Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Nein, leckere Burger aus dem 3D-Drucker gibt es noch nicht. Mit Betonung auf noch. bild: shutterstock

10 geniale Dinge aus dem 3D-Drucker, die unsere Welt besser machen

Präsentiert von

Markenlogo

Das Herz aus dem 3D-Drucker

abspielen

Video: srf

2017 gelang ETH-Forschern eine Weltpremiere: Sie stellten mittels 3D-Druck ein funktionsfähiges Herz aus Silikon her. Das künstliche Herz hält allerdings nur etwa 30 bis 40 Minuten bzw. für rund 3000 Schläge. Danach kommt es zu Rissbildungen. Das Herz aus dem 3D-Drucker stellt somit erst einen Machbarkeitsbeweis dar, es ist aber bei weitem noch nicht stabil genug, um es Menschen einsetzen zu können. 

Trotzdem: Künftig könnten langlebigere Herzen aus dem 3D-Drucker Menschen das Leben retten, indem sie die Zeit bis zur Transplantation eines echten Herzes überbrücken. Bis dahin ist es jedoch noch ein langer Weg.

abspielen

Dieses Kunstherz imitiert ein menschliches Herz für etwa 30 bis 40 Minuten. Video: YouTube/ETH Zürich

Inzwischen ist die Forschung gar ein Stück weiter, um komplexe Organe wie ein menschliches Herz oder Blutgefässe zu drucken: Einer Biotechnologie-Firma aus Chicago ist es gelungen, menschliches Herzgewebe im 3D-Drucker zu drucken. Das Verfahren könnte dereinst zur Behandlung von Herzerkrankungen genutzt werden.

Gleich geht's weiter mit den genialen Dingen aus dem 3D-Drucker, vorher ein kurzer Hinweis:

Wachsen Knochen bald auf Knopfdruck?

>> Ja, hier.
Wir haben ein 3D-Druckverfahren entwickelt, das Knochen passgenau für jeden Menschen herstellt. Mühselige Anpassungen und Nachoperationen erübrigen sich dadurch. Melde dich jetzt an für unseren Info-Abend am 28. November 2018 und lerne Bachelor-Studiengänge kennen, die die Welt verbessern.

Und nun zurück zur Story ...

ETH druckt Herzpumpe mit 3D-Drucker

Zwar lässt sich heute von Lebensmitteln über Hautgewebe bis Beton fast alles drucken, aber im Bereich des 3D-Drucks von Magneten steckt die Forschung noch in den Kinderschuhen.

Der 26-jährige ETH-Doktorand Kai von Petersdorff-Campen hat nun ein neues Verfahren entwickelt, um selbst magnethaltige Produkte schnell per 3D-Druck herzustellen. Dabei wird Magnetpulver direkt in den Plastik eingedruckt. Petersdorff-Campen hat dies anhand einer magnetischen Herzpumpe aus dem 3D-Drucker demonstriert.

Bild

Der Querschnitt einer 3D-gedruckten Herzpumpe mit den dunkelgrauen Magneten.  bild: Kai von Petersdorff-Campen / ETH Zürich

Was für Laien wenig spektakulär klingen mag, könnte ein wichtiger Durchbruch sein, denn Magnete sind nicht nur in medizinischen Geräten zu finden, sie befinden sich auch in Elektromotoren, die in vielen Alltagsgeräten enthalten sind: Von der PC-Festplatte über Lautsprecher bis zur Mikrowelle. Das Potenzial des 3D-Drucks von magnetischen Teilen sei daher gross, schreibt die ETH.

Die Herzpumpe ist nur ein Anwendungsbeispiel für das neuartige 3D-Druckverfahren. «Mein Ziel war nicht, eine gute Herzpumpe herzustellen, sondern das Prinzip aufzuzeigen, wie sie in einem einzigen Arbeitsschritt hergestellt werden kann», sagt der Jungforscher. Mit dem neuen Verfahren besteht die Hoffnung, dass künftig diverse magnethaltige Produkte aus dem 3D-Drucker möglich werden.

abspielen

ETH-Doktorand Kai von Petersdorff-Campen erklärt sein neues 3D-Druckverfahren im Video.  Video: YouTube/pdz zurich

3D-gedruckte Prothesen für Entwicklungsländer

Weltweit leben geschätzt 20 Millionen Menschen mit Amputationen, viele davon in Entwicklungsländern. Teure Prothesen werden oft in aufwändiger Handarbeit hergestellt. Einerseits sind solche Prothesen für arme Menschen unerschwinglich, andererseits mangelt es in Entwicklungsländern an Profis, die das entsprechende Know-how haben. Neue Hoffnung für Millionen Menschen gibt es in Form von günstigen Prothesen aus dem 3D-Drucker.

Entwickelt wurden die 3D-Drucker-Prothesen von Christopher Hutchinson, der in Genf aufgewachsen ist und selbst eine Beinprothese trägt. Im Video erklärt er, wie Prothesen auch in Entwicklungsländern per 3D-Druck hergestellt werden könnten.

Ein Bein entsteht im Drucker

abspielen

Video: srf/SDA SRF

6-Jähriger bekommt Hände aus dem 3D-Drucker

2015 wandte sich Julie Abraham aus Kentucky mit einer speziellen Bitte an die Universität in Louisville: Eine «Roboterhand» für ihren Enkel Lucas, der mit einer missgebildeten rechten Hand geboren wurde. Sie hatte gehört, wie der damals sechsjährige Junge zu seiner Mutter sagte: «Mama, wann werde ich endlich eine Roboterhand bekommen?»

Die Studenten liessen sich nicht zweimal bitten und stellten per 3D-Drucker gleich drei Handprothesen für den Jungen her. Lucas habe binnen Minuten gelernt, mit der neuen Hand einen Ball zu greifen, sagte Gina Bertocci, Professorin für Biotechnologie an der Universität. Unterstützung hatten die Studenten von der Gruppe «Enabling The Future», die sich auf das Entwickeln und Drucken von Prothesen spezialisiert hat. Jede der so gedruckten Prothesen kostet gerade mal 50 Franken.

Bild

«Das ist das beste Geschenk, das ich jemals bekommen habe», sagte der kleine Lucas Abraham.
screenshot: wlky

«Sie sind wirklich cool. Ich liebe sie», zitierten lokale US-Medien den Jungen, als er die gedruckten Prothesen ausprobieren konnte. Und sein Vater meinte: «Alles, was er greifen kann, will er jetzt auch greifen.» Lucas habe sich zwar immer zu helfen gewusst, aber jetzt habe er ein neues Werkzeug für Handgriffe, die für andere selbstverständlich seien.

Der tragbare 3D-Hautdrucker

3D-Bioprinter können Haut drucken, allerdings sind die Geräte teuer, langsam und sperrig. Kanadische Forscher haben nun einen tragbaren 3D-Hautdrucker entwickelt, der innerhalb von zwei Minuten Gewebe an Ort und Stelle bildet und so die Behandlung von Verbrennungen revolutionieren könnte.

Animiertes GIF GIF abspielen

Der portable 3D-Bioprinter soll dereinst Verbrennungsopfern schnell helfen können.  gif: giphy

Auch hier gilt: Bis der 3D-Hautdrucker im Alltag von Ärzten eingesetzt werden kann, könnten noch Jahre vergehen. Vor der Zulassung müssen diverse klinische Studien durchgeführt werden.

Dackel überlebt Hirntumor dank Titanschädelkappe aus 3D-Drucker

Bild

Dackel Patches hatte einen grossen Tumor im Kopf. Die Rettung kam aus dem 3D-Drucker.  bild: THE CANADIAN PRESS

Der neunjährige Dackel Patches hatte einen Gehirntumor von der Grösse einer Orange. Um den Tumor zu entfernen, mussten rund 70 Prozent des Schädels entfernt werden. Vor der Operation wurde ein CT-Scan (Computertomographie) gemacht, der Schnittbilder des Schädels berechnet. Ein kanadisches Team aus mehreren Tierärzten und Software-Ingenieuren konnte so den Tumor und die krankheitsbefallenen Teile des Hundeschädels identifizieren und eine massgeschneiderte Schädelkappe aus Titan für den Hund herstellen.

Bild

Die Schädelkappe aus Titan wurde von einer spezialisierten Firma im 3D-Druckverfahren hergestellt. bild: the canadian press

Die erfolgreiche Operation dauerte vier Stunden. Die Ärzte hoffen nun, dass die gewonnenen Erfahrungen helfen, die 3D-Druckmethode auf Menschen zu adaptieren.

Gesichtsimplantate für Unfallopfer können schnell im Spital gedruckt werden

Bild

3D-Druck von Implantaten direkt in Spitälern hilft den Unfallopfern – und senkt Kosten.  bild: Stratasys

Früher mussten extern bestellte Implantate im Operationssaal von Hand zugeschnitten und geformt werden. Heute kommen sie im Universitätsspital Basel zeitnah aus dem eigenen 3D-Drucker-Labor.

Die Chirurgen konnten dank Schablonen aus dem 3D-Drucker das Risiko für Komplikationen bei komplexen Kiefer-Gesichts-Operationen senken, die Operationszeiten verkürzen und somit auch Kosten sparen. Die Rede ist von Einsparungen von bis zu 2000 Franken pro gesichtschirurgischer Operation. «Der Zugriff auf On-Demand-3D-Druck hat unsere Arbeitsweise revolutioniert, insbesondere bei Patienten mit schweren Gesichtsschädelverletzungen», wird ein Arzt des Universitätsspitals zitiert.

Nachhaltigere Gebäude aus dem 3D-Drucker

Bild

Die Decke aus dem 3D-Drucker benötigt weit weniger Material als herkömmliche Decken. bild: video: youtube/eth zürich

In Dübendorf bei Zürich entsteht unter Leitung der ETH ein Haus, das auf mehreren neuartigen Bautechnologien beruht: Roboter und 3D-Drucker produzieren Mauern, Geschossdecken und bauen Holzbauelemente zusammen. So wird etwa die Schalung der Geschossdecke mithilfe grossformatigen 3D-Sanddrucks hergestellt. Damit ist es möglich, komplexe Formen oder Aushöhlungen zu gestalten, die mit normalen Fertigungsmethoden nicht möglich wären. 

So entstehen leichte und trotzdem stabile Deckenelemente im 3D-Drucker

abspielen

Die smarte Decke der ETH kombiniert die bautechnischen Stärken von Beton mit den flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten des 3D-Drucks. Video: YouTube/ETH Zürich

Diese neuen digitalen Technologien im Hausbau seien insgesamt nachhaltiger, effizienter und böten gestalterisch völlig neue Möglichkeiten, sagt die ETH.

3D-Drucker verwandelt Plastikmüll in Parkbank

Bild

Mithilfe eines 3D-Druckers wird aus Plastikmüll eine Parkbank. bild: The New Raw

Die Initiative «Print Your City!» hat sich zum Ziel gesetzt, Plastikmüll in die Form von Parkbänken zu giessen – natürlich mithilfe von 3D-Druckern. Hinter dem Projekt steht ein holländisches Architekten- und Designer-Duo. 

Bild

bild: facebook/printyourcity

Der jährliche Plastikabfall von drei niederländischen Einwohnern reiche, um eine grosse Kunststoffbank drucken zu können, sagen die Erfinder der Recycling-Bank. Die speziellen Sitzgelegenheiten werden aus recycelten Kunststoff-Pellets gedruckt. Sie sollen bei der Bevölkerung nicht zuletzt das Bewusstsein für die Umwelt stärken, hoffen die Erfinder.

So werden die Recycling-Bänke gedruckt

abspielen

Video: Vimeo/The New Raw

Astronauten drucken ihre Ersatzteile und Werkzeuge im All

Bild

Die europäische Weltraumorganisation ESA hat diesen 3D-Drucker für den Einsatz in der Schwerelosigkeit entwickeln lassen. bild: via 3druck

Die NASA hat eine Refabricator genannte Maschine entwickelt, die künftig nicht nur auf Raumstationen oder Weltraumreisen benötigte Teile und Werkzeug drucken kann, sondern auch wiederverwertbare Kunststoffmaterialien für den 3D-Druck recycelt.

Bild

3D-Druck mit Recycling kombinieren, dies funktioniert auch im All. bild: via 3druck

Der Platz auf Raumstationen und insbesondere in Raumschiffen ist knapp und Versorgungslieferungen sind teuer, daher macht es Sinn, wenn die Astronauten benötigte Ersatzteile vor Ort drucken können.

Sollen Raumschiffe die Erdumlaufbahn verlassen, wird es nicht mehr möglich sein, Ersatzteile oder Werkzeug für alles an Bord dabei zu haben. «Der Refabricator wird einer der Schlüssel für ein nachhaltiges Logistikmodell für die Produktion, das Recycling und die Wiederverwendung von Teilen und Abfallmaterial im All sein», sagt die NASA.

Bioprinting: Der gedruckte Mensch.

Lebende Blutgefässe, Haut und Organe aus dem 3D-Drucker? Noch ist das Zukunftsmusik. Doch wir forschen bereits heute daran. Erfahre mehr zu unseren Studiengängen im Schnittpunkt von Natur, Technik, Medizin und Umwelt am Info-Abend am 28. November 2018.

Passend dazu: Science Porn!

Das ist der Querschnitt einer Nabelschnur – und 17 weitere Bilder zum Staunen

Link zum Artikel

19 Bilder und GIFs mit geilem Science Porn für Natur-Fetischisten

Link zum Artikel

17 GIFs & Bilder mit geilem Science Porn für den spitzen Wissenschaftler in dir

Link zum Artikel

Jetzt geht's an die Eier! 19 Bilder & GIFs für geilen Science Porn

Link zum Artikel

Jep, das ist ein Foto eines einzelnen Atoms. Es ist Zeit für geilen Science Porn!

Link zum Artikel

Science Porn! 21 Bilder, die beweisen, dass Wissenschaft auch ein bisschen geil macht

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Neue ETH-Studie zeigt: So simpel lässt sich der Klimawandel stoppen (eigentlich)

Bäume speichern riesige Mengen CO2. Das Crowther Lab der ETH Zürich forscht an naturbasierten Lösungen für den Klimawandel und hat nun im Fachblatt «Science» eine beeindruckende Berechnung präsentiert.

Es läuft harzig. Die Versuche der Menschheit, weniger CO2 auszustossen, fruchten nicht. Jahr um Jahr werden global mehr Treibhausgase ausgestossen. Umso stärker setzt die Welt ihre Hoffnungen in die Speicherung von CO2. Riesige Pumpen sollen das Gas aus der Luft filtern und im Boden verlochen, so die Zukunftsträume. Aber nicht nur ist der Effekt verschwindend klein, auch die Speicherung funktioniert noch nirgends.

Nun soll uns der Wald retten. Und in der Theorie könnte er das tatsächlich. Das …

Artikel lesen
Link zum Artikel