DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Neue App-Version, schlechte Bewertungen: SBB Mobile sorgt für Unmut. Bild: watson

Für die SBB-App hagelt es miese Bewertungen – das steckt dahinter

Nach dem jüngsten Update von SBB Mobile fürs iPhone und für Android-Smartphones häuft sich die Kritik. Beschwerden gibts aber auch schon länger.



«Habs heruntergeladen, installiert, iPhone neu gestartet! alles perfekt, läuft super... no problems, keine abstürze, sehr schnell!!!»

Von solchen Rezensionen träumt jeder App-Entwickler. Das oben zitierte Lob bezieht sich auf die SBB-App fürs iPhone. Allerdings ist der Eintrag des Users bereits acht Jahre alt.

Aktuell klingt es im App Store zur SBB-App so:

«Schafft ihr es eigentlich nicht, ein Update ohne riesige Schwierigkeiten auszurollen? Habe wegen euch den Zug verpasst!»

Oder:

«Kauf nach Update nicht mehr möglich. Unbrauchbar.»

Oder:

«es kann ja nicht sein, dass gelegenheitsnutzer plötzlich ausgesperrt werden und das alte ticket shop login einfach so deaktiviert wird. hätte man vorher ankündigen können und einen sinnvollen migrationsweg anbieten können.»

Und so:

«Neues Update und Kreditkarte nicht mehr vorhanden und Anschlussbillette können erst ab Ende Januar wieder gekauft werden? 👎»

Resultat: Für die SBB-Mobile-App hagelt es Ein-Stern-Bewertungen und so hat die auf Millionen Geräten installierte App zurzeit eine historisch schlechte Note von 2,3 (von 5) Sternen.

Für Unmut sorgen offensichtlich mehrere Verschlimmbesserungen Änderungen, die die SBB mit der neusten Version 7.2.2 (iOS) vor wenigen Tagen angekündigt haben:

Wer glaubt, die Android-Version sei besser dran, täuscht sich. Im Google Play Store häuften sich nach dem jüngsten Update ebenfalls die Ein-Stern-Bewertungen für die SBB-App:

«Unbrauchbar! Das eröffnen des Swisspass Kontos ist echt umständlich und funktioniert erst beim 3. Mal. Und warum kann ich kein City Ticket kaufen? Ticket konnte nicht verifiziert werden. Ich fühle mich echt verschaukelt. Vor allem, wenn gleichzeitig die Ticket Automaten nicht gehen und die Schalter zu sind ...»

Für den Ärger verantwortlich ist aber nicht nur das jüngste Update, wie frühere negative Rückmeldungen zeigen:

So wie die App seit geraumer Zeit NICHT funktioniert ist sie unbrauchbar. Mit anderen Worten, sie ist Schrott. Habe die gleichen Probleme wie in anderen Renzensionen mehrfach beschrieben. Liebe SBB, so verärgert ihr die Kunden. Löst die Probleme endlich. Oder verkauft wieder Kartonbillette am Schalter.

Auch bei Twitter beklagten sich User ...

Ein guter Start in den Montag sieht anders aus ...

Die SBB-Helpline-Twitterer von @RailService sind nicht zu beneiden, reagieren aber gewohnt professionell und humorvoll ...

Bild

screenshot: twitter

Was hilft?

Für Betroffene gibts verschiedene Ratschläge.

Nachdem der watson-Redaktor am Montag ebenfalls dabei scheitert, über die SBB-App ein Ticket zu kaufen, ist es Zeit für eine Anfrage an die Medienstelle der Bundesbahnen. Doch die Antwort vermag nicht wirklich zu befriedigen:

«Der Ticket-Verkauf über die SBB Mobile läuft stabil. Wir können keine technischen Schwierigkeiten feststellen.»

SBB-Sprecher Oli Dischoe

Sobald das Update installiert sei, benötigten die Kunden – wie im Vorfeld kommuniziert – das SwissPass-Login, hält der Mediensprecher fest. Alle User hätten im Vorfeld ein E-Mail erhalten mit der Aufforderung, ein SwissPass-Login zu erstellen.

Weitere Informationen zur Umstellung des Logins seien auf dieser SBB-Webseite zu finden, wo alle bekannten Probleme und Einschränkungen aktuell aufgelistet seien. Zudem helfe die Gratis-Hotline unter der Nummer 0800 111 655.

Gegenüber «Blick» räumte der SBB-Sprecher heute technische Probleme nach dem App-Update ein und begründete diese «mit der Umstellung auf das neue Vertriebssystem».

Vorläufig empfehle man für den Kauf von Anschlussbilletten die Billettautomaten.» Für die Umstände entschuldige man sich. Und verspricht in Konfliktfällen «Augenmass»:

«Sollten Kundinnen oder Kunden in diesem Zusammenhang keinen gültigen oder nur einen teilgültigen Fahrausweis vorweisen können, entscheidet das Zugpersonal mit Augenmass über allfällige Kulanzlösungen.»

SBB-Sprecher Oli Dischoe

Für Kunden, die kein SwissPass-Login wollen, biete man die Möglichkeit eines «Gastkaufs». Nach der Auswahl kann das Ticket unter «Weiter ohne Login» gelöst werden.

Wie zufrieden bist du mit der SBB-App

Das vorläufig letzte Wort hat dieser Twitterer ...

Was für Erfahrungen machst du mit der SBB-App?

Das könnte dich auch interessieren:

Das ist kein Abfall, sondern Rohstoff

Video: srf

Wie der Teufel dank der NEAT aus dem Gotthard verscheucht wurde: Die Geschichte des längsten Tunnels der Welt

1 / 33
Wie der Teufel dank der NEAT aus dem Gotthard verscheucht wurde: Die Geschichte des längsten Tunnels der Welt
quelle: pd
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Schwarzfahrer bei den SBB und Co.

Bundesgericht verurteilt Schwarzfahrer zu fünf Jahren Stehpendeln 

Link zum Artikel

Schwarzfahrer werden ab 1. Januar 2016 in einem nationalen Register gespeichert

Link zum Artikel

Das kommt teuer: Über 300'000 SBB-Schwarzfahrer bezahlen ihre Bussen nicht

Link zum Artikel

Good News für Schwarzfahrer: Mit dem neuen Swisspass dauern die Kontrollen länger – mehr Zeit also für dich, den Fisch zu machen  

Link zum Artikel
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Threema ist das neue WhatsApp – und schlägt die Konkurrenz um Längen

Wer hätte gedacht, dass die weltbeste Messenger-App nicht aus dem Silicon Valley kommen würde, sondern vom Zürichsee. Eine persönliche Analyse.

Seit acht Jahren befasse ich mich mit dem sicheren Schweizer Messenger Threema. Den ersten Artikel dazu publizierte ich im Dezember 2012. Titel: «Die Schweizer Antwort auf WhatsApp». Die damalige erste App gab's nur fürs iPhone, und sie war zum Start gratis. Im Interview versprach der Entwickler, Manuel Kasper, die baldige Veröffentlichung einer von vielen Usern geforderten Android-Version. Und:

Er hielt Wort. Im Gegensatz zu WhatsApp.

Einige dürften sich erinnern, dass es ein gleiches …

Artikel lesen
Link zum Artikel