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7 überraschende Fakten und Trends zum Schweizer Mobilfunk-Markt

Der Schweizer Mobilfunk-Markt ist (ein bisschen) in Bewegung. Hier sind die neusten Erkenntnisse.



Die Ergebnisse stammen aus einer Studie, die der Online-Vergleichsdienst comparis.ch in Auftrag gegeben hat. Die Studie sei repräsentativ, das heisst, sie hat dank Zufallsauswahl der Befragten für die ganze Schweiz Aussagekraft.

Der Platzhirsch hat Marktanteil eingebüsst

Die Swisscom hat gegenüber dem Vorjahr einen Marktanteil von fünf Prozent eingebüsst und liegt nun bei 42 Prozent. Indirekt profitiert hat der grösste Schweizer Mobilfunkanbieter aber doch, und zwar dank Budget-Abos (siehe 3).

Sunrise und Salt konnten kaum profitieren

Der drittgrösste Anbieter Salt hat einen Prozentpunkt zugelegt (neu: 16 Prozent Marktanteil). Sunrise hat ein Prozent verloren (neu: 22 Prozent). Zusammen kommen die beiden nach wie vor nicht an den Marktführer Swisscom heran.

Bei den Budget-Abos ist Migros führend

Die beiden Swisscom-Budget-Produkte Wingo und Simply Mobile haben je ein Prozent Marktanteil erreicht. Andere Anbieter haben um drei Prozent zugelegt. Migros M-Budget hat ein Prozent dazugewonnen (neu: acht Prozent). Konkurrent Coop ist dagegen von zwei Prozent auf ein Prozent gefallen.

Herr und Frau Schweizer sind «wechselfaul»

Comparis-Digitalexperte Jean-Claude Frick schreibt:

«Grundsätzlich ist die Wechselbereitschaft in der Schweiz gering. Die Leute bleiben ihrem Anbieter meist mehr als fünf Jahre treu. Aber wenn sie wechseln, suchen sie eher einen günstigeren Anbieter ohne Qualitätseinbussen.»

Seines Erachtens konnten besonders Wingo und Simply Mobile punkten, die beide das Swisscom-Netz nutzen.

Netzabdeckung wird immer wichtiger (als Kaufkriterium)

Bei der Wahl des Produkts spiele mit 73 Prozent noch immer der Preis die wichtigste Rolle (Vorjahr 72 Prozent). An zweiter Stelle folge eine gute Netzabdeckung. Dieses Kriterium habe gegenüber 2017 signifikant an Bedeutung gewonnen, mit 69 Prozent der Nennungen (Vorjahr: 61 Prozent).

Weit abgeschlagen folge an dritter Stelle der Wunsch nach einem möglichst grossen Datenvolumen. Auch hier habe die Wichtigkeit zugenommen von 30 auf 34 Prozent. Das gelte vor allem für die Generation der 18- bis 35-Jährigen (42 Prozent gegenüber 27 Prozent bei den über 56-Jährigen).

Beim Roaming setzen die User auf «Pakete»

Ein ins Handy-Abo eingeschlossenes Roaming-Guthaben spiele weiterhin eine kleine Rolle, schreibt Comparis. Digital-Experte Frick begründet dies damit, dass die Konsumenten individuell zukaufbare Roaming-Pakete bevorzugten, die sie bei Bedarf aktivieren können. «Das liege nicht zuletzt daran, dass die Anbieter inzwischen wirksame Kontrollmechanismen gegen unkontrollierte Kosten im Ausland eingeführt haben.»

Prepaid ist für ältere User, Junge bevorzugen Abo

Die Zahl der Handynutzer mit Abo-Vertrag sei 2018 gesamthaft angestiegen. Bereits 82 Prozent der Bevölkerung besitzen einen Vertrag (2017: 77 Prozent). Am häufigsten hätten 18- bis 35-Jährige ein Mobilfunkabo mit Vertrag (86 Prozent). Bei den über 56-Jährigen seien es nur 79 Prozent. Dafür nutzten die älteren Jahrgänge mit 17 Prozent deutlich häufiger ein Prepaid-Angebot als die unter 35-Jährigen (elf Prozent).

Dazu meint der Digital-Experte:

«Die jungen Generationen telefonieren zwar kaum noch. Doch sind sie auf grosse Datenvolumen angewiesen. Für sie kommt ein Abo-Vertrag deshalb oft günstiger als ein Prepaid-Produkt.»

Umfrage

Handy-Abo oder Prepaid?

  • Abstimmen

1,179

  • Handy-Abo82%
  • Prepaid15%
  • Weiss nicht 😳3%

Die Studie

Die repräsentative Befragung der Bevölkerung wurde durch das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von comparis.ch im November 2018 unter 1044 Personen in allen Regionen der Schweiz durchgeführt.

(dsc)

Dieser 70-Jährige geht mit elf Handys auf Pokémon-Jagd

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Video: watson/nico franzoni

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22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • elnino 19.12.2018 11:10
    Highlight Highlight Der hiesige Markt ist im internationalen Vergleich eine absolute Frechtheit!

    Selbst in Skandinavien bezahle ich nur rund einem Viertel der Kosten hier für ein Abonnement.

    Der Kundendienst bei Salt war eine Frechheit und 2jährige, selbst in Notsituationen nicht kündbare Knebelverträge gehörten per sofort abgeschafft!

    Und was macht die Politik? Nichts, man braucht ja die Parteispenden der grossen Anbieter...
    • Oh Dae-su 19.12.2018 11:59
      Highlight Highlight Du zahlst in Skandinavien nur ein Viertel des Schweizer Preises für ein Flatrate Abo? Kannst du das bitte sehr mal verlinken?
      Ich zahle momentan bei Swisscom Business 19Fr. für die Schweiz Flatrate. Bei Sunrise und Salt gibt es das Gleiche für Privatkunden immer mal wieder für 29Fr. So ein Abo in Skandinavien für unter 10Fr. möchte ich erst mal sehen.

      Wenn man sieht, wie wechselfaul die Schweizer sind, scheinen mir auch die 2 jährigen Verträge nicht wirklich ein Problem zu sein. Zumal viele Angebote auch kurzfristig kündbar sind.
    • Schne 19.12.2018 13:12
      Highlight Highlight Keiner ist gezwungen einen Zweijahresvertrag abzuschliessen. Es gibt genug Alternativen. Ok es gibt dann halt meist kein «Gratis»-Smartphone dazu. Das lohnt sich aber meist sowieso nicht.
  • Tomtom64 19.12.2018 10:41
    Highlight Highlight Was ist mit Yallo? Oder wurden die einfach Sunrise zugeschlagen?
  • KenGuru 19.12.2018 08:52
    Highlight Highlight Also wahnsinnig überraschend finde ich diese Resultate nicht...
  • de_spy 19.12.2018 08:35
    Highlight Highlight Repräsentativ? Wie weit denn genau?
    Was ist mit Firmenkunden? So wie es aussieht, spielen diese in dieser Betrachtung für den angeblich gesamten Mobilfunkmarkt keine Rolle. Und es ist wirklich kein unbeträchtlicher Anteil, die ein Geschäftsabo auch privat nutzen und/oder über das Unternehmen sogar noch Abos für ihre Angehörigen lösen können. Logisch sind solche Modelle für Comparis uninteressant, aber dann ist solch ein verkappter Werbeartikel für die Plattform auch alles andere als repräsentativ.
  • Bär73 19.12.2018 08:33
    Highlight Highlight Ich bin jetzt 45 und besitze seit 19 Jahren ein Handy. Ich hatte noch nie ein Abo...nur Prepaid. Und ich komme mit 10.-/Monat sehr gut durch
    • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 19.12.2018 12:16
      Highlight Highlight Du hast Glück, der Unterhalt für meine Brieftauben ist höher! Dafür ist mein Telegraph fast amortisiert.
  • DailyGuy 19.12.2018 08:27
    Highlight Highlight Der einzige überraschende Fakt ist wohl, dass Swisscom nur 5 Prozent eingebüsst hat. Hätte mehr erwartet, gerade mit den Aktionen, welche die beiden anderen grossen Anbieter zurzeit machen.
  • who cares? 19.12.2018 08:25
    Highlight Highlight Wenn man wechselt sucht man nach einem günstigeren Abo ohne Qualitätseinbussen? Wow! Die Erkenntnis des Tages! Als nicht-Experte wäre ich nie darauf gekommen.
    • Xonco 19.12.2018 17:08
      Highlight Highlight Günstiger & besser gibt's aber nicht einmal beim Stammdealer.

      Das verstehen Herr & Fr. Schweizer nicht.
  • Hexentanz 19.12.2018 08:21
    Highlight Highlight War 15 jahre bei Sunrise.. nun ist Yallo, die ja auch Sunrise sind, mit diesen WM Aktionen und sonstigen die sie immer wieder bringen gekommen..

    29.- pro Monat ohne Datenlimit im LTE Netz von Sunrise..

    Warum sollte ich wie anhin 47.- oder so bezahlen mit 3 oder 5 GB Limit, wenn es für 29.- auch unlimitiert geht?

    Echt krass das so viele Leute einfach nicht wechseln.
    Wird wohl bei den Krankenkassen das Gleiche sein.

    Ich meine Netzabdeckung ist wichtig, aber ich meinte man müsse schon weit gehen, damit man nichtmehr im LTE Netz ist.
    • mrgoku 19.12.2018 08:57
      Highlight Highlight Yallo... rufst du (eigentliche Gratisnummer an) mit 0800 (z.B. Hotlines von Versicherungen) dann bezahlst du trotzdem. Brauchst du mal Support, kriegst du keinen... Alles eine Frage von Preis-Leistung.

    • pali2 19.12.2018 10:15
      Highlight Highlight Ich habe bei Yallo direkt gute Erfahrungen im Support gemacht mit dem Online-Support. Kompetent und schnell hab ich Antworten auf meine Fragen erhalten - da hab ich bei Swisscom die letzten 15 Jahr nicht bessere Leistung erhalten. Und dies zu einem Wucherpreis.
    • mrgoku 19.12.2018 10:48
      Highlight Highlight Das Swisscom Wucherpreise hat weiss ich. Ich gehöre genau zu denen die genau wissen dass sie Zuviel bezahlen aber es nicht hinkriegen ein Wechsel vorzunehmen.

      Ich habe halt die Einstellung: Seit ich Handy besitze bei Swisscom. Noch NIE das kleinste Problem gehabt. Dafür bin ich bereit einen gewissen Betrag zu bezahlen. Wenn ich anderswo nur die Hälfte bezahlen muss, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen dass die Dienstleistung gleich gut ist...

      Habe mir aber schon paar Mal Wingo angeschaut. Ist ja auch Swisscom :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • pd90 19.12.2018 08:20
    Highlight Highlight "Repräsentativ" mit 1'000 Teilnehmern...
    • Findolfin 19.12.2018 08:49
      Highlight Highlight Jedes Mal so ein Kommentar. Was wäre denn für dich repräsentativ? 10'000? 100'000? 1'000'000?

      Die Institute, welche solche Umfragen machenmund hochrechnen, werden schon wissen, was sie tun und wie viele Leute es braucht, damit es repräsentativ ist.
    • Newalley 19.12.2018 09:14
      Highlight Highlight Die alleinige Anzahl von Befragten sagt noch nichts über die Qualität der Studie/Umfrage aus. 1‘000 können durchaus repräsentativ sein, sofern eine Diversifizierung (Alter, Geschlecht, Region, Einkommensklasse, etc) stattfindet. Bspw. eine Umfrage mit 10‘000 jungen Frauen im Alter 15-23 Wohnort Zürich wäre je nach Kontext nicht aussagekräftig.
    • Zurigo 19.12.2018 09:14
      Highlight Highlight Danke Findolfin. Einfach mal hier nachlesen @pd90:

      https://help.surveymonkey.com/articles/de/kb/How-many-respondents-do-I-need

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Wohnst du neben einer 5G-Antenne? Hier findest du es auf einen Blick heraus

Sunrise und Swisscom haben das 5G-Netz gestartet. Der Bund zeigt auf seinem Online-Kartendienst, wo die neuen (und die bisherigen) Antennen stehen.

In der Schweiz sind bereits über 300 5G-Antennen installiert. Sie sind jedoch noch nicht alle in Betrieb. Auf der Website des Bundesamtes für Kommunikation sind alle Telefonantennen auf einer interaktiven Karte markiert, jene, die 5G übertragen, aber auch 3G- und 4G-Antennen.

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