Digital
Samsung

Samsungs Fingerabdrucksensor lässt sich mit einer Schutzfolie austricksen

Samsungs In-Display-Fingerabdrucksensor lässt sich mit einer bestimmten Display-Folie überlisten.
Samsungs In-Display-Fingerabdrucksensor lässt sich mit einer bestimmten Display-Folie überlisten.bild: the verge

Samsungs Fingerabdruck-Sensor lässt sich mit einer Schutzfolie austricksen

Viele Nutzer entsperren ihr Smartphone per Fingerabdruck. Das gilt als sichere Methode. Beim neuen Galaxy S10 gibt es aber ein Problem: Der Scanner lässt sich von jedem mit einem bestimmten Screen-Protector austricksen.
17.10.2019, 20:0208.04.2020, 01:55
Mehr «Digital»
Ein Artikel von
t-online

Immer mehr Smartphones lassen sich mit biometrischen Daten sichern. Der Fingerabdruck gilt dabei als besonders sichere und komfortable Methode: So kann nur der Besitzer das Gerät entsperren und auf die Daten darauf zugreifen. 

Der dafür notwendige Sensor befindet sich meist auf der Rückseite des Geräts. Seit einiger Zeit integrieren die Hersteller den Sensor aber auch im Display. So lässt sich das Gerät noch bequemer mit dem Daumen entsperren. 

Auch das neue Samsung Galaxy S10 verfügt über so einen In-Display-Fingerabdruckscanner. Nicht einmal acht Monate nach dem Marktstart rät der Hersteller seinen Kunden jedoch davon ab, die Funktion zu nutzen. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass der Sensor mit einer bestimmten Display-Folie ausgetrickst werden kann. So könnte jeder das Handy entriegeln.

Eine Schutzfolie aus dem Internet reicht

Wie die BBC berichtet, wurde das Problem mit dem Fingerabdrucksensor beim Galaxy S10 von einer Britin entdeckt. Deren Ehemann konnte die Sperre mit einem 2,70 Pfund teuren Displayschutz von einem Drittanbieter aus dem Internet einfach umgehen. Sobald die Folie auf dem Handy-Display aufgebracht war, konnte der Mann das Smartphone mit seinem eigenen Finger entsperren.

Samsung hat den Fehler bestätigt und rät Nutzern dazu, eine andere Entsperrmethode zu wählen. Das Samsung Galaxy S10 bietet beispielsweise eine Gesichtserkennung. Diese gilt aber auch nicht als 100 Prozent sicher, da sich Gesichtsscans allenfalls mit einem Foto austricksen lassen können. Auch die Vergabe eines Passworts oder einer PIN ist möglich. Bis zum nächsten Update dürfte beim Galaxy S10 das Passwort die sicherste Entsperrmethode sein.

Grund zur Panik besteht dennoch nicht: Den Fehler im Fingerabdrucksensor will Samsung bald mit einem Update beheben. Die Fehlfunktion tritt offenbar nur bei gewissen Billig-Folien auf. Bei Samsungs Original-Schutzfolie soll es keine Probleme geben.

Neben Samsung haben auch die chinesischen Smartphone-Hersteller Oppo, Huawei, Xiaomi und OnePlus den Fingerabdrucksensor in das Display integriert. Dabei komme jedoch eine andere Technik zum Einsatz als bei Samsung. Ähnliche Probleme mit dem Fingerabdrucksensor hatte auch bereits Nokia beim Nokia 9.

Dass die In-Screen-Fingerabdrucksensoren bei zu dicken oder beschädigten Schutzfolien nicht mehr oder schlechter funktionieren, ist längst bekannt. Davon sind alle Hersteller betroffen. Normalerweise geht davon keine Gefahr aus. Es kann aber nervig sein, da man mehrere Versuche zum Anmelden benötigt.

Die deutsche Stiftung Warentest vergab für alle drei Samsung Galaxy S10-Modelle Bestnoten. Die Geräte werden im aktuellen Ranking in den Top 10 aufgeführt. Hier geht's zur Bestenliste.

Samsung Galaxy S10 Vergleich
Bild: watson

(oli/str/t-online.de)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das Samsung Galaxy Note 10 und 10+
1 / 9
Das Samsung Galaxy Note 10 und 10+
Das sind sie also, die zwei neuen Note-Modelle.
quelle: watson
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Samsungs Falt-Smartphone Galaxy Fold kostet 2000 Franken
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
So (unglaublich) viel Lösegeld wurde 2023 an Cyberkriminelle weltweit bezahlt ...

Die Opfer von erpresserischen Cyberangriffen haben im vergangenen Jahr erstmals mehr als eine Milliarde Dollar an Lösegeld bezahlt. Das geht aus dem «Crypto Crime Report 2024» der Analysefirma Chainalysis hervor.

Zur Story