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Two magnets are pictured during the unveiling of the new Science Gateway project of the European Organization for Nuclear Research, CERN, in Meyrin, Switzerland, Monday, April 8, 2019. As part of its mission to educate and engage the public in science, CERN is launching the Science Gateway, a new facility dedicated to scientific education and outreach. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Am CERN wird physikalische Grundlagenforschung betrieben, insbesondere wird mit Hilfe grosser Teilchenbeschleuniger der Aufbau der Materie erforscht. Bild: KEYSTONE

Tschüss Microsoft! Darum wechselt das CERN zu Open-Source-Software



Das europäische Nuklearforschungszentrum CERN bei Genf will nicht nur massiv Lizenzkosten sparen, die (neuerdings) bei Microsoft-Software anfallen, sondern auch wieder die Kontrolle über die eingesetzten Programme erlangen. Zudem soll der sogenannte «Lock in»-Effekt bekämpft werden, also eine (zu) grosse Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter.

Dazu hat das CERN schon vor einem Jahr das Microsoft Alternatives Project (MAlt) gestartet – und nun vergangene Woche mit einem Posting im CERN-Blog öffentlich vorgestellt.

heise.de schreibt:

«Ein Paradebeispiel seien Microsoft-Produkte, die am CERN seit 20 Jahren unter einer günstigen akademischen Lizenz genutzt werden konnten. Microsoft habe dem CERN jedoch vor Kurzem den Status einer akademischen Einrichtung aberkannt. Sei März 2019 müsse die Organisation daher für jeden Benutzer Lizenzgebühren zahlen, wodurch sich die Kosten um den Faktor 10 erhöhen würden. Zwar habe man mit Microsoft einen langsamen Anstieg der Kosten vereinbaren können, die hohen Gebühren seien aber für die Forschungseinrichtung langfristig nicht tragbar.»

(dsc)

Am CERN wurde auch das WWW erfunden ...

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24
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    Alle Leser-Kommentare
  • subversives Element 17.06.2019 12:41
    Highlight Highlight Gut so, weiter machen.
  • Ökonometriker 17.06.2019 12:38
    Highlight Highlight Guter Schritt. So kann das CERN auch wieder die Informatik weiterbringen. Es wird sich bestimmt der eine oder andere Forscher an einem Linuxproblem stören und es dann gleich flicken.
  • x4253 17.06.2019 10:37
    Highlight Highlight Public money -> Public code
    • Out of Order 17.06.2019 11:49
      Highlight Highlight Tut hier zwar nichts zur Sache, aber ja, hast Recht.
  • Joe Smith 17.06.2019 10:30
    Highlight Highlight Microsoft hat dem CERN den Status einer akademischen Einrichtung aberkannt. Realsatire pur.
  • Avenarius 17.06.2019 10:25
    Highlight Highlight Cleverer, guter Schritt ! Weg von Spyware Firmen wie Microsoft, Google, Facebook usw. Open Source wird die Zukunft werden. Weil die Menschen genug von skrupellosen Firmen haben, die mit ihren Daten Milliarden verdienen. Ausserdem möchte niemand, dass man zu Hause durch Mikrofon oder Laptop-Kamera ausspioniert wird. Es wird Zeit, dass wir etwas gegen diese Datenkraken unternehmen. Was heisst, auf Open Source Programme umzusteigen, die mindestens so gut wie die der Datenkraken sind.
  • Töfflifahrer 17.06.2019 09:36
    Highlight Highlight Stellt sich die Frage ob das CERN alles, also inkl. Windows, ablöst oder ‚nur‘ Office, Datenbanken etc.
    • maylander 17.06.2019 12:55
      Highlight Highlight Wäre echt interessant. So extrem teuer sind die MS Lizenzen ja gar nicht. Irgendwelche Spezialsoftware ist viel teurer und läuft oft nur auf einer bestimmten Windowsversion.

    • α Virginis 17.06.2019 20:11
      Highlight Highlight Wenn CERN aufräumt, dann denke ich, dass sie das auch konsequent durchziehen werden. Gibt ja allgemein bekannte Alternativen zu Windows, bei denen sogar den Kernel an die Anforderungen anpassen kannst.
    • ulmo 17.06.2019 22:22
      Highlight Highlight Gemäss dem Blog-Post planen sie schon alles zu ersetzen. Wobei sie erst bei den zentralen Services ansetzen möchten: Exchange, OWA, Skype, usw.
  • NotWhatYouExpect 17.06.2019 09:30
    Highlight Highlight Wäre Zeit, dass der Bund sich auch Unabhängig von den grossen Internet (USA) Konzernen macht.

    Würde der Bund zuschüsse in die Entwicklung erweiterung von LibreOffice, eine Linux Distro geben könnten dies alle Schulen, Ämter usw. nutzen.
    • Partikel 17.06.2019 10:48
      Highlight Highlight LibreOffice ist kein Linux Betriebssystem, sondern eine Office Suite mit Text, Tabellenkalkulationsprogram, Datenbanksoftware und ein Präsentationsprogram.
      WPS Office wäre auch eine Möglichkeit.
    • NotWhatYouExpect 17.06.2019 11:32
      Highlight Highlight @Partikel: Ich meine Natürlich LibreOffice oder irgend einer Linux Distro oder einem anderen Open Source Projekt.

      Wohl zu unklar geschrieben.
    • Ueli der Knecht 17.06.2019 22:58
      Highlight Highlight "Wäre Zeit, dass der Bund sich auch Unabhängig von den grossen Internet (USA) Konzernen macht."

      Das wäre mir neu, dass der Bund sich aus amerikanischen Fesseln lösen und nicht mehr brav kuschen möchte.

      Die Schweiz würde in den USA postwendend als Schurkenstaat klassiert werden. Soweit kommt's noch... ;)

      Da könnten wir auch endlich die viel günstigere russische S-200-Flugabwehr und russische Suchoi Su-35 besorgen, statt ein Vielfaches vom Geld den gefrässigen USA in den Rachen zu werfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Xiakit 17.06.2019 09:08
    Highlight Highlight Woher nimmt CERN die Informatiker dafür? Hat aktuell wenig Linux Admins...
    • NotWhatYouExpect 17.06.2019 09:25
      Highlight Highlight Nun ja, wer richtig zahlt, bekommt die auch ;)

      Aber man kann natürlich auch seine IT'ler schulen.
    • El Vals del Obrero 17.06.2019 09:31
      Highlight Highlight Für Leute, die komplizierteste Quantenphysik verstehen, ist das wohl eine leichte Übung. Das WWW hatten sie ja auch mal so nebenbei erfunden.
    • TheBase 17.06.2019 09:41
      Highlight Highlight Es mangelt uns generell an echten und wirklich gut ausgebildeten Informatikern. Da das CERN zudem keine schweizerische Institution ist, ist es auch nur recht und billig, Leute aus möglichst allen Mitgliedsstaaten zu rekrutieren.
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