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Umwelt

So soll der Mount Everest «grüner» werden

So soll der Mount Everest «grüner» werden

13.05.2022, 08:5413.05.2022, 18:09
FILE - In this May 16, 2020, file photo released by Xinhua News Agency, Chinese surveyors hike toward a higher spot from the base camp on Mount Qomolangma at an altitude of 5,200 meters. China has ope ...
Der Mount Everest ist zum Touristenziel geworden.Bild: keystone

Wird der Tourismus auf den Mount Everest nachhaltiger? Mindestens zwei Expeditionsfirmen nutzen dieses Jahr erstmals vorwiegend Solarpanels im Basislager des welthöchsten Berges für ihren Strom.

Eine österreichische und eine nepalesische Firma brachten dazu je 16 Solarpanels auf den Berg. Damit decke man den Strombedarf für Küche, Eigenbedarf der Expeditionsteilnehmer, Kommunikation und Laden von Ausrüstung, sagte Lukas Furtenbach, Geschäftsführer der österreichischen Firma Furtenbach Adventures. Von der nepalesischen Firma Everest Exped hiess es, dass man neben den Panels für Schlechtwetterzeiten noch einen Generator dabei habe.

Bislang nutzen die meisten Expeditionsfirmen Generatoren als Hauptenergiequelle. Furtenbach sagt, bei den Solarpanels sei die CO2-Bilanz besser. Vieles sei früher an den hohen Bergen nicht richtig gemacht worden, heisst es auf der Internetseite des Unternehmens. «Es ist jetzt allerhöchste Zeit, es besser zu machen und Fehler und Umweltsünden vergangener Generationen nicht gedankenlos fortzusetzen, sondern auszumerzen und darüber hinaus auch zu kompensieren und wiedergutzumachen, also auch den Müll vergangener Expeditionen abzutransportieren und zu entsorgen.»

Die Firma Seven Summit Treks schliesslich wolle nun die von den Sherpas für verbreitete Rituale verwendeten bunten buddhistischen Gebetsfahnen, die auf den Bergen zurückgelassen werden, durch biologisch abbaubare ersetzen. Die Flaggen wieder mitnehmen könne man nicht so einfach – sie seien eine religiöse Gabe an die Götter, um sicher auf den Berg zu kommen, sagte Firmenchef Mingma Sherpa. (aeg/sda/dpa)

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SVP will PH-Abschaffung – und dafür eine Lehrer-Lehre: die Sonntagsnews
Am Zürcher Universitätsspital sind nach der Affäre um Herzchirurg Francesco Maisano weitere zehn potenziell problematische Fälle zu Interessenbindungen identifiziert worden. Das und mehr findet sich in den Sonntagsnews.
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