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IT-Experte will am Bankomaten Geld abheben und entdeckt diesen fiesen Skimming-Angriff

Stephansdom in Wien: Hier sollten Bankomat-Nutzer abgezockt werden.
Stephansdom in Wien: Hier sollten Bankomat-Nutzer abgezockt werden.Bild: EPA/APA FILE

IT-Experte will am Bankomaten Geld abheben und entdeckt diesen fiesen Skimming-Angriff

In Wien stellt sich ein Tourist auf einem öffentlichen Platz an den Geldautomaten. Dann entdeckt er einen verdächtigen weissen Strich ...
27.06.2016, 10:4428.06.2016, 11:49

Benjamin Tedesco weilte mit seiner Familie in den Ferien und wollte nahe dem Stephansdom, einem berühmten Wiener Wahrzeichen, Geld abheben. Am Bankomaten machte der IT-Sicherheitsexperte eine überraschende Entdeckung.

«Es zahlt sich aus, paranoid zu sein», fasst er sein Erlebnis in einem bei LinkedIn veröffentlichten Beitrag zusammen. Als er seine Bankkarte ins Lesegerät schieben wollte, habe er an der Umrandung eine dünne weisse Linie gesehen. Eine Leimspur. 

Als er daran rüttelte, löste sich das Kunststoffteil und er hielt plötzlich einen so genannten «ATM Skimmer» in der Hand. Das ist ein von Kriminellen eingesetzter Scanner, mit dem sich die Magnetstreifen von Kreditkarten auslesen lassen.

Hier das Video:

Benjamin schreibt, er habe später die Polizei verständigt. 

Und was lernen wir daraus?

  • Es kann sich lohnen, ein bisschen paranoid zu sein. Vor allem dann, wenn es ums Geld abheben geht.
  • Man soll vor dem Einschieben der Karte in den Schlitz am Gerät rütteln. Ob das die Bankomaten-Betreiber freuen wird?
  • Auch IT-Sicherheitsexperten sind nicht davor gefeit, mit dem Smartphone im Hochformat zu filmen 😂

Anmerkung: Benjamins Story hat im Internet ziemliche Wellen ausgelöst. Ein YouTube-User hat sogar ein Parodie-Video gedreht, in dem er sich über den Vorfall amüsiert.

In einem weiteren LinkedIn-Post schreibt Benjamin, dass man dank des Parodie-Videos auch wisse, wo beim Bankomaten die Mini-Kamera für das Ausspionieren des PIN-Codes versteckt war. Demnach war sie in einer grauen Plastikrille direkt über einem Aufkleber, oberhalb der Tastatur, verborgen.

Die Wiener Polizei hat den Vorfall in einer aktuellen Medienmitteilung bestätigt und rät Bankomat-Benutzern:

«Werden Nachbauten bzw. Aufsätze auf einem Bankomat entdeckt, muss unverzüglich die Polizei, am besten über den Notruf, verständigt werden. Darüber hinaus ist es wichtig, nichts mehr am Bankomat zu berühren – dies gilt vor allem für die manipulierten Teile. Ausserdem sollte man andere Personen dazu anhalten, bis zum Eintreffen der Beamten vom Benützen des Automaten Abstand zu nehmen.»

via Tech Crunch

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Kaspar Floigen
27.06.2016 10:56registriert Mai 2015
Auch wenn die Gefahr von Skimming absolut real ist, und das Szenario sehr realistisch ist, halte ich das Video für einen «Marketing Stun»t. Zu perfekt ist die Situation, mit gleich noch einer weiteren englischsprachigen Touristin, sodass er auch noch nebenbei den Namen seiner Security-Firma nennen kann. Wie gesagt: die Gefahr ist trotzdem real.
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