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epa06002716 A view of destruction a day after a suicide bomb attack near foreign embassies in Kabul, Afghanistan, 01 June 2017. At least 90 people were killed and more than 350 were wounded in a suicide bomb attack in Kabul's diplomatic area on 31 May. The German Embassy in the area was severely damaged in the attack, other affected buildings included banks, telecom and media offices, reports say.  EPA/HEDAYATULLAH AMID

Am 31. Mai 2017 gab's in Kabul bereits ein Selbstmordattentat auf die Botschaft.  Bild: HEDAYATULLAH AMID/EPA/KEYSTONE

Mindestens sechs Tote bei Anschlag auf schiitische Moschee in Kabul



Bei einem Anschlag von zwei Selbstmordattentätern auf eine Schiiten-Moschee in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens sechs Menschen getötet und acht verletzt worden. Das sagte Kabuls Polizeisprecher Basir Mudschahid am späten Donnerstagabend.

Unter den Toten seien drei Zivilisten und ein Polizist. Auch die beiden Angreifer seien ums Leben gekommen, hiess es weiter.

Wer hinter dem Anschlag steckt, blieb zunächst unklar. Die radikal-islamischen Taliban erklärten auf Twitter, sie seien es nicht gewesen.

Zu einem ähnlichen Angriff auf eine schiitische Moschee in Kabul hatte sich im November die Terrormiliz «Islamischer Staat (IS)» bekannt. Damals waren um die 30 Menschen getötet und rund 80 verletzt worden.

Die sunnitischen Fanatiker vom sogenannten «Islamischen Staat (IS)» haben in diesem Jahr einige der blutigsten Angriffe in Kabul für sich reklamiert, unter anderem eine siebenstündige Schiesserei in einem Militärspital mit mindestens 49 Toten und ein Selbstmordattentat vor einem Gericht mit mindestens 22 Toten.

Widersprüchliche Angaben

Der Angriff begann um kurz nach 21 Uhr (Ortszeit). Schilderungen des Hergangs blieben zunächst widersprüchlich. Polizeisprecher Mudschahid sagte, die beiden Attentäter hätten versucht, in die Moschee einzudringen, seien aber der Polizei aufgefallen. Es habe eine Schiesserei gegeben, und die Angreifer seien in die Küche der Moschee geflohen. Dort hätten sie sich in die Luft gesprengt.

Nach einer anderen Schilderung von Sicherheitskräften sprengte sich einer der Täter am Tor der Moschee in die Luft, der andere wurde in der Küche erschossen. Der Sprecher des Innenministeriums, Nadschib Danisch, sagte, beide Attentäter seien von der Polizei erschossen worden. Das erklärt aber nicht die laute Explosion.

Mitten im Ramadan

Es wird vermutet, dass die Moschee im Schiiten-Viertel Dascht-e Bartschi im Südwesten der Stadt an diesem Abend besonders voll war, weil der 21. Tag des heiligen Fastenmonats Ramadan für Schiiten ein hoher Feiertag ist.

Bilder auf Internetkanälen (social media) zeigten das raucherfüllte Innere einer mit roten Teppichen ausgelegten Moschee. Abgesprengte Wand- oder Deckenfliesen lagen zwischen Scherben und Putzbrocken.

Es war der neunte grosse Anschlag in der afghanischen Hauptstadt seit Jahresbeginn. Hunderte Zivilisten wurden getötet und verletzt. Erst Anfang Juni waren bei zwei schweren Anschlägen und blutigen Demonstrationen für mehr Sicherheit im Land innerhalb von vier Tagen rund 180 Menschen getötet und mehr als 600 verletzt worden. (sda/dpa)

Kunduz

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kubod 16.06.2017 03:33
    Highlight Highlight Hmm. Der Kampf der Shia gegen die Sunniten.
    Seit der Aufteilung des eh schon aggressiv auf Landgewinnung ausgerichteten Islam.
    Seit etwa 1600 Jahren.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Shia_Islam

    Kein Weltkrieg und kein Golfkrieg haben dagegen was auszurichten.
    Dieser Krieg wird solange dauern, bis jemand weltweit den Koran und seine Hasspredigt verbietet und für mindestens zwei Generationen in den Giftschrank schliesst.
    • Datsyuk * 16.06.2017 06:34
      Highlight Highlight Dank Hetzern wie dir dreht sich die Spirale auch weiter.
    • Kubod 23.06.2017 21:09
      Highlight Highlight @Datsyuk
      Da verdrehst Du Ursache und Wirkung.
      Meine Feststellung dessen was ist, ist nicht die Ursache für das Schreckliche.
      Mir fällt auf, dass viele Moslems so ticken, dass sie Ursache und Wirkung verwechseln, um als Opfer zu gelten und die Schwachköpfe in den Gastgebieten von der eigenen Niedlichkeit zu überzeugen.

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