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«Jetzt muss es raus: Wir Frauen schicken die Screenshots unserer intimsten WhatsApp-Chats unseren Freundinnen – weil wir Rat und Unterhaltung suchen»

Will er was von mir? Warum antwortet er nicht mehr? WhatsApp-Chats sind oft schwer zu deuten. Deshalb teilen Frauen ihre intimsten Chats mit ihren Freundinnen – und wir werden zu Hobby-Psychologinnen. 

alexandra fitz / schweiz am Sonntag



Ein Artikel von Schweiz am Sonntag

Ich führe derzeit drei Liebesbeziehungen, habe eine Affäre und mache gerade eine fiese Trennung durch. Das klingt stressig? Unehrlich? Ist es auch ein bisschen. Aber nicht, weshalb man jetzt denken mag.

Diese Beziehungen sind nicht alles meine eigenen – einige involvierte Personen kenn ich nicht mal persönlich. Aber sie sind alle auf meinem Smartphone. Sie sind meine ganz persönlichen Reality-Shows.

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Was heisst das jetzt? Ist das ein Date oder nicht?

Ich weiss, wer von den Protagonisten bei der Rechtschreibung in der Schule gepennt hat, warum gerade gestritten wird oder dass der Sex toll war, sie aber Angst hat, er könnte es nicht ernst meinen. Das weiss ich, weil meine Freundinnen – es scheint vorwiegend ein Frauending zu sein – mit den Handys Screenshots ihrer digitalen Konversationen machen und mir die Chats brühwarm, eins zu eins schicken.

Wir wollen nicht alleine traurig sein

Warum man das tut? Na ja, man will Rat, seine Freude teilen, nicht alleine lachen, nicht alleine traurig sein. Meistens sind die als Foto gespeicherten Dialoge der neumodische, digitale Ersatz für den altmodischen, analogen Kaffeeklatsch.

Diese Beziehungen sind nicht meine eigenen. Aber sie sind alle auf meinem Smartphone. Sie sind meine ganz persönlichen Reality-Shows.

Thema der Handy-Beratung sind meist neue Bekanntschaften, die man noch nicht einschätzen kann, bei denen man sich aber genau deswegen umso adäquater verhalten möchte. Was meint er? Was will er eigentlich?

Was wir vorher der besten Freundin über unseren «Partner» mündlich und nur halb so detailgetreu erzählten, funktioniert heute schnell und einfach. Wort für Wort. Bereit zur Analyse. Lebensberatung via WhatsApp – vereinfacht durch Bildschirmfotos.

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... und dann kommt keine Antwort: Da helfen nur Freundinnen, die diesen WhatsApp-Screenshot analysieren und dir sagen: Der Typ steht nicht auf dich.»

Der gute alte Print-Screen, den wir von PC-Problemen aus den 2000er-Jahren kennen, erlebt als Problemlösungswerkzeug ein Revival auf unseren Mobiltelefonen.

Wir schreiben ständig, und «screenshotten»

Seit jeder ein Smartphone besitzt (95 Prozent der Schweizer Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren haben bereits eines) und spätestens seit WhatsApp gross ist (gilt als der am schnellsten wachsende Internetdienst der Geschichte, derzeit 800 Millionen aktive Nutzer), schreiben wir ständig. Und «screenshotten».

Ein ganz normales «ok» wird von der eigentlichen Bedeutung «das passt, bin aber kurz angebunden, da keine Zeit» plötzlich zum «er ist abweisend oder er interessiert sich nicht».

Das geht ganz schnell: Man drückt gleichzeitig zwei Knöpfe, es ertönt das einstige Fotoapparat-Geräusch, das Display wird eingefroren. Dann wird der Screenshot der Lieben weitergeleitet, und schwupp hat jemand drittes den Chat. Schwarz auf Weiss. Ungeschönt.

Von Chats, Briefen oder Gesprächen erzählt haben wir schon immer. Neu ist die Geschwindigkeit, mit der das auf einer visuellen Ebene geschieht: «Via WhatsApp kann man schriftliche Diskussionen parallel führen», sagt Karina Frick, die an der Universität Zürich zum Thema Kommunikation in SMS und WhatsApp forscht.

Der (Telefon-)Dreier

Nicht selten chattet man simultan mit der «Bekanntschaft» und der besten Freundin. Da muss es «tifig» gehen – tippen, wischen und drücken. Es ist sozusagen ein (Telefon-)Dreier. Nur weiss eine Person nichts davon.

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Er erinnert sich nicht mal ans Gespräch. Was soll das?

Heute kommuniziere man häufiger schriftlich als früher und nehme sich für die Konversationen weniger Zeit. Screenshots zu schicken, ist laut Frick eine logische Entwicklung. Schliesslich müsse man je nach Anzahl geführter Chats Abstriche machen und könne nicht mehr zu ausführlich «schreiben».

Wir – insbesondere Frauen – sind bei der digitalen schnelllebigen Kommunikation oft zu genau und interpretieren Nachrichten je nach Gemütszustand.

Umfrage

Holst du dir auch Rat, indem du deine intimsten Whatsapp-Nachrichten an deine Freunde schickst?

  • Abstimmen

2,972

  • Ja klar.22%
  • Nein. Das ist ja das Letzte.39%
  • Ab und zu.21%
  • Ich will nur die Antwort sehen.18%

Was jemand und wie jemand schreibt, sagt einiges aus. Und vor allem was er eben nicht schreibt (auf das wir aber ständig warten). Jedes Wort, jedes Komma wird analysiert. Ein ganz normales «ok» wird von der eigentlichen Bedeutung «das passt, bin aber kurz angebunden, da keine Zeit» plötzlich zum «er ist abweisend oder er interessiert sich nicht».

Der Freundeskreis ist die Jury

Dass wir ständig online sind, ständig kommunizieren, hat auch negative Folgen. Früher, in der Kutschenzeit, wartete man tagelang auf Briefe oder auf den Liebsten persönlich. Da war manch kleiner Ärger bis zum nächsten Treffen längst wieder verpufft.

Heute, im Handyzeitalter, macht man seinem Unmut unmittelbar Luft. Bombardiert. Wirft vor. Genau deshalb muss der Freundeskreis her. Als Lesezirkel. Als Jury. Jemand, der einen kennt, die Situation aber von aussen analysiert. So werden wir alle zu Hobbypsychologen und digitalen Liebestherapeuten.

Ich war nicht die Protagonistin und trotzdem sehr aufgeregt, denn ich war Mäuschen in der digitalen Liaison meiner Freundin.

Ich mache eine Fallanalyse

Meine Freundin Lisa, die in Wirklichkeit anders heisst, ist ein richtiger «Screenshotting-Junkie». Ich schlichte etwa beim Streit mit einer Freundin – meist ebenfalls via Chat. So lese ich die erhaltenen Dialoge, mache ich eine Fallanalyse und zeige ihr dann auf, was sie vor lauter Wut nicht mehr sieht: «Du hast recht, aber bisschen den falschen Ton gewählt. Du musst nicht fies werden. Schreib nochmals kurz deinen Standpunkt und entschuldige dich für die fiesen Worte.» Das klappt meist.

Meistens geht es aber um Männer. Wie letztens. Das war eine Soap vom Feinsten. Typ kennen gelernt. Viel Hin-und-her-Geschreibe. Treffen. Chat. Küssen. Chat. Sex. Seine Signale wurden immer schwächer. Funkstille. Ich war nicht die Protagonistin und trotzdem sehr aufgeregt, denn ich war Mäuschen in der digitalen Liaison meiner Freundin.

Nach einer Inhaltsanalyse des Datensatzes kam ich zum Schluss: Der Typ steht einfach nicht auf sie.

Wenn ich ihr meinen Senf vom Sofa oder vom Zugsitz aus schicke und auf ein Update via Screenshot warte, leide ich mit. Die Seifenoper geht ja täglich weiter. Immer Neues. Die Pausen sind wie Cliffhanger. Wird der Chat auf dem Höhepunkt unterbrochen, ist die Spannung fast unaushaltbar: «Mann antworte endlich, WIR warten!»

Der Typ steht einfach nicht auf dich

In diesem Fall verharrte das Telefon still. Ich musste ganze A4-Seiten Chat-Protokolle deuten. Nach einer Inhaltsanalyse des Datensatzes kam ich zum Schluss: Der Typ steht einfach nicht auf sie. Das habe ich ihr sanft erklärt. Bald darauf war sie therapiert und der Typ Chat von gestern.

Manchmal frage ich mich, ob ein paar Chat-Auszüge repräsentativ sind und ich überhaupt befugt bin? Schliesslich habe ich weder ein Paartherapeuten- noch ein Kommunikationspsychologendiplom. Aber immerhin ein paar Beziehungs-, und Flirt-Chats als Vergleich.

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Lisa schicke auch ich ab und an Protokolle. Dann, wenn eine Botschaft zu schade ist für mich allein. Etwa ein überragend schöner Satz von meinem Freund (Sorry an dieser Stelle!) oder ein Lob des Chefs (Auch Sorry an dieser Stelle!).

Wir schicken die intimsten Sätze rum

Dieser Handy-Voyeurismus macht Spass. Gleichzeitig ist er ein wenig heuchlerisch. Wir haben Angst vor Überwachung, fordern mehr Schutz für unsere Daten im Netz und gleichzeitig schicken wir die intimsten Sätze unserer Liebsten in der Gegend rum.

WhatsApp-Expertin Frick nennt das einen «Verstoss gegen die Netiquette» – darunter versteht man das respektvolle Benehmen in der elektronischen Kommunikation. Schliesslich gehe man ja beim Schreiben davon aus, dass es nur an den Adressaten gehe. An dieser Stelle mit dem Briefgeheimnis zu kommen mag vielleicht etwas Retro sein, aber ganz fair scheint mir die Schickerei nicht.

Meistens geht es aber um Männer. Wie letztens. Das war eine Soap vom Feinsten. Typ kennen gelernt. Viel Hin-und-her-Geschreibe. Treffen. Chat. Küssen. Chat. Sex. Seine Signale wurden immer schwächer. Funkstille.

Doch dieses Phänomen gibt's noch heftiger. Manchmal geht es über das Beraten hinaus, manchmal, da fungiert man als Autorin. Wir lesen nicht nur mit, nein, wir unsichtbaren Liebesflüsterer schreiben auch Antworten. Die mit Copy and Paste weitergeschickt werden können. Wir sind Ghostwriter der Liebe.

Und so führe ich derzeit drei Liebesbeziehungen, habe eine Affäre und mache gerade eine fiese Trennung durch.

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    Alle Leser-Kommentare
  • SVRN5774 10.11.2015 09:29
    Highlight Highlight Ich versteh das schon wenn man Streit hat und dann Hilfe holt bei der Freundin. Aber doch nicht bei jeden Kleinigkeit!
  • Daniel Caduff 09.11.2015 15:02
    Highlight Highlight Absolut erbärmliches Verhalten. Hier werden grobe Verletzungen der Privatsphäre als Freizeitvergnügen gefeiert. Wer das Vertrauen anderer Menschen derart missbraucht, ist meiner Ansicht nach selber vermutlich nicht beziehungsfähig, sondern sollte stattdessen zuerst mal am eingenen Selbstbewusstsein arbeiten. Ist eine Whatsapp-Nachricht nämlich tatsächlich missverständlich, kann man ja auch einfach nachfragen... Beim Sender, nicht bei den Freundinnen! Abgesehen davon, dass die Weitergabe von privaten Nachrichten u.U. sogar strafbar ist!
  • Lezzelentius 09.11.2015 11:52
    Highlight Highlight Ich habe das Gefühl, dass sich die Frauen nicht gegenseitig den Chat etwa senden, um Rat zu holen, sondern lediglich um die Bestätigung zu holen, dass die viel zu entfernten Interpretationen berechtigt sind. "Analysen" in diesem Umfang sind Mist und führen zu unglaublichen Missverständnissen - das bedeutet nicht, dass Männer nicht interpretieren: Wir machen es nur verschwiegener und effizienter. Durchdachter.

    Ein sehr unreifes Gehabe und mitunter das Erste, was ich im Erwachsenwerden (noch dabei) lernen durfte: Menschen bleiben unbedachte Kinder. Ich erkannte es an mir und dann an anderen.
  • farrah 08.11.2015 23:24
    Highlight Highlight also 1. ja mach ich auch ab und zu & vorallem 2. MÄNNER macht ihr das auch?

    • Nichtswisser 09.11.2015 10:16
      Highlight Highlight Mir hat schon mal eine Freundin geschrieben, dass ich doch den Chat meinen Freunden weiterschicken soll, wenn ich sie nicht verstehe. Von alleine wäre ich da nie drauf gekommen.
    • farrah 09.11.2015 16:01
      Highlight Highlight @unBearable es geht hier nicht um probleme selbst zu lösen? Es geht vielleicht darum um einen Rat zu holen, oder um zu wissen was andere denken was es heisst, weil es in der onlinewelt mehr als genug missverständnisse gibt durch das schreiben.
    • trio 21.11.2015 20:03
      Highlight Highlight Nein ich mache es nicht. Ich habe aber auch kein Problem damit, wenn meine Nachrichten weitergeleitet werden 1. habe ich nichts zu verbergen, 2. vertraue ich der Person, dass sie mich nicht lächerlich macht
  • Blutgruppe 08.11.2015 19:00
    Highlight Highlight Also ich für meinen Teil empfinde dies als einen Vertrauensbruch der (Gesprächs-) Partnerin/des Partners.
    Ausserdem als eine Verletzung der Privat- sowie je nach dem auch Intimsphäre.
    Da könnte man fast genausogut in Facebook auf der Pinnwand weiter chatten..
    Und kommt mir jetzt nicht mit "die NSA liest sowieso mit" xD
    • farrah 08.11.2015 23:26
      Highlight Highlight also ich hab das gelesen und dachte zuerst ich stimm dir zu, nun trotzdem nicht, weil zumindest wir frauen erzählen uns fast alles bis ins kleinste detail, wenn ich einen typen treffe weiss danach meine freundin sogar wie er riecht, wenn ich davon erzähle wie wir geschrieben habe kommt es auch vor dass ich den chat vorlese, deshalb finde ich kommt es nicht drauf an ob ich den weitschicke oder danach weitererzähle..//
    • Blutgruppe 09.11.2015 06:19
      Highlight Highlight Und wie fändest du es, wenn das jemand mit deinen privaten Nachrichten machen würde?
      Ich finde, man kann es eben nicht gleichsetzen. Ein Screenshot isch nicht zuletzt auch ein File, welches schnell und einfach weiterverbreitet werden kann. Eine Erzählung ist flüchtig. Ausserdem nie eins zu eins. Oder würdest du sagen, eine Tonaufnahme eines Gesprächs ist das selbe wie eine Nacherzählung (so als Vergleich)?
      Bin ein bisschen schockiert über die vielen (Frauen-)Meinungen, laut denen dies selbstverständlich und ganz normal zu sein scheint.

    • farrah 09.11.2015 08:00
      Highlight Highlight @blutgruppe, ich fände das okey würden diese weitergeschickt werden! wenn es was wäre was niemand sonst erfahren dürfte oder meinen innigsten geheimnissen entsprechen würde dann würde ich das auch nicht über whatsapp mitteilen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madison Pierce 08.11.2015 18:40
    Highlight Highlight Noch mehr als der Vertrauensmissbrauch schockiert mich, auf welchem Niveau sich manche erwachsene Menschen unterhalten. :)

    Aber Chats oder Mails weiter schicken geht gar nicht. Natürlich fragt man einen Freund oder Freundin mal um Rat zu der Beziehung zu einer Person. Dabei 1:1 aus privater Kommunikation zu zitieren verbietet der Anstand.
  • Na 08.11.2015 18:34
    Highlight Highlight Ich bin gerade total überrascht und auch etwas ungläubig über diesen Bericht. Auch dass es anscheinend bei 60% der Teilnehmenden an der Umfrage ein "natürliches" Verhalten ist, verwundert mich.

    Eine Frage habe ich an die "screenshotenden" Personen; wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr erfahren würdet, dass euer/eure Gesprächspartner/in das gemeinsame Gespräch weiterleiten würde?
    • Pinga 09.11.2015 00:42
      Highlight Highlight Zu deiner Frage, solange er/sie das nur seiner besten Freundin/bestem Freund gegenüber zeigt, sowie intime Details rausstreicht wäre das ok für mich. Geht ja meist um den Anfang (oder eben nicht-Anfang) einer Beziehung, da gibts selten Geheimnisse sondern eher das erwähnte 'ok' zum deuten.
  • Ani_A 08.11.2015 16:30
    Highlight Highlight Wow, das Resultat hätte ich in der Umfrage nicht erwartet! In meinem Freundeskreis ist dieses Vorgehen ebenfalls gang und gäbe.

    Heikel wird es vor allem, wenn ich für meine (falschen) Ratschläge auch zur Verantwortung gezogen werde^^
  • Maria B. 08.11.2015 16:11
    Highlight Highlight Da fühl' ich mich nicht wirklich angesprochen - solche Gewohnheiten sind mir doch etwas zu tussig - vielleicht ist es aber bloss auch eine reine Alters- und Reifefrage :-)!
    • Bijouxly 09.11.2015 08:06
      Highlight Highlight ich finde, das hat überhaupt nichts mit tussig zu tun. es ist ja nicht so, dass man ganze chats schickt, auf einem solchen screenshot sind vielleicht 3-5 nachrichten drauf. da zu fragen "was soll ich dazu jetzt schreiben?" hat überhaupt nichts tussiges oder unreifes an sich. auch ich tue das manchmal, schlicht weil jemand aussenstehendes das ganze objektiver beurteilen kann. es geht ja nicht nur um konversationen mit männern, das wird hier einfach sehr einseitig dargstellt.

Dubai hat Gleichstellungs-Awards vergeben – rate mal, was fehlte 🤔

Es gibt noch viel zu tun bei der Gleichstellung der Geschlechter. Das sagt sich so schön hier von der Schweiz aus – und es stimmt ja auch: Lohngleichheit oder angemessene Vertretung in Führungspositionen zum Beispiel sind Dinge, die bei uns noch im Argen liegen.

Auf einer ganz anderen Stufe bewegt sich da Dubai. Dort zieht sich die Benachteiligung der Frau durch alle gesellschaftlichen und rechtlichen Ebenen. 

Vielleicht also nicht die beste Adresse, um einen Preis für «Gender Balance» zu …

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