert werden. Aber nur mit Huaweis neuen Nano Memory Cards, die wie SIM-Karten in den Dual-SIM-Slot gesteckt werden können.

Klingt prima, aber was kostet das Teil?

bild: spiegel online

Das Huawei Mate 20 Pro ist bei uns ab dem 2. November 2018 in den Farben Schwarz, Blau und Twilight ab 999 Franken erhältlich. Im Dezember erscheint es zudem in Grün. Im Online-Handel dürfte man es auch günstiger erhalten.

  • Betriebssystem: Android 9.0 und EMUI 9.0
  • Display: 6,39 Zoll, abgerundetes OLED-Display
  • Glasrückseite
  • Fingerabdruck-Scanner in Display integriert
  • 3D-Gesichtserkennung 
  • Speicher: 128, 256 oder 512 GB (erweiterbar mit Huaweis Nano Memory Card)
  • Akku: 4200 mAh (USB-C, Schnellladung, kabellose Ladung)
  • Arbeitsspeicher: 6 GB (8 GB in einigen Ländern)
  • Prozessor: Kirin 980 (Octacore; 1,8 GHz + 1,9 GHz + 2,6 GHz)
  • NFC, Bluetooth 5.0
  • Stereo-Lautsprecher
  • Wasserfest (IP68)
  • Dual-Nano-SIM (mit Hybrid-Slot)
  • Gewicht: 189 Gramm

Das Mate 20 Pro im Hands-on-Video

Mate 20: Schöner, günstiger, aber ...

Die Notch (Aussparung für die Kamera) ist deutlich kleiner, da dem Mate 20 die Sensoren für die 3D-Gesichtserkennung fehlen. Es gibt also nur eine «einfache» Gesichtserkennung zum Entsperren des Handys.
Die Notch (Aussparung für die Kamera) ist deutlich kleiner, da dem Mate 20 die Sensoren für die 3D-Gesichtserkennung fehlen. Es gibt also nur eine «einfache» Gesichtserkennung zum Entsperren des Handys.

Das Mate 20 (unten) ist eine technisch leicht abgespeckte Version der Pro-Variante.

Der Fingerabdrucksensor liegt nicht unter dem Display, sondern auf der Rückseite.
Der Fingerabdrucksensor liegt nicht unter dem Display, sondern auf der Rückseite.

Die nützliche Schnelllade-Funktion ist zwar ebenfalls an Bord, allerdings ist sie nicht ganz so fix wie beim Pro-Modell. 

Das Mate 20 hat zwar eine Triple-Kamera, aber ...

... diese reicht nicht ganz an das Pro-Modell heran. Sie dürfte trotzdem eine der aktuell besten Smartphone-Kameras sein. 
... diese reicht nicht ganz an das Pro-Modell heran. Sie dürfte trotzdem eine der aktuell besten Smartphone-Kameras sein. 

Das Huawei Mate 20 ist bei uns ab dem 2. November 2018 in den Farben Schwarz, Blau und Twilight ab 799 Franken erhältlich.

  • Android 9 Pie mit EMUI 9
  • 6,53 Zoll grosses LC-Display (FHD+)
  • Kirin 980 (Octacore, 2 x Cortex A76 2,6 GHz + 2 x Cortex A76 1,92 GHz + 4 x Cortex A55 1,8 GHz)
  • 4 GB Arbeitsspeicher
  • 128 GB interner Speicher (erweiterbar um bis zu 256 GB durch Huaweis Nano Memory Card)
  • Akku mit 4000 mAh
  • Triple-Kamera (16, 12 und 8 MP)
  • 24-Megapixel-Frontkamera
  • Gesichtserkennung (ohne 3D-Scan)
  • Fingerabdruck-Scanner auf der Rückseite
  • NFC, Bluetooth 5.0
  • IP53-Zertifizierung
  • Dual-Nano-SIM (mit Hybrid-Slot)
  • Gewicht: 188 Gramm

Huawei kündigt das 7,2 Zoll grosse Mate 20 X an

Die Überraschung des Tages ist das gigantische Mate 20 X mit einem 5000-mAh-Akku.

Das Mate 20 X soll mit diversem Zubehör vor allem Gamer ansprechen.

Huawei Watch GT und Huawei Band 3 Pro

Die Huawei Watch GT wird in einer Sport-, Classic- und Fashion-Variante erscheinen.
Die Huawei Watch GT wird in einer Sport-, Classic- und Fashion-Variante erscheinen.

Huaweis Watch GT ist eine simple Smartwatch, die vor allem mit ihrem relativ günstigen Preis von rund 200 bis 250 Franken und der langen Akkulaufzeit punkten soll. Huawei spricht von bis zu 14 Tagen Akkulaufzeit. Wie Apple und Samsung setzen die Chinesen bei ihrer smarten Uhr auf ein eigenes Betriebssystem.

Die Huawei Watch GT kann die üblichen Fitness-Aktivitäten erfassen, darunter Laufen, Schwimmen, Gehen, Klettern und Fahrradfahren. Auch die Schlafqualität kann überwacht werden.

  • Betriebssystem: Lite OS
  • Gehäuse: Keramik und Edelstahl
  • Display: 1,39 Zoll (OLED; 326 PPI)
  • Akku: 420 mAh (Laufzeit: 14 Tage)
  • Prozessor: ARM Cortex-M4
  • Speicher: 4 GB
  • Wasserdicht
  • Herzfrequenzmesser

Huaweis Alternative zu Fitbit heisst Band 3 Pro

Das Huawei Band 3 Pro bietet ein GPS-Modul und soll rund 100 Franken kosten. Es ermöglicht zum Beispiel die Überwachung der Herzfrequenz. Einen günstigeren Fitness-Tracker mit weniger Sensoren gibt es für rund 40 Franken.
Das Huawei Band 3 Pro bietet ein GPS-Modul und soll rund 100 Franken kosten. Es ermöglicht zum Beispiel die Überwachung der Herzfrequenz. Einen günstigeren Fitness-Tracker mit weniger Sensoren gibt es für rund 40 Franken.

Besser als iPhone X und Galaxy S9? Das taugt Huaweis P20 Pro

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Video: srf
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