Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Der Schweizer Sicherheitsexperte rät davon ab, Ahnungslose mit dem «Crash-Video» reinzulegen.  screenshot: youtube

Vorsicht, Killer-Link! Wie eine watson-Story weltweit für Aufregung sorgt

Vor zwei Wochen haben wir über einen via WhatsApp verbreiteten Clip berichtet, der iPhones lahmlegt. Nun hat sich das Risiko massiv erhöht. iOS-Nutzer sollten besonders vorsichtig sein, wenn sie Video-Links erhalten.



Den Stein so richtig ins Rollen gebracht hat das folgende, am Montag veröffentliche YouTube-Video:

Gestern griff es der bekannte US-Blog 9to5Mac auf – und dann brachen alle Dämme. Seither berichten Medien rund um den Globus über das «Killer-Video», darunter auch der «Guardian» und alle wichtigen Tech-Blogs.

Der Titel trifft leider zu, wie watson-Leserinnen und Leser schon seit zwei Wochen wissen.

Damals berichteten wir exklusiv über den via WhatsApp verbreiteten Clip, der iPhones lahmlegt. Wie sich zeigte, bringt die Wiedergabe der MP4-Datei auch iPads und iPods nach kurzer Zeit zum Einfrieren. Android ist nicht betroffen.

Computerbild und weitere deutschsprachige Online-Medien griffen das Thema in den folgenden Tagen auf. Dann blieb es einige Wochen ruhig, bevor das Killer-Video nun mit internationaler Wucht zurückkehrte.

Das Problem sind die vielen Scherzbolde, die herausgefunden haben, dass man auch nur einen Link zu dem Video verbreiten kann, um iOS-Geräte abstürzen zu lassen ...

«Nutzer sollten über Messenger, E-Mail und soziale Netzwerke verbreitete Videolinks vorerst meiden. Das Absturzvideo wird oft unter dem Namen IMG_0942.mp4 geteilt – und unter anderem auf Nutzerseiten des russischen Netzwerks VK gehostet. Die Links zu dem Video lassen sich aber auch einfach hinter einem beliebigen URL-Kürzer verstecken.»

quelle: heise.de

Aufgetaucht ist der Video-Clip ursprünglich über die chinesische Video-Sharing-App Miaopai. In unserem ersten Bericht haben wir bewusst einige Informationen weggelassen, damit das Video nicht auf die Schnelle im Internet aufgespürt und als bösartiger Scherz weiterverbreitet werden konnte.

Genützt hat es wenig. Wer iOS-User in Angst und Schrecken versetzen möchte, muss das Video nicht mehr herunterladen, um es zu verbreiten. Es genügt, einen entsprechenden Link zu verschicken. Der Clip ist bei einigen Video-Portalen und im russischen Online-Netzwerk VKontakte verfügbar.

Der Schweizer Sicherheitsexperte Marc Ruef und seine Kollegen von der Firma Scip AG konnten als Erste das von watson zur Verfügung gestellte Video unter die Lupe nehmen.

Sie stellten fest, dass darin keine bösartige Malware versteckt ist. Vielmehr vermuteten die Experten, dass die Abstürze durch ein sogenanntes «Memory Leak» verursacht werden.

Programmierfehler, respektive Schwachstellen im Standard-Video-Player von Apples Betriebssystem iOS, führen vermutlich dazu, dass ein fehlerhafter (oder manipulierter) Clip beim Abspielen aus dem Ruder läuft und den kompletten Arbeitsspeicher füllt, was nach gewisser Zeit unweigerlich zum Crash führt.

Was hält der Sicherheitsexperte davon, dass der Video-Link nun weltweit als Prank (Streich) verbreitet wird?

«Das ist sicher ungünstig. Vor allem, da man noch immer nicht genau weiss, was die Auswirkungen sind. Den nachhaltigen Effekt, den ihr nach dem Reboot beobachten konntet, konnten wir zwar nicht nachweisen. Aber eben: Ein Risiko ist immer da!»

Marc Ruef, Scip AG

Ruef meint mit dem «nachhaltigen Effekt» ein Phänomen, das wir nach dem Abspielen des Videos auf einigen iPhones beobachteten. Die Geräte-Akkus wurden selbst nach einem erzwungenen Neustart stark belastet. Dies konnte durch die System-Wiederherstellung gelöst werden.

Bei anderen abgestürzten iOS-Geräten gab es hingegen keine übermässige Akku-Belastung, bzw. Wärmeentwicklung.

Apple weiss seit längerem Bescheid. Wann kommt das iOS-Update?

Der YouTuber EverythingApplePro hat herausgefunden, dass nicht nur das aktuelle iPhone-System iOS 10 betroffen ist. Anfällig sind auch ältere Geräte, die mit iOS 9, iOS 8 oder einer noch früheren Version (bis hinunter zu iOS 5) laufen. Sprich: Es sind praktisch alle iPhones verwundbar!

Das deutsche IT-Newsportal heise.de weist darauf hin, dass Abstürze bei der Wiedergabe manipulierter Videodateien nicht selten seien. Derartige Fehler würden mitunter auch zum Einschleusen von Schadcode verwendet – und von Apple regelmässig in iOS-Updates beseitigt.

Die Fachleute von der Schweizer Computer-Sicherheitsfirma Scip AG hatten Apple vor Wochen auf die möglicherweise gefährliche Schwachstelle in iOS hingewiesen. Wie uns Marc Ruef per Mail mitteilt, habe er seither nicht viel gehört, aber:

Die nehmen die Sache ziemlich ernst ;)

Sicher ist: Die Schwachstelle sollte so schnell wie möglich mit einem Update für alle iOS-Versionen behoben werden.

Die neuen Funktionen von iOS 10 und macOS Sierra

Das könnte dich auch interessieren:

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

Link zum Artikel

Mirage-Skandal lässt grüssen: 5 Dinge, die du zu einer möglichen Crypto-PUK wissen musst

Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

Link zum Artikel

15-Jähriger greift Schwule vor Zürcher Gay-Club an – das hat Folgen für die Justiz

Link zum Artikel

Massive Störungen bei Swisscom ++ Notrufnummern ausgefallen ++ Panne auch in Deutschland

Link zum Artikel

«Etwas pendeln»: Was der Bundesrat im Kampf gegen die SVP besser machen muss

Link zum Artikel

Sander-Sieg, Biden-Frust, Trump-Wut: Alles zur Vorwahl in New Hampshire

Link zum Artikel

Ohne die Fehler der Initianten hätte es die Wohnbau-Vorlage (wohl) geschafft

Link zum Artikel

Schweizer Skifest in Chamonix! Loic Meillard gewinnt vor Thomas Tumler

Link zum Artikel

Ein (sonniges) Trump-Foto erhitzt die Gemüter – aber ist es auch echt? 🙈

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

229
Link zum Artikel

Mirage-Skandal lässt grüssen: 5 Dinge, die du zu einer möglichen Crypto-PUK wissen musst

53
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

11
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

116
Link zum Artikel

15-Jähriger greift Schwule vor Zürcher Gay-Club an – das hat Folgen für die Justiz

382
Link zum Artikel

Massive Störungen bei Swisscom ++ Notrufnummern ausgefallen ++ Panne auch in Deutschland

148
Link zum Artikel

«Etwas pendeln»: Was der Bundesrat im Kampf gegen die SVP besser machen muss

146
Link zum Artikel

Sander-Sieg, Biden-Frust, Trump-Wut: Alles zur Vorwahl in New Hampshire

138
Link zum Artikel

Ohne die Fehler der Initianten hätte es die Wohnbau-Vorlage (wohl) geschafft

143
Link zum Artikel

Schweizer Skifest in Chamonix! Loic Meillard gewinnt vor Thomas Tumler

12
Link zum Artikel

Ein (sonniges) Trump-Foto erhitzt die Gemüter – aber ist es auch echt? 🙈

153
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

229
Link zum Artikel

Mirage-Skandal lässt grüssen: 5 Dinge, die du zu einer möglichen Crypto-PUK wissen musst

53
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

11
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

116
Link zum Artikel

15-Jähriger greift Schwule vor Zürcher Gay-Club an – das hat Folgen für die Justiz

382
Link zum Artikel

Massive Störungen bei Swisscom ++ Notrufnummern ausgefallen ++ Panne auch in Deutschland

148
Link zum Artikel

«Etwas pendeln»: Was der Bundesrat im Kampf gegen die SVP besser machen muss

146
Link zum Artikel

Sander-Sieg, Biden-Frust, Trump-Wut: Alles zur Vorwahl in New Hampshire

138
Link zum Artikel

Ohne die Fehler der Initianten hätte es die Wohnbau-Vorlage (wohl) geschafft

143
Link zum Artikel

Schweizer Skifest in Chamonix! Loic Meillard gewinnt vor Thomas Tumler

12
Link zum Artikel

Ein (sonniges) Trump-Foto erhitzt die Gemüter – aber ist es auch echt? 🙈

153
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Simon Kopp 23.11.2016 20:40
    Highlight Highlight Mich hatte es auch erwischt.. Allerdings schon paar Tage her.
    Das Video wurde zwar abgespielt und das iPhone stürzte nicht ab. Allerdings hatte ich ab dann massiven Akku verbrauch und einen "gratis" Handwärmer.
    Neustart und Reset brachten leider keinen Erfolg, erst als ich das gesammte System zurücksetzte und meine Daten wieder neu aufspielte konnte der Hintergrundprozess getötet werden.
    Den Witzbold, welcher mir das Video schickte, ist seither blockiert und hat inzwischen hoffentlich was daraus gelernt. Ende Monat werde ich den Block evt wieder aufheben. 😄
  • http://bit.ly/2mQDTjX 23.11.2016 15:57
    Highlight Highlight Ehmm.. Daniel, im Titel steht: "wie eine Watson-Story weltweit für Aufsehen sorgt".

    Wie soll das nun geschehen sein???

    Tatsache: Ein Watson-Journalist entdeckt dieses Video und berichtet darüber. Gut. Aber weltweite Aufmerksamkeit kriegt diese Watson-Story nicht.

    Ein Anderer stösst ebenfalls auf dieses Video und berichtet darüber. Das macht er aber viel besser als Watson, denn der kriegt weltweite Aufmerksamkeit.

    Die richtige Frage wäre daher: Wie hat Watson diese einmalige Gelegenheit verpatzt, um die weltweite Aufmerksamkeit zu erheischen, die nun ein wildfremder Anderer einstreicht?
    • @schurt3r 23.11.2016 16:49
      Highlight Highlight ähm Lorent, man sollte schon lesen können!

      Wir haben das Problem publik gemacht bzw. schon vor Wochen darüber berichtet. Daraufhin wurden wir von «Computerbild» und weiteren deutschen Medien korrekt zitiert.

      Wir haben bewusst entschieden, das Killer-Video nicht als «lustigen Prank» (weltweit) zu promoten! Gründe? Stehen im Artikel...
    • http://bit.ly/2mQDTjX 23.11.2016 20:42
      Highlight Highlight Im Titel habe ich gelesen:

      "Eine watson-Story sorgt weltweit für Aufregung."

      Stimmt aber m.E. nicht. Soweit ich lesen kann. Fremde Lorbeeren.

      Ein Video sorgt für Aufregung. Nicht watsons Story darüber. Die Watson-Story bekam keine weltweite Aufmerksamkeit.

      Aber die Story über diese Crashvideo von 9To5Mac, deren Quelle ein YouTube-Video ist (1.6 Mio Views) ist, das sich wiederum nicht auf Watson/Computerbild sondern auf unabhängige Infos von apps4iphone.net bezieht - diese Nicht-von-watson-Story kriegte weltweite Aufmerksamkeit! Obwohl dieses Crashvideo schon über einen Monat herumgeistert.
    • @schurt3r 24.11.2016 08:45
      Highlight Highlight Du liegst falsch und solltest wirklich genauer lesen:
      - watson hat als erstes journalistisches Online-Medium berichtet.
      - Dass das Video schon länger herumgeistert, tut nichts zur Sache.
      - Im Titel steht NICHT, dass unsere Story weltweit Aufmerksamkeit (=Klicks) erhalten hat.
      - Wir haben (sehr früh) über das Problem berichtet, dadurch die Folgeberichterstattung und insofern auch die weltweite Aufregung ausgelöst.
    Weitere Antworten anzeigen

Bekanntes Antivirus-Tool verkauft Surf-Daten (inklusive Porno-Konsum) an Google und Co.

Die populäre Antiviren-Software Avast, die auf Macs und Windows-PCs läuft, sammelt höchst sensible Daten, die zu Werbezwecken weiterverkauft werden.

Update: Avast hat am 29. Februar 2020 via Firmen-Blog angekündigt, das umstrittene Programm einzustellen, das Browser-Daten von Kunden sammelte und weiterverkaufte.

Das Antivirus-Programm Avast überwacht PC-User beim Surfen und eine Tochterfirma verkauft die anfallenden Browser-Daten zu Werbezwecken an Dritte. Laut aktuellen Berichten wurde auch der Online-Porno-Konsum erfasst.

Zu den Firmen, die laut Recherchen von Motherboard (Vice) und PCMag womöglich für solche User-Daten bezahlten, gehören …

Artikel lesen
Link zum Artikel