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Jeder Mensch, so sagt man, hat einen Doppelgänger – und das vielleicht auch auf einem Gemälde im Museum. bild: twitter/@sixthsentz  

Diese witzige Google-App findet deinen heimlichen Doppelgänger – und so funktioniert's

Auf Facebook und Twitter posten US-Amerikaner seit Tagen Selfies mit ihren Ebenbildern auf Gemälden. Möglich macht's eine App, die den persönlichen Doppelgänger in Kunstwerken findet. So funktioniert der Spass auch bei uns.



Die bislang unbekannte Google-App Arts & Culture hat ein witziges Update erhalten: Neu kann man ein Selfie aufnehmen und die App findet euren heimlichen Zwilling in der Kunstgeschichte.

Konkret analysiert Google das Gesicht und vergleicht es mit Millionen von Werken. Nach wenigen Sekunden weiss man, ob man in einem Kunstmuseum auf das eigene Ebenbild treffen könnte.

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watson-Chefredaktor Maurice Thiriet ähnelt laut Google zu 61 Prozent Henri Fantin-Latour, einem französischen Maler.

Manche Übereinstimmungen sind erstaunlich gut, andere weniger, wie hier am Beispiel einiger watson-Redaktoren zu sehen:

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Madeleine Sigrist.

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Nico Franzoni.

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Helene Obrist.

Der Haken daran: Die App Arts & Culture für Android und iOS kann man zwar auch bei uns herunterladen und nutzen, die Doppelgänger-Suchfunktion ist bei uns aber (noch) nicht verfügbar. Eigentlich.

So kannst du deinen Doppelgänger auch bei uns finden

Wer die App Arts & Culture ausserhalb der USA installiert, kann die Doppelgänger-Funktion nicht ohne Weiteres nutzen. Das neue Feature ist aktuell nur für US-Nutzer aktiviert. Gut möglich, dass die Funktion auch bei uns bald verfügbar ist.

Wer nicht warten mag, kann das Feature mit einem kleinen Trick schon jetzt aktivieren. Die geografische Sperre lässt sich mit einer VPN-App einfach umgehen. Wir haben dafür die App Free VPN von Snap VPN genutzt.

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In der VPN-App wählt man als Standort die Vereinigten Staaten aus. 

Ist das VPN auf dem Smartphone aktiviert, lässt sich die Doppelgänger-Funktion der Google-App auch bei uns nutzen. In der App scrollen, bis der folgende Button erscheint.

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Der «Jetzt-Starten»-Button erscheint nur mit aktiviertem VPN und virtuellem Standort USA. 

Die Umgehung der Geo-Sperre funktioniert natürlich auch mit anderen VPN-Apps. Nutzt man die Google-App Arts & Culture nicht mehr, kann man das VPN (Virtual Private Network) wieder deaktivieren. Es sei denn, man nutzt ein öffentliches WLAN.

Volkssport in den sozialen Medien: Spassvögel posten Selfies mit angeblichen Doppelgängern

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Eigentlich eine Suchmaschine für Gemälde

Zwar gibt es Googles Kunst-App schon seit 2016, bisher war sie allerdings nur als Suchmaschine für Gemälde, Künstler und Kunstepochen im Einsatz. Deshalb ist die Datenbank, aus der ein möglicher Doppelgänger identifiziert werden kann, auch sehr gross. Bilder aus Tausenden Museen rund um den Globus sind in der Anwendung vertreten.

In der App und auf der Webseite Arts & Culture hat Google eine riesige Sammlung an digital betrachtbaren Kunstwerken aufgebaut. Sie ermöglicht einen leichten Einstieg in die Welt der Kunst, da man auch ohne Vorwissen etwas über Kunstgeschichte lernen kann. Wer also mehr über «Frida Kahlo: Die Frau, die den Tod auslachte» erfahren möchte oder sich schon immer fragte, welche Kunstwerke wohl am häufigsten gestohlen worden sind, ist hier genau richtig.

Und der Datenschutz?

Googles Doppelgänger-Suchfunktion basiert auf Algorithmen zur automatischen Gesichtserkennung und Bilderkennung, wie sie auch von Apple, Facebook, Microsoft und unzähligen anderen Tech-Firmen genutzt werden.

Die Selfies müssen zur Auswertung hochgeladen und in einem Google-Rechenzentrum «verarbeitet» werden.

In Europa wird der Datenschutz allgemein höher gewichtet als in den USA. Google, Facebook und Co. dürfen bei uns ohne Einwilligung des Nutzers keine biometrischen Daten erfassen, also ohne Zustimmung auch keine Gesichter scannen, um die Identität von Personen zu bestimmen.

Um rechtliche Probleme zu vermeiden, hat Google die Doppelgänger-Funktion deshalb vermutlich erst in den USA aktiviert. Darauf lässt auch schliessen, dass Nutzer in den US-Bundesstaaten Illinois und Texas, die ebenfalls strengere Datenschutzgesetze kennen, die Gesichtserkennung ebenfalls nicht nutzen können.

Menschen, die ihren Doppelgänger im Museum fanden

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