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Police-Ransomware, Kobik warnt vor Schadsoftware

bild: kobik

Sex-Seiten angesurft? Dann nimm dich vor dieser gefälschten Drohung der Bundespolizei in Acht

Ob Smartphone, Tablet oder PC: Eine neue Angriffswelle nimmt Schweizer Internet-Nutzer ins Visier. Den Opfern wird im Namen von Schweizer Polizeibehörden vorgeworfen, sie hätten Kinderpornos oder andere illegale Inhalte genutzt.



IT-Fachleute des Bundes warnen vor einer neuen Angriffswelle auf Schweizer Internet-Nutzer. Konkret geht es um eine Attacke, die beim Aufrufen einer präparierten Website ausgelöst wird. In der Fachsprache wird dies «Drive-by Infection» genannt.

Ob Windows oder Mac OS X, ob PC, Smartphone oder Tablet: Gefährdet seien alle Computer-Systeme, erklärt der Sprecher des Bundesamtes für Polizei (Fedpol), Alexander Rechsteiner.

Den Betroffenen werde vorgeworfen, sich illegaler Aktivitäten schuldig gemacht zu haben. Dies wiederum führe angeblich zu einer Sperrung des Web-Browsers (was bei dieser Attacke nicht stimmt).

Auf dem Display wird folgende «Warnung» angezeigt:

WARNUNG! Zugang von Ihrem Browser wurde vorläufig aus den unten aufgeführten Gründen gesperrt. Alle Tätigkeiten, die auf diesem PC durchgeführt wurden, werden fixiert. Alle Ihre Daten sind verschlüsselt (...).

Besonders perfid: Die unbekannten Kriminellen geben sich laut Medienmitteilung mit einem gefälschten Logo als Vertreter der Polizei aus. Namentlich erwähnt werden das Fedpol (Bundesamt für Polizei), die Bundeskriminalpolizei sowie die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität (KOBIK).

Das Opfer soll mit dem Vorwurf einer schweren Straftat eingeschüchtert werden:

«Ihnen wird die Ansicht/Lagerung und/oder den Vertrieb von pornographischem Material von verbotenen Inhalten (Kinderpornografie/Zoophilie/Vergewaltigung etc.) vorgeworfen. Sie haben die Allgemeine Erklärung zur Bekämpfung der Verbreitung von Kinderpornographie verletzt wegen einer Straftat nach Artikel 161 des Strafgesetzbuches der Schweizerische Eidgenossenschaft.»

quelle: kobik

Dann suggerieren die unbekannten Angreifer, mit einer Geldbusse in der Höhe von 150 Franken («der Betrag kann variieren»), zahlbar mit PaySafeCard, könne der Browser wieder entsperrt und eine Strafverfolgung umgangen werden.

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Die Sicherheitsexperten des Bundes raten:

Angriffswelle im Januar

Dass Kriminelle im Namen von Polizeibehörden abkassieren wollen, ist kein neues Phänomen. Eine der letzten Angriffswellen fand Ende Januar mit betrügerischen E-Mails statt. Als Absender wurde das «Bundesamt für Polizei» aufgeführt, der Link führte «auf eine sehr gute Fälschung» der Internetseite des Fedpol.

Bild

In dem Schreiben wurde mit einer Gerichtsverhandlung gedroht.
bild: kobik

Laut Fedpol-Sprecher Alexander Rechsteiner konnte die Gefahr relativ rasch gebannt werden, indem man die Website bei dem ausländischen Provider löschen liess.

Für die Strafverfolgung sind in solchen Fällen die Kantone zuständig. In der Regel seien solche Kriminelle, die international agieren, nur schwer zu fassen.

Tun die Behörden genug, um Internet-Nutzer zu schützen?

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