
Sehr stark, sehr schnell: der Supersportwagen Yangwang U9.
Auf einer Teststrecke in Deutschland hat ein chinesisches Elektroauto den bisherigen Temporekord pulverisiert. Wie schnell ein Stromer wirklich werden kann, überrascht selbst Profis.
29.08.2025, 23:1229.08.2025, 23:12
Markus Abrahamczyk / t-online
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Mit seiner Luxusmarke Yangwang hat der chinesische Autobauer BYD einen Meilenstein in der Elektromobilität gesetzt. Auf einem Testgelände in Papenburg (Deutschland) erreichte der Hypersportwagen Yangwang U9 Track Edition einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord für Elektroautos: 472,41 Kilometer pro Stunde – das entspricht rund 131 Meter pro Sekunde.

Geschlagener Rekordhalter: Bislang war kein Elektroauto schneller als der Aspark SP600. Nun ist er jedoch nur noch der Zweitschnellste.
Am Steuer sass der deutsche Rennfahrer Marc Basseng (46) aus Westfalen, ein Profi für Temporekorde. Erst im vergangenen Jahr hatte er auf derselben Strecke mit dem Aspark SP600 438,7 Kilometer pro Stunde erreicht. Jetzt hat Basseng seinen eigenen Rekord deutlich übertroffen.
Der Rekordwagen basiert auf der Serienversion des Yangwang U9 und wird von vier Elektromotoren angetrieben, die zusammen 3'018 PS liefern – mehr als ein Bugatti bietet.

Yangwang U9 Track Edition: Mit dieser Version fuhr Basseng den neuen Geschwindigkeitsrekord für Elektroautos ein.
Der U9 ist mit einem speziellen Steuerungssystem ausgestattet, das maximale Traktion und Fahrstabilität garantiert. Sein 1200-Volt-Elektroantrieb in Verbindung mit einem ausgeklügelten Thermomanagement sorgt dafür, dass die Leistung auch unter extremen Bedingungen konstant bleibt.
Das ist ATP: Automotive Testing Papenburg
Es ist eines der grössten Testgelände der Welt: Auf 780 Hektar und 75 Kilometern Fahrbahn erproben Hersteller und Zulieferer seit 1998 ihre neuesten Autos. Dafür wurden 900'000 Tonnen Asphalt verarbeitet. Die Baukosten: etwa 150 Millionen Euro.
Laut Hersteller beschleunigt der Zweisitzer in unter zwei Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde. In China kostet der U9 umgerechnet knapp 130'000 Franken.
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