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Foreign Minister of the Central African Republic Charles Armel Doubane, right, and Armel Mingatoloum Sayo head of the Revolution and Justice militia shake hands after signing the Political Agreement for Peace in the Central African Republic at the Sant'Egidio headquarters in Rome, Monday, June 19, 2017. Members of 13 Central African Republic's militant groups signed a preliminary agreement to stop the civil war, reaffirm the unity of the country, and the respect of human and civil rights. (AP Photo/Domenico Stinellis)

Gestern hatten Aussenminister Charles Armel Doubane (rechts) und Millizenführer Armel Mingatoloum Sayo die Waffenruhe erklärt. Bild: Domenico Stinellis/AP/KEYSTONE

Waffenruhe in Zentralafrika hält keine 24 Stunden



Nur einen Tag nach der Einigung auf eine Waffenruhe in Zentralafrika sind bei Kämpfen mindestens 40 Menschen getötet worden. Die Gefechte ereigneten sich am Dienstag in der Stadt Bria im Zentrum des Landes, wie eine Hilfsorganisation und Sicherheitskreise mitteilten.

Demnach standen sich Mitglieder der prochristlichen Anti-Balaka-Miliz und der früheren muslimischen Rebellengruppe Séléka gegenüber. Am Montag hatten Regierung und Rebellen eine «sofortige Waffenruhe» vereinbart. Das Abkommen wurde nach fünftägigen Verhandlungen in Rom unterzeichnet.

Den bewaffneten Gruppierungen wird in dem Abkommen im Gegenzug für ein Ende von Angriffen und Blockaden die Möglichkeit einer politischen Beteiligung zugesprochen. Ihre Mitglieder sollen in die Streitkräfte des Landes aufgenommen werden.

Die Zentralafrikanische Republik ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Séléka-Rebellen hatten im Jahr 2013 nach dem Sturz von Präsident François Bozizé die Macht im Land übernommen. Das Land war durch den Sturz des Präsidenten in eine Spirale der Gewalt zwischen christlichen und muslimischen Milizen gestürzt worden.

Bei Massakern wurden tausende Menschen getötet, hunderttausende weitere wurden in die Flucht getrieben. Erst eine internationale Intervention unter Führung der früheren Kolonialmacht Frankreich Anfang 2014 beendete die Gewalt. Doch trotz der Präsenz von 12'500 UNO-Soldaten befinden sich grosse Teile des Landes unter der Kontrolle bewaffneter Gruppen. (sda/afp)

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