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Kommentar

Facebook-Chef verspricht mehr Datenschutz – was davon zu halten ist



Was ist passiert?

Mark Zuckerberg verspricht in einem bei Facebook veröffentlichten Posting, das weltgrösste Online-Netzwerk stärker auf den Schutz der Privatsphäre auszurichten.

«Ich glaube, dass die Kommunikation sich in der Zukunft zunehmend auf vertrauliche, verschlüsselte Dienste verlagern wird, in denen die Menschen sich darauf verlassen können, dass das, was sie einander mitteilen, sicher bleibt.»

Die Ankündigung erfolgte am Donnerstagabend.

Der öffentliche Druck auf den Facebook-Konzern hat seit dem Datenskandal um Cambridge Analytica weiter zugenommen.

Er verstehe, dass viele Leute nicht glaubten, dass Facebook eine solche auf Privatsphäre fokussierte Plattform aufbauen würde oder wollte, räumte Zuckerberg ein.

Die Ankündigung des Facebook-Chefs sei ein kategorisches Umdenken im Vergleich zu seiner Einstellung in den frühen Jahren von Facebook, schreibt Spiegel Online. Damals habe er noch erklärt, der Trend gehe dahin, dass Menschen immer mehr über sich öffentlich machen.

Was ist davon zu halten?

Grundsätzlich gar nichts. Es ist grösste Skepsis angebracht. Mark Zuckerberg hat auch schon früher Kreide gefressen und öffentlich Verbesserungen in Aussicht gestellt. Sei dies in eigenen Postings oder bei politischen Anhörungen.

Der Multimilliardär hat wiederholt versichert, dass der Facebook-Konzern die Privatsphäre der Internet-User besser schützen wolle. Doch es blieb bei Versprechen – und stattdessen wurden neue skandalöse Verstösse bekannt.

Die jüngsten Äusserungen passen aber zu dem im Januar von der «New York Times» publik gemachten Vorhaben, dass Zuckerberg Facebook, WhatsApp und Instagram viel enger miteinander verknüpfen will.

Demnach sollen die drei populären Plattformen nach aussen hin eigenständig bleiben, künftig aber die gleiche Technik verwenden, was angeblich die verschlüsselte Kommunikation zwischen allen Usern erlaube.

Warum tut Zuckerberg das?

Unabhängige Beobachter vermuten, dass es sich dabei um eine Verteidigungsstrategie handeln könnte, um sich gegen die drohende Zerschlagung zu wehren. Kritiker werfen dem Facebook-Konzern eine monopolartige Stellung vor. Tatsächlich gehören Facebook, WhatsApp und Instagram zu den fünf weltweit meistgenutzten Apps, bzw. Plattformen.

Facebook habe nicht den Ruf, auf den Schutz der Privatsphäre ausgerichtete Dienste zu entwickeln, räumte Zuckerberg in seinem aktuellen Posting ein. Eine Untertreibung sonder Gleichen, handelt es sich doch bei seinem Konzern um einen den grössten Datenkraken der Web-Geschichte. Die Auswertung der Userdaten bringt Milliarden Dollar ein.

Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aller von den Usern übertragenen Daten wäre zu begrüssen. Doch stellt sich auch dann die Frage, was der Facebook-Konzern mit den äusserst wertvollen Metadaten und Kontaktinformationen anstellt.

Wie bereits offiziell bekannt ist, hat Zuckerberg vor, WhatsApp-User mit Werbeanzeigen zu «beglücken». Dies könnte im Laufe dieses Jahres passieren, nachdem die beiden WhatsApp-Gründer Facebook verlassen haben.

Hier gehts zu Zuckerbergs Posting

Bild

screenshot: facebook.com

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Video: watson/Knackeboul, Lya Saxer

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10
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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • redeye70 07.03.2019 18:35
    Highlight Highlight Nice try, Mark! 😂
  • Out of Order 07.03.2019 10:57
    Highlight Highlight Ha. Haha. HaHaHa. Muahahahahahah!

    😂😂😂

    Das meint er in etwa so ernst, wie die Massnahmen die er nach dem Cambridge-Analytica Fall ergriffen hat. Wie immer leere Polemik zur Beruhigung der Aktionäre, User, Richter und Wettbewerbskommisionen.

    Zur Erinnerung: nichts ist passiert!

    Wie in einem anderen Kommentar geschrieben: die Metadaten die er auswertet, zusammenführt und analysiert, spricht er nicht an. Der verschlüsselte Inhalt ist uninteressant und wird gar nicht benötigt, um User zu tracken.
  • My Senf 07.03.2019 10:39
    Highlight Highlight Datenschutz und Facebook in einem Satz!
    😂😂😂😂😂
  • Maranothar 07.03.2019 10:16
    Highlight Highlight Der wird kaum seine eigene Geldquelle torpedieren.
  • Lörrlee 07.03.2019 09:23
    Highlight Highlight Jedes Mal wenn Zuckerberg was zu besserem Datenschutz sagt, lese ich:
    "Ja, ich denke, dass es wirklich an der Zeit ist, sich langsam aber sicher, zu überlegen und zu evaluieren, dass wir uns Gedanken darüber machen müssen und werden - und diese Wahrscheinlichkeit und Möglichkeit steigt tendenziell immer weiter -, dass in Zukunft Schritte in Erwägung gezogen werden, die darauf hinzielen, eine baldige Anpackung des möglichen Problems anzugehen, die Privatsphäre unserer Daten zu gewährleisten."
  • franzfifty 07.03.2019 08:50
    Highlight Highlight Das Beste am Ganzen ist, die Milliarden von User glauben daran...oder zumindest interessiert es niemanden. Oder sagen wir mal, 0.0001% macht sich Gedanken...und ein Bruchteil davon denkt an das Löschen von Facebook...1% von diesen löscht Facebook dann - also er und sie...
  • Heinzbond 07.03.2019 08:21
    Highlight Highlight Ist schon wieder Märchenzeit, Herr Zuckerberg?
  • N. Y. P. 07.03.2019 08:00
    Highlight Highlight «Ich glaube, dass die Kommunikation sich in der Zukunft zunehmend auf vertrauliche, verschlüsselte Dienste verlagern wird, in denen die Menschen sich darauf verlassen können, dass das, was sie einander mitteilen, sicher bleibt.»
    (Mark Zuckerberg)

    Er checkt es einfach nicht!

    Mark, gopferdori, es geht um die Auswertung der User-Daten. Und was damit angestellt wird.

    Die Auswertung, Mark!

    Ob jetzt der Austausch von Bildli und Blödeleien verschlüsselt übertragen wird, interessiert höchstens dich.
    • DichterLenz 07.03.2019 10:08
      Highlight Highlight Er checkts schon, er greift aber sicher nicht sein Geschäftsmodell an.

      Da gibt er lieber ein Verschlüsselungs-Zückerchen.
    • N. Y. P. 07.03.2019 10:20
      Highlight Highlight Stimme euch zu.

      Man sollte sich nicht von seinen unbeholfenen, bemitleidenswerten Auftritten (Kongress etc.) irreführen lassen.

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