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epa06675065 An image showing the Telegram app on  Apple's iPhone, Frankfurt, Germany, 17 April 2018. Media reports on 17 April state Roskomnadzor, Russia's authority regulating telecommunications has asked Apple and Google to take down Telegram messenger app from their stores. Russian government recently banned the app after program developers refused to give them the app's encryption keys despite a Russian court ruling the federal security services must have access to Telegram's user communications.  EPA/MAURITZ ANTIN

Seit dem Start von Telegram im Jahr 2013 wuchs die Zahl der Nutzer auf über 200 Millionen. Bild: EPA/EPA

Russland will Telegram blockieren und legt dabei Google und Amazon lahm



Beim Vorgehen gegen den beliebten WhatsApp-Rivalen Telegram haben die russischen Behörden Millionen von IP-Adressen blockiert, darunter hunderttausende von Cloud-Diensten von Google und Amazon. Die Sperrung erwies sich aber bisher als nicht sehr wirkungsvoll.

Die Aufsichtsbehörde Roskomnadsor sperrte nach Berichten von Nachrichtenagenturen vom Dienstag knapp 18 Millionen IP-Adressen, die zur Nutzung von Telegram verwendet wurden.

Derzeit würden 18 Subnetze blockiert, sagte ein Roskomnadsor-Sprecher nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax. «Alle gehören zu Amazon oder Google.»

Die russischen Behörden hatten am Montag mit der Sperrung von Telegram begonnen. Richter hatten die Blockade angeordnet, nachdem der Online-Dienst den russischen Geheimdiensten die Entschlüsselung privater Chats verweigert hatte.

Die Sperrung wurde aber häufig umgangen – unter anderem durch verschlüsselte VPN-Verbindungen oder sogenannte Proxys. Telegram-Mitbegründer Pawel Duro schrieb auf seinem Kanal, es sei kein erheblicher Rückgang der Aktivität auf dem Messenger-Dienst festgestellt worden, weil die Russen das Verbot umgehen würden.

«Ich danke euch russischen Telegram-Nutzern für eure Unterstützung und Treue. Danke, Apple, Google, Amazon, Microsoft, dass ihr euch nicht an der politischen Zensur beteiligt habt.»

Seit dem Start von Telegram im Jahr 2013 wuchs die Zahl der Nutzer auf über 200 Millionen. Besonders beliebt ist der Dienst wegen seiner starken Verschlüsselung bei politischen Aktivisten, er wurde allerdings auch schon von Extremisten genutzt. (oli/sda/afp)

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Video: srf/SDA SRF

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • HPOfficejet3650 18.04.2018 11:43
    Highlight Highlight Gleich kommen die Threema Fanboys😄

    Achja und übrigens:

    In der Schweiz gibt es ebenfalls ein Gesetz, das die Messenger (z.b Telegram und Threema) dazu verpflichtet, den Nachrichtendienst auf aufforderung die Verschlüsselung umgehen zu lassen. Wir sind also kein bisschen besser, als Russland. Dennoch ist mir Telegram sympathischer. Pawel Durow kämpft um die Privatsphäre der Nutzer.

    Viele Tauschen aber lieber totale Überwachung gegen schein-Sicherheit ein.
  • NotWhatYouExpect 18.04.2018 10:22
    Highlight Highlight So mal eine schlechte Nachricht aus Russland der ich nicht widerspreche ;)

    Es ist idiotisch zu meinen, dass man mit ein paar 100k gesperrten IP Adressen einen unbeliebten Dienst loswerden kann ohne andere zu beeinträchtigen.

    Gut, dass sich Telegram weigert die Schlüssel dem Staat zu übergeben.


    Ist es eigentlich noch so, dass Sie das auch in Europa noch immer vordern? Es gab ja schon ein paar Berichte die davon handelten, dass die Polizei auf Privat Keys zurückgreifen wolle von verschiedenen Diensten. Oder wurde dem nun eine komplette Absage erteilt?
    • DailyGuy 18.04.2018 11:04
      Highlight Highlight Ich weiss das in GB die Diskussion über End-to-End Verschlüsselung noch aktiv ist. Ich denke die Politiker verstehen die Technik nicht dahinter. Was sie eigentlich wollen ist eine Hochsicherheitsfestung wo an einem versteckten Ort noch eine normale Haustüre eingebaut wurde. Und sie merken nicht, dass dies meist überhaupt nicht möglich ist und / oder nicht Sinn macht.

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