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Vice President-elect Kamala Harris thanks nurse Patricia Cummings after she received the Moderna COVID-19 vaccine from Cummings, Tuesday Dec. 29, 2020, at United Medical Center in southeast Washington. (AP Photo/Jacquelyn Martin)
Kamala Harris,Patricia Cummings

Die designierte Vize-Präsidentin Kamala Harris lässt sich am 29. Dezember 2020 impfen. Bild: keystone

Moderna-Impfstoff in den USA: Sie hatten ihn schon im Januar

Der Impfstoff der Firma Moderna erwies sich bereits im Mai 2020 als sicher. Wieso er nicht früher auf den Markt kam, analysiert ein Bericht des «New York Magazine».



Der Moderna-Impfstoff mRNA-1273 gehört zu den effektivsten Impfungen gegen Covid-19. Er soll eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent haben. Dem «New York Magazine» zufolge gibt es ihn schon seit bald einem Jahr.

Der Impfstoff sei am 13. Januar 2020 designt worden, heisst es im Bericht. Das war zwei Tage, nachdem die DNA-Sequenz bekannt war. Also kurz nachdem Forscherinnen und Forscher wussten, wie das Virus aufgebaut ist. Der Impfstoff war fertig, bevor China überhaupt öffentlich anerkannte, dass das Virus unter Menschen übertragbar ist. Im Mai zeigte dann die Phase-I-Studie die grundsätzliche Sicherheit des Impfstoffes.

Hätte die Impfung schneller eingesetzt werden können? Der Autor des Beitrages wolle das nicht behaupten, schreibt er. Die Einführung auf dem Markt sei einerseits wegen der Impf-Infrastruktur nicht möglich gewesen. Die Produktion und Verteilung eines Impfstoffs verursache erhebliche Kosten und Bürokratie.

Moderna hätte Ruf riskiert

Andererseits hätte eine zu frühe Einführung die Glaubwürdigkeit von Moderna unnötig riskiert, so der Autor. Viele US-Amerikanerinnen und -Amerikaner würden neuen Impfungen misstrauen. Und im Mai wäre es schwierig gewesen, einen anerkannten Epidemiologen, Impfstoffforscher oder Beamten des öffentlichen Gesundheitswesens zu finden, der eine schnelle Einführung des Impfstoffs empfohlen hätte.

Für künftige Generationen mag eines das tragischste und ironischste Merkmale von Covid-19 sein. Nämlich dass ein Impfstoff für die gesamte «brutale» Dauer der Pandemie zur Verfügung stand, so das Fazit des Beitrages.

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