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Reichsbürger horteten offenbar Waffen für «Säuberungen»

epa07983488 A march of the far-right group 'Reichsbuerger' (lit. Citizens of the Reich) in Berlin, Germany, 09 November 2019. Demonstrators from several anti-fascist and left-wing organizati ...
Die Polizei fand bei der Razzia gegen die Reichsbürger 93 Waffen.Bild: EPA

Reichsbürger horteten offenbar Waffen für «Säuberungen»

Bei der Grossrazzia gegen eine mutmassliche terroristische Vereinigung aus der Reichsbürger-Szene sind einem Bericht zufolge mehr Waffen sichergestellt worden als bislang bekannt.
13.12.2022, 05:2213.12.2022, 05:22

Insgesamt seien 93 Waffen beschlagnahmt worden, berichtete die «Welt» am Montagabend. Die «Welt» berief sich dabei auf Teilnehmer einer nicht öffentlichen Sondersitzung des Innenausschusses des Bundestags. Darunter seien 19 Faustfeuerwaffen sowie 25 Langwaffen. Auch Messer, Armbrüste, Dekowaffen und Schreckschusspistolen seien gefunden worden. Hinzu kommen dem Bericht zufolge rund 200 legale Waffen eines Waffenhändlers, der ebenfalls zu den Beschuldigten gehöre.

Die Teilnehmer der Sitzung seien bei der Unterrichtung durch den Generalbundesanwalt, das Innenministerium, das Bundeskriminalamt und das Bundesamt für Verfassungsschutz darüber informiert worden, dass die Pläne der Gruppe so weit reichten, dass es auf kommunaler Ebene «Säuberungen» geben sollte, berichtete die «Welt» weiter. Diese sollten demnach etwa Bürgermeister treffen.

Am Mittwoch waren Polizei und Bundesanwaltschaft mit mehreren tausend Einsatzkräften bundesweit gegen ein mutmassliches Terror-Netzwerk aus Reichsbürgern vorgegangen, die einen gewaltsamen Umsturz geplant haben sollen. Es gibt mehr als 50 Beschuldigte; unter den Verdächtigen sind unter anderem auch ein aktiver Soldat und Reservisten der Bundeswehr sowie die ehemalige AfD-Bundestagsabgeordnete und Berliner Richterin Birgit Malsack-Winkemann. (sda/afp)

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