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Das unter Druck stehende Online-Portal Gawker hat Peter Thiel (r.) einen offenen Brief geschrieben. screenshot: gawker

«Widerwärtige Presse schützen»: Ebay-Gründer mischt sich in Rechtsstreit mit Hulk Hogan

In den Millionen-Streit zwischen dem US-Wrestler Hulk Hogan und dem Online-Portal Gawker hat sich ein weiterer Silicon-Valley-Milliardär eingeschaltet.



Ebay-Gründer Pierre Omidyar will Unterstützung aus der Medienbranche für Gawker zusammentrommeln.

Das amerikanische Online-Portal ist wegen einer von Silicon-Valley-Milliardär Peter Thiel unterstützten Klage von Hulk Hogan in seiner Existenz bedroht.

Die Idee sei, dass sich andere Unternehmen in dem Rechtsstreit und in einem Berufungsverfahren mit Briefen an das Gericht wenden, sagte die Chefjuristin von Omidyars Firma First Look, Lynn Oberlander, der «New York Post» am Wochenende.

Zuletzt hatte unter anderem Apple auf diese Weise Unterstützer wie andere Tech-Konzerne und Bürgerrechtler als «Freunde des Gerichts» in seinem Streit mit dem FBI um das Entsperren von iPhones zu Wort kommen lassen.

EBay founder and chairman Pierre Omidyar enters the courthouse to testify in the eBay versus Craigslist trial at the Chancery Court in Georgetown, Delaware in this file photo from December 7, 2009. Omidyar has become the latest self-made tech baron to plunge into the struggling news industry - hot on the heels of Amazon.com Inc  founder Jeff Bezos, who just paid $250 million for the Washington Post. REUTERS/Tim Shaffer/Files (UNITED STATES BUSINESS) - RTX14F8V

Ebay-Gründer Pierre Omidyar (Archivbild von 2009).
Bild: Tim Shaffer/Reuters

Wegen Sex-Video

Hogan hatte wegen der Veröffentlichung von Fragmenten aus einem Sex-Video 140 Millionen Dollar von Geschworenen zugesprochen bekommen. Die Summe könnte Gawker aus dem Geschäft drängen oder zum Verkauf zwingen.

Vergangene Woche wurde bekannt, dass Thiel die Anwaltskosten von Hogan finanziert hatte. Der Gawker-Blog «Valleywag» hatte 2007 von Thiels Homosexualität berichtet, als dies nur einem kleineren Kreis bekannt gewesen war.

Krieg der Milliardäre

Der 48-jährige Omidyar wurde mit dem Börsengang von Ebay 1998 zum Milliardär. Er gründete die Medienfirma First Look nach den Enthüllungen von Edward Snowden über die ausufernde Überwachung durch amerikanische und britische Geheimdienste.

Zu First Look gehört die Website The Intercept, bei der Journalisten um Glenn Greenwald die von Snowden mitgenommenen Papiere des US-Abhördienstes NSA auswerten.

Thiel legte den Grundstein für sein Milliardenvermögen mit dem Verkauf des von ihm mitgegründeten Bezahldienstes PayPal an Ebay im Jahr 2002. Danach investierte er frühzeitig – und entsprechend profitabel – in Facebook, wo er heute noch im Verwaltungsrat sitzt.

Zuletzt trat Thiel als Unterstützer des umstrittenen republikanischen Präsidentschaftsanwärters Donald Trump in Erscheinung, der für viele im Silicon Valley ein rotes Tuch ist.

«Selbst widerwärtige Presse schützen»

Omidyar schrieb bei Twitter, es gebe kein «böses Blut» zwischen Thiel und ihm. Sie hätten sich nie getroffen, er respektiere Thiels Erfolge als Risikoinvestor, aber sei offensichtlich anderer Meinung, was Trump und die Medien angehe.

Man müsse «selbst widerwärtige Presse» schützen, schrieb der Ebay-Gründer. Die Gawker-Blogs wie das inzwischen zum zweiten Mal eingestellte «Valleywag» hatten viele im Silicon Valley mit Berichten, die die Privatsphäre verletzten, gegen sich aufgebracht.

(sda/dpa)

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