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Donald Trump

Vor einigen Tagen kündigte US-Präsident Donald Trump an, nun wieder Reisen im Land unternehmen zu wollen. Bild: keystone/watson

Trotz düsterer Opferprognosen: Die Lockerungen in den USA gehen weiter – 6 Punkte dazu



US-Präsident Donald Trump und die Gouverneure einiger Bundesstaaten drängen auf eine rasche Wiederöffnung der Wirtschaft – obwohl die Corona-Pandemie längst nicht unter Kontrolle gebracht ist. Daten von zwei verschiedenen Modellen prognostizieren für diesen Monat einen deutlichen Anstieg der Coronavirus-Infektionen und Todesfälle in den USA.

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Was ist passiert?

Die «New York Times» veröffentlichte am Montag ein internes Dokument der Regierung, in dem ein dramatischer Anstieg der bekannten Infektionen befürchtet wird. In der vom Gesundheitsministerium und der Katastrophenschutzbehörde Fema zusammengestellten Präsentation geht aus einem Diagramm hervor, dass die Zahl der neuen Infektionen bis Juni auf rund 200'000 pro Tag steigen könnte. Zuletzt lag der tägliche Anstieg bei rund 30'000 bestätigten Neuinfektionen.

Die Experten der Regierung erwarten nach einem weiteren Diagramm, dass die Zahl der Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung bis zum 1. Juni auf etwa 3000 pro Tag steigen könnten, wie die Zeitung weiter berichtete – deutlich mehr als derzeit.

Was sagt die Regierung dazu?

Das Weisse Haus wies die Prognosen zurück. Sie spiegelten weder die Modelle der Coronavirus-Arbeitsgruppe noch die von ihr analysierten Daten, erklärte ein Sprecher. Trumps Richtlinien für eine schrittweise Öffnung der Wirtschaft orientierten sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen, mit denen die Gesundheitsexperten in der Regierung übereinstimmten, hiess es.

Mit welchen Zahlen rechnen andere Modelle?

Das am Montag (Ortszeit) aktualisierte Modell des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle geht davon aus, dass die Zahl der Toten in den USA von aktuell fast 69'000 bis Ende des Monats noch auf rund 110'000 Tote ansteigen wird. Erst ab Ende Juli soll sich die Opferzahl demnach bei rund 134'000 stabilisieren. Noch vor wenigen Wochen war die Universität davon ausgegangen, dass im Hochsommer bei etwa 90'000 Toten ein Plateau erreicht würde. Trumps Regierung hat das Modell mehrfach für ihre eigenen Prognosen herangezogen.

Was sagen die Experten?

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in den USA war zuletzt relativ konstant bei rund 30'000 geblieben, weswegen Experten vor einer übereilten Lockerung der Corona-Beschränkungen in machen Landesteilen warnten. «Falls es keinen starken saisonalen Effekt gibt und der Sommer die Verbreitung des Virus mehr verlangsamt als erwartet, sollten wir mit einer Zunahme der Fallzahlen rechnen», schrieb etwa der frühere Chef der US-Gesundheitsbehörde CDC, Scott Gottlieb, auf Twitter.

CDC hatte bis Sonntag 1,12 Millionen Infektionen und 65'735 Tote in den USA verzeichnet.

Finden sie Gehör?

Kaum. In Bundesstaaten wie Florida, Utah, South Carolina und Texas öffneten viele Restaurants und Geschäfte wieder unter bestimmten Auflagen. In Florida etwa dürfen Restaurants maximal nur noch ein Viertel ihrer früher maximal zugelassenen Gäste begrüssen. Auch für Geschäfte gibt es in den meisten Bundesstaaten neue Obergrenzen. Die Schliessungen seit März haben in den USA zu einem Konjunktureinbruch und hoher Arbeitslosigkeit geführt. Auch der von Trumps Republikanern kontrollierte Senat trat in Washington wieder zusammen.

Was macht Trump?

Der US-Präsident will am Dienstag im US-Bundesstaat Arizona eine Fabrik besuchen, in der Atemschutzmasken hergestellt werden. Seit Mitte März hat er das Weisse Haus wegen der Pandemie kaum mehr verlassen. Vor einigen Tagen kündigte Trump an, nun wieder Reisen im Land unternehmen zu wollen. Vor der Visite in Arizona liess Trump offen, ob er eine Schutzmaske tragen wird oder nicht. Sein Vize Mike Pence hatte vergangene Woche Kritik auf sich gezogen, weil er bei einem Klinikbesuch auf eine Atemschutzmaske verzichtet hatte – er bedauerte das danach. CDC empfiehlt, dass auch Menschen ohne Symptome in der Öffentlichkeit Masken tragen sollten.

Mehr Schulden

Die US-Regierung muss für Sonderausgaben infolge der Coronavirus- Pandemie in diesem Quartal rund drei Billionen US-Dollar (2.7 Billionen Euro) Schulden mehr als noch im Februar geplant aufnehmen. Das teilte das US-Finanzministerium am Montag mit. Infolge der zusätzlichen Verschuldung im laufenden Quartal solle Ende Juni ein Überschuss von etwa 800 Milliarden Dollar bestehen. US-Kongress und Regierung haben infolge der Corona-Pandemie bislang Konjunkturpakete von rund 2.7 Billionen Dollar beschlossen. Das entspricht mehr als zehn Prozent der amerikanischen Wirtschaftsleistung. Zudem hat das Finanzministerium Mitte April fällige Steuerzahlungen auf Mitte Juni verschoben, weswegen der kurzfristige Finanzbedarf der Regierung zusätzlich angestiegen ist.

(mlu/sda/dpa)

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109Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mätschli 05.05.2020 15:40
    Highlight Highlight Die Zukunft wird es zeigen, das der Lockdown die dümmste Entscheidung der Regierenden ist und war. Herunterfahren der Wirtschaft ist einfach, das Hochfahren wird schwierig werden. Jedenfalls die Suppe wird von der zukünftigen Generation ausgelöffelt.

    Dem Bundesrat empfehlen ich, den jetzigen nicht brauchbaren Epidemie-Plan zu brauchbar modifizieren.
    • swisskiss 05.05.2020 23:31
      Highlight Highlight mätschli: Ja was jetzt? "Die Zukunft wird es zeigen"? Kennst Du die Zukunft? Wie kommst Du dann dazu, Deine spekulative Einschätzung als Tatsache darstellen zu wollen? (ist und war)
      Wie wärs grundsätzlicher? Wer bestimmt was höher zu gewichten ist. Die Gesundheit der Wirtschaft oder die Gesundheit des Volkes?

      Welches Land hat mir welchen Massnahmen den besten Mittelweg zwischen Volksschutz und Wirtschaftschutz gefunden?

      Werden bei zukünftigen Pandemien, dieselben Massstäbe zum Schutz der Bevölkerung angewandt, wenn sich heraustellt, das dies die Wirtschaft irreparabel schädigt?
  • Gummibär 05.05.2020 14:06
    Highlight Highlight Utilitarismus in Reinform.
    Um eine Mehrheit zu bedienen nimmt man in Kauf, dass eine Minderheit Schaden nimmt, umso mehr wenn diese Minderheit eh unproduktiv ist; Alte. Gebrechliche, Zuckerkranke, Lungengeschädigte etc. verursachen nur Kosten.
  • leu84 05.05.2020 09:26
    Highlight Highlight Wenn das so weiter geht, sollte es bis Ende Jahr Ein- und Ausreisesperren in die USA geben. Wer trotzdem in die USA muss, der geht bei der Rückkehr für 2 Wochen in Quarantäne oder Hausarrest.
    • Froggr 05.05.2020 10:09
      Highlight Highlight 😂 genau. Die Chance sich dort anzustecken ist beinahe null. Dann bitte auch in Frankreich, Italien und im pösen Schweden das selbe machen. Sobalds geht bin ich der erste, der in die USA fliegt.
    • Magnum 05.05.2020 12:14
      Highlight Highlight Eine nicht unbedeutende Anzahl der nach Taiwan zurückgekehrten Angesteckten hat sich in den USA angesteckt.

      Dafür, dass die Chancen gleich null sein sollen, passiert das doch etwas zu häufig.

      Wer eine Pandemie nur durch den Filter der im Herbst anstehenden Wahlen betrachtet, kann diese Krise nich optimal bewältigen.
    • Glaedr 05.05.2020 12:54
      Highlight Highlight Habe kein Problem damit wenn Leute in ein Risikogebiet reisen, solange es danach Quarantäne auf eigene Kosten gibt.
      Ich meine wer jetzt in ein Risikogebiet reist der kennt die Gefahr und ist somit selber schuld.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sarkasmusdetektor 05.05.2020 09:18
    Highlight Highlight Ich glaube ja, das Kalkül der Republikaner funktioniert ganz anders. Bekanntermassen sterben an der Seuche ja vor allem Arme und Arbeitslose, die für die Wirtschaft eher unwichtig sind. Die "guten" Arbeitskräfte mit einem Job sind krankenversichert, deren Risiko ist viel kleiner, das der Reichen noch kleiner. Also kaum Risiko für die eigene Klientel, dafür vielleicht ein paar Demokraten-Wähler weniger. Das mag so nicht ganz aufgehen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass der eine oder andere in diese Richtung denkt. Tote Obdachlose haben keine Lobby.
    • Alice36 05.05.2020 09:53
      Highlight Highlight Der Schuss kann ganz leicht nach hinten losgehen da die "working poor" diejenigen sind die die Ami Maschine am laufen halten, von wegen unwichtig.
      Beispiel: Du brauchst nicht den Fleischfabrikbesitzer mit Krankenversicherung sondern tausende Schwarze und Hispanics, ohne Krankenversicherung die Schlachten und abpacken.
      Aber ja du hast Recht einige werden sicher so denken🤮
    • Mijasma 05.05.2020 13:24
      Highlight Highlight Oh doch die denken so. Den es kommen neue Arbeitssklaven aus den armen Ländern Südamerikas und die haben kein Stimmrecht. Die neoliberale Gesselschaft nimmt langsam Gestalt an. die Neoliberalen Republikaner wollen zurück zu einer Gesellschaft wie zu Zeiten der Industrialisierung.
    • blueberry muffin 05.05.2020 14:33
      Highlight Highlight Jo und 30 Millionen Amerikaner haben gerade ihren Job und ihre KK verloren.
  • Kong 05.05.2020 09:18
    Highlight Highlight ... und seine Jünger sterben ...

    ok war ein böser Gedanke, sorry...
  • bonpris 05.05.2020 09:12
    Highlight Highlight Die USA haben gar keine andere Wahl, als die Lockdowns möglichst rasch wieder abzuschaffen.

    Denn die Lockdowns machen Millionen arbeitslos. Und das ist in den USA doppelt fatal. Dadurch verliert man Krankenversicherung und das Einkommen und zwar von heute auf morgen. Es gibt weder Kündigungsfristen noch Kurzarbeit und für die Millionen Schwarzarbeiter auch kein Arbeitslosengeld. Und diese Millionen haben Null Dollar Ersparnisse. Sie mussten vom ersten Tag ihres Lockdowns alles vom Mund absparen und Hunger leiden.

    Für Millionen ist die Aufhebung des Lockdowns eine Frage des Überlebens.
    • Magnum 05.05.2020 11:40
      Highlight Highlight Tja, der Lockdown zeigt mit anderen Worten auf, dass die US-Wirtschaft nur dank einem rechtlosen Prekariat funktioniert und dass der Sozialstaat in den USA allenfalls in Ansätzen vorhanden ist.

      Wer keinen Lohnausfall bei Krankheit bekommt, sondern gar eine Entlassung befürchten muss, der geht auch dann noch zur Arbeit, wenn er sich nicht gesund fühlt. Und steckt dann heiter andere an. Dazu kommt ein Gesundheitssystem, das von erbärmlich für Bedürftige bis zu unbestrittener Weltklasse für Wohlhabende reicht.

      Wenn ein Land miserabel auf eine Pandemie vorbereitet war, dann dieses.
    • Mijasma 05.05.2020 13:29
      Highlight Highlight Der US-Dream of Life. Zu arbeiten bis man Tod umfällt. Die merken gar nicht, dass man sie schon gecknechtet hat.
    • Brett-vorm-Kopf 05.05.2020 13:54
      Highlight Highlight Die USA sind schon seit langem ein Drittweltland. Einige Städte/Regionen mögen darüber hinwegtäuschen... der grosse Rest ist nicht besser dran als ein 2nd oder 3rd Welt Land...
      aber immer schön sich jeden Morgen einreden, dass die USA das Beste Land der Welt ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • iudex 05.05.2020 08:56
    Highlight Highlight Im März/April wurde auch hier einmal - wenn auch nur sehr kurz - ein Artikel über 30'000 Tote in der Schweiz veröffentlicht. Dennoch wird am 11.5. sehr weitreichend geöffnet.

    Btw. hinsichtlich Corona-Toten wurde die super Schweiz erst kürzlich von den USA überholt.
    • Magnum 05.05.2020 11:42
      Highlight Highlight Auch Dir sei nochmals gesagt: Die Pandemie ist in den USA mit Verzögerung eingetroffen. Der Peak der Todesfälle steht den USA erst noch bevor. Also wäre es angezeigt, mit solchen Vergleichen noch einige Wochen zu warten - vorausgesetzt, dass man einen ernsthaften Beitrag zur Diskussion liefern will.
    • iudex 05.05.2020 12:24
      Highlight Highlight Oke, wenn du das sagts, dann wird es bestimmt so sein.
      Benutzer Bild
    • Nick nolte 05.05.2020 12:41
      Highlight Highlight Seriously? 1700 in der Schweiz vs 70000 in den us of a? Aber entscheidend ist die Kurve ..
      Der Typ da drüben hat keinen Schimmer was er mit seinem verwirrenden Gelaber bereits angerichtet hat. Ja, klar kann man öffnen ...wenn man vorgesorgt hat! Sozial und america, das geht wohl einfach nicht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • franky watson 05.05.2020 08:52
    Highlight Highlight immer wieder wird derselbe fehler gemacht, indem man die USA mit einzelnen ländern in europa vergleicht und meint, dass es so viel schlimmer in den USA sei. aber die die USA muss man mit ganz europa vergleichen, da die USA so gross wie europa ist. so gesehen hat europa mehr als doppelt so viel tote wie die USA und beginnt auch mit der lockerung. wo ist es nun schlimmer und düsterer ???
    • iudex 05.05.2020 09:53
      Highlight Highlight Das wird man hier wohl nie begreifen. Und 70'000 Tote in den USA klingt halt viel spektakulärer als 544 Tote/1 Mio. Einwohnern in Spanien.
    • Froggr 05.05.2020 10:11
      Highlight Highlight Natürlich. Europa hats wie so oft hinten und vorne nicht begriffen. Aber es scheint ja zur Mode geworden zu sein auf den USA herumzuhacken was das Zeug hält. Gegenstandslos
    • Cpt. Jeppesen 05.05.2020 11:27
      Highlight Highlight Also wenn schon Zahlen vergleichen, dann bitte die richtigen. Es stimmt, dass die USA z.Zt. noch weniger Fälle haben als ganz Europa. Jedoch bei der Zahl der aktiven aktiven Fälle und der geschlossen Fälle sieht das Ganze anders aus.

      Einwohner: 320 Mill. - USA , 550 Mill. - Europa
      Total Cases: 1.2 Mill. - USA, 1.4 Mill. - Europa
      Active Cases: 954,911 - USA, 770,442 - Europa
      Total recovered: 188,068 - USA, 557,344 - Europa

      Die USA haben mehr aktive Fälle und weniger Genesene als Europa, obwohl Europa mehr Einwohner hat und der Virus in den USA später ausgebrochen ist.

    Weitere Antworten anzeigen
  • RicoH 05.05.2020 08:51
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • RicoH 05.05.2020 08:46
    Highlight Highlight Wie üblich denkt Trump wieder nur an sich und an seine Wiederwahl.

    Mit der schnellen Öffnung trifft er eine in einigen Staaten populäre Entscheidung und sichert sich so kurzfristig eine grössere Zustimmung in der Bevölkerung. Die möglichen Auswirkungen scheinen ihn nicht zu kümmern.
    • bonpris 05.05.2020 09:13
      Highlight Highlight Stimmt. Aber warum sind seine Entscheidungen populär?
    • Froggr 05.05.2020 10:14
      Highlight Highlight Wrong. Wenn er den Lockdown noch länger aufrecht hält, werden noch X Millionen mehr arbeitslos. Somit hätten sie weder Geld noch Krankenversicherung. Das würde definitiv mehr Tote verursachen als der Virus selbst. Ich habe das Gefühl, dass die möglichen Auswirkung des Lockdowns dich/euch nicht kümmern.
    • RicoH 05.05.2020 10:15
      Highlight Highlight bonpris

      Viele wollen eine rasche Öffnung, ungeachtet der möglichen Folgen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ChillDaHood 05.05.2020 08:39
    Highlight Highlight Les ich das jetzt falsch? Die reported Deaths sind ja schon über dem 97% Maximum der expected. D.h. es wird noch schlimmer!
    • Sarkasmusdetektor 05.05.2020 09:13
      Highlight Highlight Na ja, wenn man der Grafik glaubt, sind die "reported deaths" in den letzten 3 Wochen aber ziemlich konstant geblieben, sogar mit leicht abnehmender Tendenz. Insofern scheint die Prognose ziemlich daneben zu liegen. Aber eben, wer weiss wie es weitergeht...
    • Ritiker K. 05.05.2020 09:23
      Highlight Highlight Sarkasmusdedektor.

      Sie sehen schon, dass die Linie 'Modelled Deaths' abflacht, bevor dass sie wieder steigt?

      Nur so von wegen "Die Prognose liegt ziemlich daneben"
  • Varanasi 05.05.2020 08:36
    Highlight Highlight Es trifft in den USA die Afroamerikaner (in Washington ca 80% der Toten) und Abgehängten besonders hart.
    Wenn man diesen Text über Pence liest, ist klar, was diese Menschen im Weissen Haus so denken:

    Pence ist Anhänger des Prosperity Gospel und somit der Auffassung, dass entsprechend der Vorstellungen zur Prädestination Gottes materieller Reichtum und persönlicher Erfolg (oder aber Misserfolg) ein Beweis für die Gunst (oder Ungunst) Gottes seien, eine bei Anhängern fundamentalistischer Freikirchen verbreitete und gesamtgesellschaftlich umstrittene Ansicht.
    Wikipedia
    Benutzer Bild
    • karl_e 05.05.2020 16:52
      Highlight Highlight Die Prädestinationlehre wurde von Calvin im Gottesstaat Genève popularisiert und wird auch bei uns von einigen reformierten Pfaffen immer noch vertreten, Kurzum: Die Armen sind selbst schuld, da vom Herrn persönlich verdammt.
    • bonpris 05.05.2020 18:10
      Highlight Highlight Eine Kleinigkeit fehlt da noch.
      Die Gunst Gottes kann man sich verdienen, in dem man immer schön fleissig arbeitet und erfolgreich geschäftet.
      Und die so verdiente Gunst von Gott beschert einen dann Glück und Wohlstand. Wer besonders reich ist, der ist besonders fleissig und besonders edel und hat diese Gunst Gottes darum verdient.

      Die Evangelischen sind halt ein bisschen seltsam.
  • marcog 05.05.2020 08:30
    Highlight Highlight Klar, diese Opferzahlen möchte niemand sehen. Aber wieviele Leute sind in den USA und anderen Drittweltländern schon verhungert, weil sie kein Geld mehr haben um Essen zu kaufen? Wenn der Lockdown noch lange dauert gibt das vielerorts ein Massaker... oder Bürgerkrieg.
    • BVB 05.05.2020 08:41
      Highlight Highlight Klar, die USA hat ihre Probleme, aber sie ist bei weitem kein Drittweltland.
    • djupp 05.05.2020 08:52
      Highlight Highlight Für die USA lautet die Antwort mit grosser Sicherheit 0. Aber das wissen Sie ja auch selber.
    • Amboss 05.05.2020 08:58
      Highlight Highlight @Marco?
      Wieviele sind es denn?

      Nun, wenn es in den USA Tote gibt, weil sie kein mehr haben um Essen kaufen können, dann haben einfach die USA als Staat versagt. Die USA haben genug Geld und die erforderliche Infrastruktur, dass es nicht so weit kommen muss. Dann hat dies erstmal nichts mit Corona zu tun.

      In den Entwicklungsländern ist es natürlich anders. Da ist ein Lockdown wohl nicht die richtige Massnahme. Dies liegt aber auch in der Zuständigkeit der entsprechenden Regierungen.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Füürtüfäli 05.05.2020 08:10
    Highlight Highlight Der kommt nicht einmal auf die Idee, kritische Fragen könnten mit ihm zu tun haben oder mit etwas, das er zuvor gesagt oder getan hat.
    Nein, es müssen einfach Feindseligkeit, Voreingenommenheit, Wut und Hass sein, die ihm völlig unerklärlicherweise als grandios guten Präsidenten treffen. Die Journalisten sind grundlos böse zu ihm und können aus irgendeinem Grund nicht sehen, wie phantastisch er ist.
    • Firefly 05.05.2020 09:31
      Highlight Highlight Das kann vorkommen... Das schlimme ist, dass solche Menschen in einer modernen Gesellschaft ins höchste Amt gespühlt werden (können)
  • Posersalami 05.05.2020 08:02
    Highlight Highlight Da es praktisch keinen Sozialstaat gibt ist es auch das einzige, was die USA machen können. Zudem ist Wahljahr. Aber eigentlich denke ich, das auch Trump dieses Desaster kaum wird überstehen können.
  • rodolofo 05.05.2020 08:01
    Highlight Highlight Wenn so viele US-Amerikaner sterben, dann sind Mexikaner und Migranten aus anderen Ländern der Welt vielleicht bald wieder willkommen?
    Vielleicht wird aber die Mexikanische Regierung bald eine "Mauer gegen das "Amerikanische Virus" fordern, die von den USA bezahlt werden müsse.
    Nichts ist unmöglich in diesen verrückten Zeiten, die aber noch ganz vernünftig sind, im Vergleich zu dem, was der Klimawandel NOCH alles für uns bereithält...
    Gerade WEIL Menschen die Natur und ihre menschliche Natur erzieherisch beherrschen, ausbeuten und versklaven wollten, gerät alles ausser Rand und Band...
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 05.05.2020 08:00
    Highlight Highlight Na ja, Drosten und das RKI haben im März auch mehrmals «düstere Prognosen» gemacht (Modellrechnungen). Keine hat sich bewahrheitet. Diese mathematischen Experimente mögen ja spannend sein, aber zu einem grossen Teil fehlt ihnen die wissenschaftliche Aussagekraft.
    • Amboss 05.05.2020 08:10
      Highlight Highlight Vielleicht haben sie sich darum nicht bewahrheitet, weil man in Deutschland entschieden Massnahmen eingeleitet hat und eben nicht zu früh alles wieder öffnet?

      In den USA ist es leider so, dass es noch düsterer kam als prognostiziert...
    • Unicron 05.05.2020 08:25
      Highlight Highlight Wir haben halt auch das gemacht was die Experten geraten haben um eben diese Prognosen zu vermeiden.
    • FrancoL 05.05.2020 08:28
      Highlight Highlight Die wissenschaftliche Aussagekraft? und die kannst Du beurteilen? Vor allem stellst sich die Frage für welchen Fall die Prognosen gemacht wurden; für den freien Lauf der Dinge oder für die Lockdown-Situation. Kannst Du uns da aufklären?
    Weitere Antworten anzeigen
  • David Rüegg 05.05.2020 07:27
    Highlight Highlight Immerhin lässt sich dann anhand der USA für Europa relativ gefahrlos festgestellen, wie sich eine schnelle Öffnung auswirkt...
    • karl_e 05.05.2020 16:57
      Highlight Highlight Genau, wir sollten den USA dankbar für dieses Experiment sein. Nur die "Kollateralschäden" sollten uns leid tun.
    • David Rüegg 06.05.2020 06:16
      Highlight Highlight Da kommt mir das Zitat von Bernhard Shaw in den Sinn: «Demokratie ist ein Mechanismus, der sicherstellt, dass wir genau so regiert werden, wie wir es verdienen.» Andererseits kann man sich natürlich fragen, ob Amerika wirklich (noch) als eine Demokratie bezeichnet werden kann. In dem Sinne tun mir selbst die Amis ein bisschen leid.
  • Gawayn 05.05.2020 07:21
    Highlight Highlight Das kommt davon wenn man nur kurzfristig, auf Gewinn orientiert plant.

    Die USA sind im Zugzwang.
    Mit wenig Sozialhilfe.
    Kommt die Wirtschaft nicht in Gang brechen die zusammen.
    Allerdings haben die Amis ihre Schulden zie zurück zahlen können.
    Mit Mühe nur die Zinsen.
    Dieser Schuldenberg, den werden sie kaum bewältigen können.

    Wie lange werde sie das Spielchen weiter spielen können?
  • frächevogel 05.05.2020 07:12
    Highlight Highlight Ich bin ziemlich zwiegespalten. Ein grosser Teil in mir wünscht sich, dass auch die USA mit einem blauen Auge davon kommen werden. Aber ein kleiner, sehr düsterer Teil in mir wünscht sich, dass sie gehörig aufs Maul fallen..
    • Vipermaschine 05.05.2020 11:10
      Highlight Highlight Geht mir ganz ähnlich. Für die vielen Kriege und das grosse Elend, welches sie speziell in den vergangenen Jahrzenten zumindest mitverursacht haben, wäre einmal so etwas wie eine Strafe angesagt. Leider wird sie aber auch dieses Mal grösstenteils die Falschen treffen.
    • Juliet Bravo 05.05.2020 16:09
      Highlight Highlight Das Denken kann ich zwar irgendwie nachvollziehen. Aber jene, die an dieser Krankheit zu Grunde gehen sind halt nicht zwingend die, die gerne Kriege führten.
    • frächevogel 05.05.2020 20:16
      Highlight Highlight Das ist mir absolut bewusst. Ich bin auch nicht sonderlich stolz auf diese Gedanken.

      Da kann man nur hoffen, dass es nach der Krise ein Umdenken geben wirs..

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