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8 Punkte, die du zur schwierigen Situation in Schweden kennen musst

Schweden hat mehr als viermal so viele Covid-19-Todesfälle wie die skandinavischen Nachbarn Dänemark, Finnland und Norwegen zusammen. Nebst vielen Problemen gibt es aber auch eine gute Nachricht.



Der Peak ist noch immer nicht erreicht

Die Fallzahlen in Schweden sind alarmierend. Der Kurve nach ist der Peak noch immer nicht erreicht. Insgesamt wurden in Schweden bisher 52'383 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Das sind rund doppelt so viele, wie Dänemark (12'217), Finnland (7108) und Norwegen (8631) zusammen und auch deutlich mehr als die Schweiz (31'048).

Der Anstieg in den Fallzahlen hat allerdings auch einen Zusammenhang mit dem erhöhten Testvolumen – dazu später mehr.

Positiv Getestete Schweden Schweiz

Bild: watson

Gute Nachrichten bei den Todesfällen

Zuerst aber zu den Todesopfern: Schweden hat durch Covid-19 sehr viele Menschenleben zu beklagen. Am Dienstag wurden total 4891 Tote gemeldet. Das entspricht rund 47 Toten pro 100'000 Einwohnern, deutlich mehr als alle anderen skandinavischen Länder und auch deutlich mehr als die Schweiz (knapp 20 Tote pro 100'000 Einwohner).

Inzwischen – und das ist sicher die beste Nachricht für Schweden – sind die täglich gemeldeten Todesfälle allerdings rückläufig.

Täglich gemeldete Covid-Tote Schweden und Schweiz

Hinweis: Es handelt sich um absolute Zahlen. Schweden hat mit rund 10 Millionen Einwohner rund 20 Prozent mehr Einwohner als die Schweiz. Bild: watson

Mehr als die Hälfte aller Todesfälle wurden in Alters- und Pflegeheimen gezählt. Der Schwedische Staatsepidemiologe Anders Tegnell gab in diesem Zusammenhang zu: «Wir hätten unsere Pflegeeinrichtungen besser schützen können. Wir hätten wahrscheinlich ein bisschen mehr testen können am Anfang.» Den Vorwurf auf verpasste Maskenpflicht lehnte Tegnell allerdings deutlich ab – Gesichtsmasken seien «kein nützlicher Schutz» gegen das Virus.

Trotz allem kaum Einschränkungen

Schweden ging einen anderen Weg als die anderen skandinavischen – und auch als die meisten anderen europäischen – Länder. Schulen, Restaurants und Geschäfte blieben grösstenteils geöffnet. Die Schwedischen Behörden vertrauten auf die Selbstdisziplin der Einwohner in Bezug auf Hygiene und Social Distancing.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

An vielen Orten in Schweden ist auf den ersten Blick kaum etwas zu erkennen von der Coronakrise. Die grösste Einschränkung ist derzeit wohl das Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen.

People enjoy the warm evening weather in Malmo, Sweden, Tuesday May 26, 2020 as a sign reads 'In Malmo everything is near. But now we need to keep a distance'. Sweden has defended its response to the COVID-19 global pandemic despite the country now reporting one of the highest mortality rates in the world with 4,125 fatalities, about 40 deaths per 100,000 people. ( Johan Nilsson/TT via AP)

«In Malmö ist alles nah. Aber jetzt müssen wir Abstand halten», sagt ein Plakat in der südschwedischen Stadt Malmö. Das gute Wetter lockt aber trotzdem viele Leute ans Meer. Bild: AP

Scharfe Kritik aus dem In- und Ausland

Während Schwedens lockerer Umgang mit dem Coronavirus anfangs weit über die Landesgrenzen aus bewundert wurde, häuft sich mit den steigenden Fall- und Todeszahlen die Kritik – auch im Inland.

Eine landesweite Umfrage anfangs Juni zeigte, dass das Vertrauen in die Regierung schwindet: Weniger als die Hälfte der Schweden gaben an, ein «ziemlich hohes» oder «hohes» Vertrauen in die Strategie der Regierung zu haben. Im April waren es noch 63 Prozent aller Befragten.

Auch von hohen Politikern kommt Kritik: Jimmie Åkesson, Kopf der populistischen Schwedendemokraten, bezeichnete die hohe Sterblichkeitsrate in der Schwedischen Boulevardzeitung Aftonbladet in einem Interview als «Massaker».

epa08314179 People watching Sweden's Prime Minister Stefan Lofven addressing the nation on coronavirus crisis broadcast on Swedish national public television, Stockholm, Sweden, 22 March 2020. Countries around the world are taking increased measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the Covid-19 disease.  EPA/Anders Wiklund  SWEDEN OUT

Ministerpräsident Stefan Löfven wendet sich via TV-Ansprache an die Nation. Bild: EPA

Ministerpräsident Stefan Löfven will nichts von einer Fehlstrategie wissen: Die steigenden Fallzahlen seien eine direkte Konsequenz des erhöhten Testaufkommens. Tatsächlich hat die Regierung anfangs Juni nochmals umgerechnet 600 Millionen Franken für vermehrtes Testen und Contact Tracing locker gemacht (siehe nächster Punkt).

Aufholjagd punkto Testvolumen

Anfangs wurden in Schweden fast ausschliesslich Patienten, die bereits hospitalisiert waren und Gesundheitspersonal getestet. Inzwischen wird häufiger getestet – das angepeilte Ziel von 100'000 Tests wöchentlich, das von der Regierung für Mitte April gesetzt wurde, ist jedoch noch längst nicht erreicht.

In der ersten Juniwoche wurden knapp 50'000 Tests durchgeführt, in der Vorwoche waren es noch 36'500. Damit hat Schweden die wöchentliche Testzahl der Schweiz überholt.

Testvolumen in Schweden und in der Schweiz

Bild: watson

Eingeständnisse der Verantwortlichen

Anfangs Juni musste Anders Tegnell, Schwedens Staatsepidemiologe, eingestehen, dass es zu viele Todesfälle gab. Stünde man nochmals am Anfang der Pandemie, würde man mit dem heutigen Wissensstand wohl einiges anders machen, meinte Tegnell. Den aktuellen Kurs ändern will «Schwedens Daniel Koch» aber nicht, er bereue nichts und sei weiterhin zuversichtlich, dass die Strategie im «Grossen und Ganzen funktioniert».

epa08474706 State epidemiologist Anders Tegnell of the Public Health Agency of Sweden speaks during a press conference on a daily update on the ongoing coronavirus COVID-19 pandemic in Stockholm, Sweden, 09 June 2020. Countries around the world are taking measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the COVID-19 disease.  EPA/FREDRIK SANDBERG  SWEDEN OUT

Anders Tegnell der Schwedischen Gesundheitsbehörde an einer Pressekonferenz zum Coronavirus. Bild: keystone

Daraufhin wies auch Schwedens Premierminister Stefan Löfven Kritik zurück. «Wir sind grundsätzlich der gleichen Strategie gefolgt wie viele andere», sagte Löfven in einem Interview mit dem Schwedischen Fernsehen am Sonntag. Es sei noch zu früh, um ein abschliessendes Fazit über den «Erfolg» der Strategie zu ziehen. Der Premierminister hat auch eine Untersuchung der schwedischen Reaktion auf Covid-19 versprochen.

Wirtschaftlicher «Erfolg» schwer einzuschätzen

Mit den vielen Todesopfern zahlt Schweden einen hohen Preis, damit die Wirtschaft mit einem blauen Auge davon kommt. Und ob das tatsächlich so ist, wird sich erst noch zeigen.

Erste Hinweise deuten jedoch darauf hin, dass «der sanfte Lockdown den Wachstumsrückgang in Schweden abgefedert hat im Vergleich zu anderen Ländern», meinte die SEB, eine der drei grössten Banken des Landes, in ihrer Analyse anfangs Mai. Trotzdem schätzt die Bank, dass die – für Schweden sehr wichtige – Exportindustrie um rund 15 Prozent einbrechen wird.

Für das Bruttoinlandprodukt rechnet Schweden mit einem Rückgang von rund 6,5 Prozent – zum Vergleich: In der Schweiz schätzen die Experten einen Rückgang von 6,2 Prozent.

epa08375387 An employee wears a vest with a text reading

Eine Angestellte trägt eine «Abstand-halten»-Veste in einem Stockholmer Garten im April 2020. Bild: EPA

Skandinavien isoliert Schweden

Ein anderer Punkt, der Schweden Sorgen bereiten dürfte, ist die Abschottung zu den Nachbarländern. Während die restlichen Skandinavier sich seit Montag wieder frei über die Landesgrenzen aus bewegen dürfen, wird den Schweden der Übertritt in viele Länder noch verboten.

Bei einigen Ländern – darunter auch die Schweiz – müssen sich die Schweden speziellen Kontrollen unterziehen bei der Einreise, so beispielsweise Temperaturmessungen am Flughafen.

Die Schwedische Aussenministerin Ann Linde fürchtet daher, dass die «nordische Zusammenarbeit längerfristig unter diesen Reiseverboten für Schweden leiden wird».

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dr. Bender 17.06.2020 17:15
    Highlight Highlight "er bereue nichts und sei weiterhin zuversichtlich, dass die Strategie im «Grossen und Ganzen funktioniert".

    und wenns nicht funktioniert gibts halt zum Dessert ein paar Tote mehr, who cares, ist ja nicht so schlimm, auch wenn es hauptsächlich die älteren trifft. Völlig egal ob einem Kind per Regierungsentscheid das Grosmami oder der Grospapi verreckt, ist ja nur ein Kind.

    Unglaublich, mir fehlen die Worte. Wenn ich das so lese bin ich froh hier und nirgendwo anders zu leben.
    Menschliche A......öcher gibt es nicht nur in den USA, China, Türkei etc., Schweden gehört seit neustem auch dazu.
  • ulmo 17.06.2020 17:03
    Highlight Highlight Als Ergänzung zum Satz "Mehr als die Hälfte aller Todesfälle wurden in Alters- und Pflegeheimen gezählt":

    Dies trifft auch auf den Kanton Zürich zu, wo 78 von insgesamt 130 Verstorbenen in Alters- oder Pflegeheimen starben.

    Dieses Verhältnis scheint somit weniger mit dem Sonderweg zu tun zu haben, als mit dem allgemeinen Umgang mit schwer erkrankten alten Menschen...

  • Victor Paulsen 17.06.2020 13:19
    Highlight Highlight "Mit den vielen Todesopfern zahlt Schweden einen hohen Preis, damit die Wirtschaft mit einem blauen Auge davon kommt"
    Diesen Satz finde ich etwas falsch geschrieben. Durch den nicht durchgeführten Lockdown sollte nicht nur der Wirtschaft geholfen werden, sondern auch den Leuten Freiheiten lassen und dadurch die psychische Gesundheit verbessern.
    Der Satz wirkt so, als würde es dabei nur um die Wirtschaft gehen
    • Mutzli 17.06.2020 14:15
      Highlight Highlight @Victor Paulsen

      ...und jetzt ist die Wirtschaft auch so im Eimer, es mussten zunehmend restriktive Massnahmen eingeführt werden um das Problem unter Kontrolle zu bringen und wie genau sich das Verbreiten lassen einer Epidemie der psychischen Gesundheit der Bevölkerung zuträglich sein sollte erschliesst sich mir auch nicht.
  • Le French 17.06.2020 13:10
    Highlight Highlight Die Wirtschaft geht nicht weniger stark zurück als in der Schweiz, bei doppelt so vielen Totem. Das nenne ich einen gescheiterten Test.
    • _andreas 17.06.2020 17:08
      Highlight Highlight War aber eigentlich abzusehen dass es so kommt mit der Wirtschaft, da muss man nichtmal viel Ahnung haben um das zu sehen..
  • Luthiena 17.06.2020 13:07
    Highlight Highlight An sich verstehe ich die harsche Kritik an Schweden nicht.

    Die meisten Menschen haben Internet, die meisten Menschen sollten Verstand haben. Das Social Distancing wurde den Leuten empfohlen. Ergo: sie wussten was man tun oder eben nicht tun sollte.

    Wenn man sich dann dazu entscheidet, die (Gross-)Eltern zu besichtigen und das Pflegepersonal, sich rücksichtslos verhaltet und sich z.B. dennoch am Wochenende in Clubs stürzt etc. kann ich echt kein Mitleid empfinden.

    Des Weiteren bringt Schweden wertvolle Daten für zukünftige Prognosen/Studien usw.

    PS: Danke für die Blitze ;)
  • Donspliff 17.06.2020 12:07
    Highlight Highlight ehm freut euch nicht zufrüh evtl. wird schweden damit bei der zweiten welle einen vorteil haben und so weiter machen können wie bisher und wir gucken in die röhre
    • Barracuda 17.06.2020 12:50
      Highlight Highlight Quatsch. Erstens ist die Taktik mit der Durchsuchung ein Witz (diese liegt auch in Schweden im einstelligen Prozentbereich) und zweitens hat bei einer zweiten Welle dann vielleicht einfach wieder die gleichen Zahlen, die Schweden immer noch hat. Ist natürlich auch eine Taktik, dass man konstant hohe Fallzahlen hat und man sich dann bei einer zweiten Welle immer noch in der ersten Welle befindet. 🤦🏻‍♂️
    • sheimers 17.06.2020 14:34
      Highlight Highlight Schweden hat pro Kopf gerechnet bisher 10.9 mal mehr Corona-Todesopfer als sein Nachbar Norwegen. Da kann es noch zehn Wellen geben und Schweden steht nicht besser da. Zumal die erste Welle in Schweden noch bei weitem nicht überstanden ist.
    • M.T. 17.06.2020 14:43
      Highlight Highlight Und die Region Malmö hat pro Kopf weniger verstorbene Personen mit Covid-19 als das benachbarte Kopenhagen.

      Diese Vereinfachungen bringen, ehrlich gesagt, recht wenig.
  • dmark 17.06.2020 11:37
    Highlight Highlight "...die täglich gemeldeten Todesfälle allerdings rückläufig..."

    Wenn man nun darüber mal ganz nüchtern nachdenkt, wird man zum Entschluss kommen, dass eben viele aus den Risikogruppen bereits "das Feld geräumt" haben.

    So gesehen wurden Alte und Gebrechliche für die Wirtschaft und die "Freiheit" anderer regelrecht geopfert.
    • M.T. 17.06.2020 12:07
      Highlight Highlight Und wenn man sich nur ein wenig informiert hätte, wüsste man, dass in Schweden 2.1 Mio Menschen über 65 leben.

      Mit anderen Worten, von den Ü65-jährigen sind in den letzten Wochen ganze 0.22% mit einem Covid-19 Befund verstorben.
  • Dr. Unwichtig 17.06.2020 11:13
    Highlight Highlight Zum Thema "Wirtschaft": Der Verlust der Wirtschaftsleistung in CH ist über alles gesehen relativ moderat, weil ein grosser Teil der Ausfälle durch Pharma und Chemie aufgefangen werden, die von der Pandemie sogar profitieren. Die Wirtschaftsstruktur in Schweden ist eine völlig andere - Pharma und Chemie (oder andere Wirtschaftszweige, die potentielle Nutzniesser der Pandemie sind) haben nicht annähernd den gleichen Anteil am BIP. Sind die Resultate unter dem Strich also vergleichbar, hat Schweden aus wirtschaftlicher Sicht grösseren Schaden abgewendet.
  • Blues 17.06.2020 11:01
    Highlight Highlight Fakt ist, der Tegnell hat den falschen Weg gewählt. Er hat es teilweise zugegeben. Man kann immer etwas anders machen, nur hier hört der Individualismus auf.
    Dass es in den Altersheimen mehr Verstorbene hat, war auch sonst in Europa so. Wir haben diese eben besonders geschützt nur die Insassen fanden es gar nicht toll. War das ein Fehler?

    Ich als Ü70 habe mich vollkommen FREI gefühlt, trotz den "Einschränkungen". Man denke mal an Nordkorea!!
  • Hipster mit Leggins 17.06.2020 11:00
    Highlight Highlight was ich noch nie gelesen habe im allgemeinen Schweden-Bashing. Auch in Nicht-Corona-Zeiten erhalten Personen über 82 in Schweden in Spitälern keine Intensiv- und lebenserhaltenden Massnahmen. Mit diesem Alter ist das statistische Lebensende erreicht, wer es mit eigener Gesundheit weiter schafft, gut, wer nicht, auch gut (natürlich gilt das nicht für Verletzungen oder Unfälle). Tönt hart, ist aber vielleicht "humaner" als unsere "Alters- und Pflege-KZ" (sorry für den Ausdruck). Bei unserer Überalterung müssen wir uns auch bald Gedanken über solche Ansätze machen.
    • Silphium 17.06.2020 14:14
      Highlight Highlight Passt doch gut zu sonstigen Tendenzen, die die Schweden haben: Bargeldabschaffung bis 2023 (das Teile der Bevölkerung ausgeschlossen werden, scheint kein Problem darzustellen), Alte in den Altersheimen verrecken lassen und sich freiwillig Chips unter die Haut einpflanzen lassen, damit man Türen öffnen kann. Man nehme noch Videoüberwachung mit Gesichtserkennung an allen Orten und importiere das Social Scoring vom fortschrittlichen China. Fertig ist der BB-Überwachungsstaat, der die unerwünschten Individualisten und Non-viables sozial und wirtschaftlich isoliert...
    • sheimers 17.06.2020 14:48
      Highlight Highlight Gilt das für alle Schweden, oder bekommen die mit Privatversicherung oder gegen Barzahlung die Intensivbehandlung doch noch?
  • simiimi 17.06.2020 10:52
    Highlight Highlight Bei den Todeszahlen müsste man der Fairness halber noch ergänzen, dass die Toten pro 100K Einwohner immer noch deutlich unterhalb derer Italiens und Spaniens liegen, welche einen strikten Lockdown verordneten.
    • sheimers 17.06.2020 14:56
      Highlight Highlight Schweden: 48.9, Italien: 56.9. So gross ist der Unterschied nicht. In Italien kam der Lockdown erst als die Katastrophe schon angerichtet war, deshalb die hohe Zahl. Italien konnte die Fallzahlen unterdessen massiv senken (wie auch die Schweiz, Österreich, Deutschland,...), nur Schweden noch nicht.
  • KnolleBolle 17.06.2020 10:38
    Highlight Highlight Mich interessiert Schweden nicht wirklich, das hier und jetzt ist viel wichtiger ❗
  • Snowy 17.06.2020 10:03
    Highlight Highlight Mehr Tests = mehr Fälle.

    Unfassbar, dass wir auch nach 3 Monaten noch immer simpelste Statistik diskutieren müssen.

    Die einzige aussagkräftige Zahl ist die Übersterblichkeit – und diese ist in Schweden (wie überall in Europa) stark am sinken. Respektive bereits wieder unter dem historischen Mittel.
  • Skip Bo 17.06.2020 09:48
    Highlight Highlight Der Verlauf einer allfälligen 2. Welle wird weitere Erkenntnisse liefern.
    Abgerechnet wird am Schuss, und der ist nicht jetzt.
    • sheimers 17.06.2020 15:01
      Highlight Highlight Bei elf mal mehr Opfern als Norwegen braucht es aber noch manche Welle bis sich der schwedische Weg auszahlt. <ironie off>
  • Fakten 17.06.2020 09:21
    Highlight Highlight Schweden Bashing - Warum hört man nur von Watson etwas aus Schweden? Weil Schweden die Sache im Griff hat 👌
    • du_bist_du 17.06.2020 09:42
      Highlight Highlight Klar, Schweden hat immer alles im Griff... seit Jahren... solange alle lieb und nett sind und keine ernsthaften Probleme die Idylle stören.

      Ansonsten darfst Du dich gerne über schwedische Lösungen in allen politischen Belangen informieren und bitte aufzählen, wo Schweden jemals etwas im Griff hatte?
    • Fakten 17.06.2020 09:51
      Highlight Highlight Schweden hatte wenigstens keinen unnötigen Lockdown und eine Führung die mit gesunden Menschenverstand gehandelt hat.
    • code-e 17.06.2020 10:09
      Highlight Highlight @Fakten: ich gebe dir gerne die Telefonnummern meiner Freunde in Schweden. Die werden dir dann sagen wie toll der gesunde Menschenverstand der schwedischen Regierung ist. Keiner von denen findet den schwedischen Weg toll aber sie dürfen ja nicht mehr sagen, was sie denken. Schweden ist mittlerweile leider nur noch gegen aussen Hui
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 17.06.2020 08:42
    Highlight Highlight Dass die Todesfälle rückläufig sind trotz gleichbleibender Anzahl neuer Fälle, wundert mich.

    Dass die Altersheime nun "leergefegt" sind, ist unglaubwürdig bei "nur" 2000 Toten in Altersheimen - die Anzahl der Überlebenden Altersheimen dürfte weit über 100'000 Personen betragen.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 17.06.2020 09:21
      Highlight Highlight Nein die Altersheime in Schweden sind nicht leergefegt, jedoch hat Schweden seit ein paar Wochen ein Schutzkonzept für Altersheime und darum sinkende Todesraten.
    • Kruk 17.06.2020 09:46
      Highlight Highlight "seit ein paar Wochen"??
      Die tun mir echt leid, die Schweden.

      Und dabei sind sie in vielerlei Hinsicht so vorausschauend.
    • Dr. Unwichtig 17.06.2020 11:47
      Highlight Highlight Die Anzahl an Tests wurde ausgeweitet, daher werden mehr Fälle entdeckt. Neben den Todesfällen sinkt aber auch die Anzahl an Hospitalisierungen seit einiger Zeit ab - real ist also mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Anzahl an Fällen rückläufig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Peter Sager 17.06.2020 08:30
    Highlight Highlight Zu den Todesfällen Frau Lea Senn
    Gestern waren es 48 Todesfälle, immer am WE wird in Schweden keine Statistik geführt, dies müsste Ihnen als Journalistin klar sein.
    Schweden hat also gut 50 mal mehr Todesfälle pro Tag als in der Schweiz. Letzte Woche waren es noch bis 80 Todesfälle pro Tag. Es ist noch kein bestätigter Trend mit der Abnahme nur eine Tendenz.
    • lilie 17.06.2020 08:39
      Highlight Highlight @Peter Sager: Doch, es gibt einen eindeutigen Trend nach unten. Zu Spitzenzeiten hatte Schweden über 100 Todesfälle am Tag:
      Benutzer Bild
    • M.T. 17.06.2020 09:36
      Highlight Highlight @Peter Sager
      Natürlich werden auch am Wochenende Todesfälle mit Corona registriert, gemeldet und Statistik geführt. Was sie auch selbst hätten bemerken können, wenn Sie sich nicht nur auf das letzte Wochende konzentriert hätten.

      Die Zahlen des Statistikamts SCB und der Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten weisen die tatsächliche Zahl der verstorbenen Personen mit Covid-19 pro Tag aus. Seit 3 Wochen liegen diese, mit 2 Ausnahmetagen, unter 40 und seit 2 Wochen unter 30. Tendenz weiter schnell sinkend. Was sich im Übrigen auch an der schnell sinkenden Übersterblichkeit erkennen lässt.
    • Peter Sager 17.06.2020 09:41
      Highlight Highlight Ich muss sagen, auch 40 Todesfälle pro Tag sind immer noch sehr viele.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Rückbauer 17.06.2020 08:28
    Highlight Highlight Am Anfang hat der Oberguru die Herdenimmunität offen als Lösung propagiert. Er sagte sogar, anfangs müsse man halt "unten" durch, damit später Ruhe sei. Direkte Kritik gabs nicht, im Gegenteil, der schwedische Weg wurde gepriesen.
    Tja, das Resultat ist schon ersichtlich. Herdenimmunität ist menschenverachtend. Hoffentlich werden die Schweden dadurch kritischer und rennen nicht einem Leithammel nach. Da lob ich mir die Kollegialbehörde namens Bundesrat.
  • Gubbe 17.06.2020 08:27
    Highlight Highlight Es ist nicht ganz so, dass die Leute in Schweden so zusammen hocken. Auf dem Land ist das etwas anders. Die Einwohner halten schon Kontakt, aber ohne grosse Annäherungen wie in den Städten. Hier ist es ja auch so. Auch dort lässt man die Jungen einkaufen, so es den geht. Viele Einkaufsläden liegen nicht gerade um die Ecke. Zu den Alten und Behindertenheimen ist zu sagen, dass viele einen 'Persönlichen Assistent' haben, der den Rollstuhl schiebt, oder Essen besorgt. Das Minister-präsident Stefan Löfven seine Meinung bei behält, ist für ihn bezeichnend.
  • Super8 17.06.2020 08:19
    Highlight Highlight Den perfekten Schweden ist jetzt eine Zacke aus der Krone gefallen.
  • weissauchnicht 17.06.2020 08:11
    Highlight Highlight Ist das Vertrauen in die Regierung nicht auch in der Schweiz seit Beginn der Coronakrise wieder gesunken?

    Teilweise dürfte es unabhängig der Massnahmen ein normaler Effekt sein, dass man zu Beginn einer (externen) Krise der Regierung und ihren Massnahmen vertraut, und erst mit der Zeit und einem Blick zurück die Massnahmen kritisch hinterfragt, womit die Zustimmung sinkt.
    • Notabik 17.06.2020 08:55
      Highlight Highlight @weissauchnicht
      Ich würde behaupten, dass das Vertrauen der Bevölkerung in unsere Regierung seit dem Ausbruch der Corona Pandemie sogar gestiegen ist. Ihre Strategie ist schliesslich aufgegangen. Schweizer, die das nicht anerkennen wollen müssen sich fragen, ob sie es besser gemacht hätten, zumal es keine probate Lösung für dieses Problem gibt, da noch nie dagesessen.
  • Dr. Unwichtig 17.06.2020 08:10
    Highlight Highlight Schweden hatte - wie alle anderen Länder der Welt - v. a. 2 Fragen zu beantworten:

    1. Ist es sinnvoll, Gesellschaft und Wirtschaft massiv einzuschränken auf Grund eines Virus, das für sich allein genommen keine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt?

    2. Kann das Gesundheitswesen die zu erwartende Anzahl an Erkrankten versorgen, ohne dass es zu dauerhaften Überlastungen kommt?

    Vor dem Hintergrund des medialen Aufrechnens von Todes- und Fallzahlen mag die gefundene Antwort falsch gewesen sein - bei Berücksichtigung demokratischer Grundsätze und der IST-Situation in den Spitälern nicht.
    • Mijasma 17.06.2020 08:35
      Highlight Highlight Klar hat es in den Spitälern noch Platz. Man lässt die alten Leute einfach sterben.
  • Skeptischer Optimist 17.06.2020 07:59
    Highlight Highlight Das Wasaschiff kentert.
  • Clabue 17.06.2020 07:58
    Highlight Highlight Ich vermute immer noch, dass sich längerfristig der Weg von Schweden auszahlen wird.
    1. weil die Bevölkerung Abwehrstoffe entwickelt hat.
    2. weil Gerechtigkeit für alle gleichermassen gelten soll. Es ist für mich immer noch nicht einzusehen, warum die Jungen die wirtschaftliche Last dieser Situation tragen sollen.
    Wir werden sehen....
    • Gigle 17.06.2020 08:25
      Highlight Highlight Es ist noch immer nicht klar, ob eine durchlebte Infektion immun vor einer erneuten Infektion macht. Auch hat man (noch) keine Ahnung von Langzeitschäden einer Covid19 Infektion. Daher ist es absolut fahrlässig ‚Herdenimmunität‘ zu propagieren. Ich bin einverstanden, dass die ‚Jungen‘ nicht für alle Kosten der Kriese aufkommen sollen, aber die ‚Alten‘ sollen auch nicht mit ihrem Leben dafür bezahlen.
    • Der Rückbauer 17.06.2020 08:31
      Highlight Highlight Wer Herdenimmunität propagiert, handelt unmenschlich.
      In Schweden werden wir nicht sehen, sondern wir haben gesehen....
    • Hmmm... 17.06.2020 08:37
      Highlight Highlight Deine beiden Punkte sind auf wackligen Beinen:

      1) Wie Gigle richtig schreibt, wurde eine Herdenimmunitäts-Entscheidung getroffen bevor überhaupt klar war, ob man immun ist und wie lange man immun ist (immer noch nicht klar).

      2) Die Wirtschaft in Schweden leidet gleich wie in den anderen Staaten auch. Denn nicht der Lockdown bringt den Schaden, sondern der Virus. Schwedens Wirtschaft entwickelt sich im 2020 im Gleichschritt mit den Nachbarn, die Schweden haben zwischen März/Arpil gleich konsumiert wie die Dänen (Studie Uni Kopenhagen). Auto Verkäufe Mai: Europa -52%, Schweden -50.2%.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Peter Vogel 17.06.2020 07:49
    Highlight Highlight Wie sieht es mit der oft genannten "Herdenimmunität" aus? Wenigstens da sollten die Schweden im Vorteil sein. Was machen wir eigentlich hierzulande wenn das Virus im August oder September vielleicht plötzlich erneut ausbricht? Nochmals alles zu machen geht ja nicht oder?
    • Purscht 17.06.2020 08:20
      Highlight Highlight Es ist noch umstritten inwiefern es überhaupt eine Immunität gibt und wie lange die Immunität anhält.
    • lilie 17.06.2020 08:27
      Highlight Highlight @Peter Vogel: Serologische Tests ergaben, dass der Prozentsatz der Bevölkerung mit Antikörpern in Schweden gleich hoch ist wie bei uns.

      Und über das Vorgehen bei neuen Ausbrüchen wurde umfassend informiert: Durch das Contact Tracing wird sehr genau verfolgt, wo sich die Leute anstecken. Falls es in einem bestimmten Bereich plötzlich viele Fälle geben sollte, greift man dort lokal ein.

      Der Bund hat zudem die Verantwortung an die Kantone abgegeben, der Notstand wird noch diese Woche aufgehoben. Ein nationaler Shutdown ist nicht mehr möglich und politisch auch nicht mehr durchsetzbar.
    • SeboZh 17.06.2020 08:32
      Highlight Highlight Also wenn man die ganze Sache realistisch anschaut, mit Mutationen etc, dann wird die Chance gross sein.

      Peking wurde nun wegen knapp 100 fällen wieder komplett abgeriegelt. Denke immer noch dass da noch mehr kommen wird
    Weitere Antworten anzeigen
  • stadtzuercher 17.06.2020 07:45
    Highlight Highlight Zynische Politik, die Alten sterben zu lassen für ein staatliches Experiment. Wie wurde das Modell noch gelobt vor einzwei Monaten. Jetzt liegen die Facts auf dem Tisch und man kann es nicht mehr schönreden.
  • B0bbleeeee 17.06.2020 07:40
    Highlight Highlight "Sweden facing their Waterloo" um es in den Worten von Abba zu sagen...
  • Kong 17.06.2020 07:36
    Highlight Highlight Es war ein mutiger Entscheid in einem Moment in dem der Verlauf überall sehr offen war. Sicherlich hatte Schweden eine bessere Ausgagslage als andere mit mehr Infektionen im Nachbarstaat (N-Ita>Tessin) und konnte anders agieren.
    Aber im Nachhinein ist man immer schlauer. Ich hoffe wir haben für etwaige neue Wellen oder Viren nun bessere Konzepte und Strukturen um nicht wieder in Lockdowns zu landen. Wirtschaftlich sind die Probleme nachwirkend übel.
    • SeboZh 17.06.2020 08:34
      Highlight Highlight In der Schweiz hatten wir ja ebenfalls nur einen "Lockdown" light...oder sollten sich auch hier erst die Leichen auf den Strassen auftürmen
    • Kong 18.06.2020 13:00
      Highlight Highlight @sebo... nein da geb ich dir recht, wir haben das versucht und soweit gut gemacht.
  • Baumi72 17.06.2020 07:23
    Highlight Highlight Wie ist es zu erklären, dass in anderen Ländern, welche sehr strenge Regeln hatten, die Anzahl Toten pro 100‘000 noch viel höher ist?

    Gibt es dazu auch bald einen Artikel?
    • Hmmm... 17.06.2020 08:39
      Highlight Highlight Die wurden vor den Lockdowns viel stärker getroffen, das ist der Grund. Hätte Italien die Schweden Strategie gewählt, wäre man jetzt nicht 34000 Tote, sondern ein paar hundert Tausend.
    • Amboss 17.06.2020 08:58
      Highlight Highlight Wegen der Wucht der ersten Ansteckckungswelle. Italien hat das Virus als erstes und unvorbereitet getroffen. Die Zahlen sind explodiert und ab dann hat man eigentlich schon verloren.

      Überleg dir mal, was passiert wäre, ohne diese Massnahmen..


      In anderen Ländern konnte man das beobachten, deb Leute waren einfachste Massnahmen wie Hygiene und Distancing bereits bewusst und das Virus hat es so viel schwieriger.
    • Baumi72 17.06.2020 11:17
      Highlight Highlight Die unterschiedliche Mortalitätsentwicklung in den europ. Staaten ist durch die krankmachende Wirkung ein und desselben Virus nicht erklärbar.

      Für die Sterblichkeit relevante Faktoren mit regional unterschiedlich starker Bedeutung:

      Riskante und unnötige Medikation (Immunsuppression, Hydroxychloroquin)

      Pflegenotstand in Heimen, Vereinsamung, Entmutigung, Vernachlässigung, Fehleinweisungen in Intensivstat., nicht indizierte Inkubation

      Ausblenden und Übersehen anderer Krankheiten,
      kein Platz für andere dringende Behandl.,
      Fehlbehandlung alter Menschen (techn., medikamentös, psychologisch)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Laut_bis_10 17.06.2020 07:17
    Highlight Highlight Haha, in der Schweiz kämpfen die Rechtspopulisten für Lockerungen und in Schweden selbst kritisieren sie den lockeren Umgang ... Schwere Zeiten 😅
    • Kronrod 17.06.2020 08:11
      Highlight Highlight Die SVP war in der Schweiz einfach stets einen Schritt voraus. Martullo-Blocher wurde wegen ihrer Maske ausgelacht, weil sie Gefahr früher als andere erkannt hat. Gleichzeitig hat Alain Berset hat noch bis tief in den April hinein behauptet, Masken würden nichts nützen. Und als das Gröbste überstanden war, hat man das auch wieder bei der SVP als erstes gemerkt und Lockerungen gefordert. Es ist kein Widerspruch, Massnahmen zu fordern, wenn die Regierung zu viel macht, und dann später Lockerungen zu fordern, wenn die Regierung zu viel macht.
    • Jacques #23 17.06.2020 08:39
      Highlight Highlight Kronrod.

      Wenn es nach der SVP ginge, hätte es nahezu null Unterstützung gegeben.
    • Jacques #23 17.06.2020 08:57
      Highlight Highlight Kronrod

      Würde es nach der SVP gehen, ist die PFZ an Corona schuld.
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  • Nate Smith 17.06.2020 07:05
    Highlight Highlight Es mag zynisch klingen aber die Todesfälle sinken weil die Altersheime in Schweden bereits leergefegt sind.
    • lilie 17.06.2020 08:36
      Highlight Highlight @Nate: Hast du eine Quelle dafür? Ich versuchte schon herauszufinden, wie viele Altersheimplätze es in Schweden gibt.

      Das einzige aber, was ich gefunden habe, ist dieser Artikel von 2016, der den Mangel an Plätzen beklagt, nachdem 32'000 gestrichen wurden:

      https://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=2108&artikel=6348868

      Falls das zum Beispiel 20% der Plätze gewesen wäre, gäbe es jetzt noch 160'000 Plätze.

      Da machen 2000 Tote nicht gerade viel aus.
    • Victor Paulsen 17.06.2020 13:28
      Highlight Highlight Weil Schweden knapp 5000 Tote verzeichnet, sind alle Altersheime leergefegt?
    • Nate Smith 17.06.2020 14:10
      Highlight Highlight @lilie: Nein, war nur so ein Gefühl. Ich hoffe schwer dass es nicht daran alleine liegt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • John_Doe 17.06.2020 06:56
    Highlight Highlight Allenfalls wäre auch spannend zu untersuchen, ob und wie Schweden von der Disziplin und den Massnahmen der skandinavischen Nachbarn profitiert hat. Anders formuliert: verträgt es in Skandinavien ein Land das ausschert? Und die Schweden kommen darum mit einem (dunkel-)blauen Auge davon.
  • gallix 17.06.2020 06:38
    Highlight Highlight Unsere Interpretation von Schwedens Corona Zahlen beruht auf falscher Angst.
    Die Todesfälle sind stark zurückgegangen, auf ein Mass das sogar als gesund bezeichnet werden kann. Dieser Rückgang beweist geradezu den Erfolg von Schwedens Vorgehen.

    Der Anstieg der Infektionszahlen beruht ausschliesslich auf der Ausdehnung von Corona Tests und ist deshalb völlig normal.
    • Hmmm... 17.06.2020 08:43
      Highlight Highlight Den Rückgang gibt es überall, da die Medizin besser wird. Den viele mehr Toten als in anderen Staaten bringt das leider nichts mehr und die Wirtschaft ist kein bisschen besser dran als in den anderen Staaten. Das zeigen alle aktuellsten Studien (mit Mai Daten) und selbst die Prognosen der Schwedischen Zentralbank. Während hier jetzt die Restaurants und der Konsum wieder ansteigen, sinkt er in Schweden weiter. Der Virus bringt den Schaden, nicht ein Lockdown.
    • Rheinpfeil 17.06.2020 10:41
      Highlight Highlight Nur mal als Vergleich: Schweden macht jetzt pro Woche rund 50.000 Tests. Das entspricht in Relation zur deutschen Bevökerung (x8) etwas mehr als der Testzahl in Deutschland (350.000 pro Woche). Hätte Deutschland eine entsprechende Positivenquote, wären das rund 10.000 Neuninfektionen am Tag.
  • Trasher2 17.06.2020 06:38
    Highlight Highlight Meine schwedische Family erzählt, dass es in Schweden mehrere Fälle gebe, bei denen bei älteren Menschen die an Covid 19 erkrankten, sämtliche „normalen“ Tagesmedikamente abgesetzt wurden und direkt Palliative care umgestellt wurde.
    BBC hatte auch so einen Bericht.
    https://www.bbc.com/news/world-europe-52704836

    Sind das Verschwörungstheorien oder ist das war?
    Könnt ihr dem mal nachgehen?
  • Pollo Loco 17.06.2020 06:35
    Highlight Highlight Naja ich finde Schwedens Weg durch die Krise zwar mutig, aber dennoch nicht dramatisch. Während es in Italien/ Spanien trotz Ausgangssperre zu sehr hohen Anstecks- und Todeszahlen kam, hat Schweden noch sehr tolerante Werte. Man stelle sich einfach mal vor die Sterblichkeit bei Covid wäre viel viel höher. Dann gute Nacht!
    • Tetris 17.06.2020 06:46
      Highlight Highlight Wenn die Sterblichkeit viel höher wäre, dann hätte sich das Virus gar nicht bis Europa ausbreiten können.
    • bebby 17.06.2020 06:50
      Highlight Highlight In Italien/Spanien war es genau umgekehrt: die Massnahmen waren so massiv, weil die Situation so schlimm war. Hätte man das Ausmass der Ansteckungen früher entdeckt, hätte man früher und weniger stark reagieren können. Die Schweiz (ohne Tessin) hatte diesbezüglich bis jetzt einfach Glück.
    • MasterPain 17.06.2020 07:05
      Highlight Highlight Das lässt sich einfach sagen wenn man keine Familienangehörige oder Freunde verloren hat.
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