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Einer der Strände von Dhidhdhoo auf den Malediven. bild: google maps

Auf den Malediven darf man jetzt Küchenabfälle ins Meer werfen – die Sorge ist eine andere

Die Malediven stehen bei uns für Traumstrände und Inselromantik. Doch das Coronavirus hat auch die Inseln im Indischen Ozean erreicht – und auf einem Atoll darf man darum jetzt wieder Küchenabfälle ins Meer werfen. Die Sorge ist, dass es nicht dabei bleibt.



Auf dem nördlichsten Atoll (Verwaltungsbezirk) der Malediven, dem Haa Alif, hat das Coronavirus die Behörden zu einem ungewöhnlichen Schritt bewogen: Bis auf Weiteres dürfen die Bewohner wieder Küchenabfälle im Meer «entsorgen».

Das Atoll mit seinen rund 14'000 Einwohnern verteilt auf 15 bewohnten Inseln und dem Hauptort Dhidhdhoo liegt rund 300 Kilometer von der Hauptstadt Malé entfernt.

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Hier befindet sich Dhidhdhoo und das Haa Alif Atoll, rund 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt Malé. bild: google maps

>>> Hier geht es zum internationalen Corona-Ticker.

Gemäss der WHO wurden am Sonntag 137 Corona-Fälle auf den Malediven verzeichnet. Im Land ist das Reisen von Insel zu Insel aktuell untersagt. Transportiert werden nur Lebensmittel und andere wichtige Dinge. Zudem wird jedes Frachtschiff, das auf den Malediven ankommt, erst desinfiziert. Ausgangssperren herrschen auf den Inseln, auf welchen Verdachtsfälle vorliegen.

Da es auch einen Verdachtsfall auf dem Haa Alif Atoll gibt, informierte die Regierung, was die Bevölkerung zur Eindämmung sonst noch machen kann. So können alle, die nicht unter Quarantäne stehen und das Haus eh nicht verlassen dürfen, ihren natürlichen Abfall im Meer entsorgen – allerdings nur zwischen 6 und 7 Uhr morgens. Denn diese Küchenabfälle können aktuell nicht mehr von der Insel gebracht werden.

Auf einigen anderen Inseln ist das entsorgen von Küchenabfällen im Meer ebenfalls erlaubt, auch wenn die Regierung normalerweise zu Kompostanlagen rät. Auf jeden Fall sollte man seine Essenreste nicht am Strand, Hafen oder Bootsanlegestelle entsorgen, sondern nach dem Riff im Meer draussen. Weil Küchenabfälle können auch Haie und Mantarochen anlocken, womit viele Fischer schon heute zu kämpfen haben.

Jeder andere Abfall wie Plastik oder Aludosen dürfen weiterhin nicht im Meer entsorgt werden. Doch zum einen benötigen auch Dinge wie Kürbisse oder Wassermelonen- und Orangenschalen im Meer eine lange Zeit, um tatsächlich zu verrotten. Zum anderen nehmen es nicht alle Einwohner auf dem bei Touristen weniger bekannten Atoll sehr genau mit dem Mülltrennen. «Wir sind uns sicher, dass so auch anderer Müll wieder im Meer landet», sagt eine besorgte Bewohnerin zu watson. Obwohl für diesen die normalen Entsorgungsstellen weiterhin geöffnet hat.

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Ein Mantarochen im Meer des Haa Alif Atolls. Bei Tauchern beliebt, bei Fischern weniger. bild: shutterstock

Das Entsorgen von Küchenabfällen im Meer war auf dem Haa Alif Atoll bis 2013 erlaubt, aber weil damals zu viele Menschen auch anderen Abfall wie Glas, Plastik oder Aludosen ebenfalls im Meer entsorgten, wurde dies verboten. (fox)

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