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Hertz verkauft ein Drittel seiner Elektroautos und kauft neue Verbrenner

epa11054008 Tesla drivers recharge their vehicles at a Tesla Supercharger Station in Springfield, Virginia, USA, 02 January 2024. Though EV sales grew at a slower pace toward the end of 2023, a record ...
Elektroautos sind nicht mehr Hertz' Sache.Bild: keystone

Autovermieter Hertz verkauft ein Drittel seiner Elektroautos und kauft neue Verbrenner

15.01.2024, 08:3615.01.2024, 11:27
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Der Autovermieter Hertz will ein Drittel seiner weltweiten Elektroauto-Flotte verkaufen - und den Erlös zum Teil in den Kauf von Verbrennern stecken. Man wolle damit das Angebot an die Nachfrage anpassen, teilte Hertz am Donnerstag mit. Verkauft werden im Laufe des Jahres 20'000 Elektrofahrzeuge verschiedener Hersteller in den USA. Hertz nimmt dafür eine zusätzliche Abschreibung von 245 Millionen Dollar in Kauf, verweist aber darauf, dass der operative Gewinn durch den Umstieg steigen werde.

Hertz hatte im Herbst 2021 angekündigt, 100'000 Teslas zu kaufen. Danach wurde mitgeteilt, dass 175'000 Elektroautos bei General Motors und 65'000 bei Polestar bestellt werden sollen. Doch im vergangenen Jahr zeigte sich der Autovermieter dann ernüchtert und wollte den Anteil von Elektroautos langsamer ausbauen.

Hertz verwies unter anderem darauf, dass wiederholte Preissenkungen von Tesla auch den Wiederverkaufswert von Flotten-Fahrzeugen gesenkt hätten. Zum anderen seien Schadensreparaturen bei Elektroautos in etwa doppelt so teuer wie bei Verbrennern, hiess es damals.

Hertz-Chef Stephen Scherr sagte nun dem Finanzdienst Bloomberg, es haben sich als schwieriger als erwartet herausgestellt, die höheren Kosten rund um den Betrieb von Elektroautos zu drücken. In Zukunft werde Hertz aufmerksam die Nachfrage beobachten, bevor man entscheide, mehr Elektrofahrzeuge zu kaufen.

(sda/awp/dpa)

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142 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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JabbaThaHutt
15.01.2024 09:35registriert März 2023
Ich bin in einem fremden Land und unternehme da eine 1 oder 2wöchtige Rundreise mit einem Mietauto. Will ich mir nun die Mühe machen, dauernd auf der Hut zu sein und E-Ladestationen zu suchen oder will ich meine Ferien geniessen? Also nehme ich logischerweise einen Verbrenner, denn Tankstellen hat es überall, in jedem noch so kleinen Kaff. Und nein, hat nichts mit "musst halt im voraus besser planen" zu tun, es ist in den meisten Ländern immer noch unmöglich eine "normale" Strecke zu planen wo man alle paar 100km eine E-Ladestation hat. Tankstellen für Verbrenner dagegen hat es überall.
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Katerchen
15.01.2024 09:31registriert März 2023
"Zum anderen seien Schadensreparaturen bei Elektroautos in etwa doppelt so teuer wie bei Verbrennern, hiess es damals."
Und ich dachte der Unterhalt der viel günstiger sei beim Akkufahrzeug sei eines der Argumente mit denen man die teuren Fahrzeuge an den Mann bringen wolle?
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Snowy
15.01.2024 08:53registriert April 2016
Im Unterhalt - gerade in den ersten zwei Betriebsjahren - (und länger hält eine Autovermietung ein Auto ohnehin nicht) sind Elektroautos unschlagbar bez Unterhaltskosten. Kenne niemanden, der in den ersten zwei Jahren mehr als Scheibenwischer-Wasser in sein E- Auto investiert hat - meistens sogar die ersten 6 Jahre. Dinge wie Jahreskontrolle, Ölwechsel etc entfallen komplett und auch die Bremsen leiden weniger.

Und warum Schäden teurer zu reparieren sein sollen, erschliesst sich mir als Elektroauto Fahrer (Tesla Model S) ebenfalls nicht.

Hier wären etwas mehr Informationen wünschenswert.
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