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Afghanistan-Konferenz in Teheran: Inklusive Regierung und humanitäre Hilfe gefordert

27.10.2021, 15:4627.10.2021, 15:47
Teheran, 26. Oktober 2021: Der iranische Aussenminister Hossein Amir-Abdoulahian (rechts) begrüsste den pakistanischen Aussenminister Shah Mahmood Qureshi (links) zur Afghanistan-Konferenz.
Teheran, 26. Oktober 2021: Der iranische Aussenminister Hossein Amir-Abdoulahian (rechts) begrüsste den pakistanischen Aussenminister Shah Mahmood Qureshi (links) zur Afghanistan-Konferenz.Bild: keystone

Bei einer Konferenz in Teheran über die politische Zukunft Afghanistans haben sich die Aussenminister Irans, Pakistans, Tadschikistans, Turkmenistans und Usbekistans – alles Nachbarländer Afghanistans – beraten. Per Videokonferenz waren offiziellen Angaben zufolge auch die Chefdiplomaten Chinas und Russlands sowie UN-Generalsekretär Antonio Guterres zugeschaltet.

Alle anwesenden Politiker hielten eine öffentliche Ansprache, bevor sie sich zu einer privaten Sitzung zurückzogen, um sich auf eine gemeinsame Erklärung zu einigen.

Der iranische Vize-Präsident Mohammed Mokhber sagt in seiner Eröffnungsansprache, dass die «Niederlage der amerikanischen Politik» in Afghanistan nicht bedeute, dass die Vereinigten Staaten ihre «zerstörerischen» Handlungen in der gesamten Region aufgeben würden. So bezeichnete Mokhber die IS als «Stellvertreter der USA in der Region», die nun einen Bürgerkrieg in Afghanistan anzettelten.

Chinas Aussenminnister Wang Yi und der iranische Aussenminister Hossein Amirabdollahian forderten die USA auf, ihre einseitigen Sanktionen gegen Afghanistan aufzuheben, da die schwächelnde afghanische Wirtschaft umfassende Unterstützung benötige.

Inklusive Regierung und humanitäre Hilfe gefordert

Bei den Ansprachen wurde mehrfach betont, dass die Taliban-Regierung in der Region erst anerkannt werden könne, wenn eine inklusive Regierung in Afghanistan gebildet sei. Und dazu bräuchte es gemeinsame Anstrengungen der Nachbarländer.

Die Teilnehmer sprachen sich ausserdem für humanitäre Hilfe für die Bevölkerung aus, von der bis zum nächsten Jahr bis zu 90 Prozent unter die Armutsgrenze fallen könnten, wenn die derzeitige Situation anhält.

Bereits im Vorfeld der Konferenz twitterte Aussenamtssprecher Said Chatibsadeh, dass es in erste Linie darum gehe, dass alle politischen Gruppierungen an der politischen Zukunft Afghanistans beteiligt seien. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten sämtliche Nachbarstaaten Afghanistans konstruktiv zusammenarbeiten. Gleichzeitig solle jegliche ausländische Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes vermieden werden:

(yam/sda/dpa)

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