International
Deutschland

Annalena Baerbock verteidigt Absage von Waffenlieferung an die Ukraine

«Wer redet, der schiesst nicht» – Baerbock verteidigt deutschen Ukraine-Kurs

27.01.2022, 14:1327.01.2022, 15:24

Die deutsche Aussenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat die Absage Berlins an eine Lieferung von Waffen in die Ukraine verteidigt.

epa09697239 German Federal Minister for Foreign Affairs Annalena Baerbock and US Secretary of State Antony Blinken (not pictured) hold a joint press conference following their bilateral meeting on the ...
Bild: keystone

Den aussenpolitischen Kurs in dieser Frage um 180 Grad zu drehen, «das sollte man schon bei vollem Bewusstsein tun und vor allen Dingen damit nicht Türen für Deeskalation verschliessen, die sich gerade in diesem Moment so zaghaft wieder öffnen», sagte Baerbock am Donnerstag im Bundestag mit Blick auf die Wiederaufnahme von Gesprächen.

Deutschland unterstütze die Ukraine auch militärisch, sagte sie. Baerbock nannte die Lieferung von Schutzhelmen, den Bau von Schutzbunkern und die Ausbildung ukrainischer Soldaten. Der Dialog habe aber absolute Priorität. «Wer redet, der schiesst nicht. Daher ist es fatal, die Wiederaufnahme von Dialog jetzt einfach so abzutun», sagte Baerbock. Die deutsche Regierung setze auch weiter darauf, die Ukraine wirtschaftlich und finanziell zu stärken.

(yam/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das wahre Gesicht des Krieges in der Ukraine
1 / 19
Das wahre Gesicht des Krieges in der Ukraine
Ein Pro-russischer Soldat zwischen den Trümmern des Flughafens Donezk wo die erbittertsten Kämpfe stattgefunden haben.
quelle: epa/epa / luca piergiovanni
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Dramatische Bilder von Überwachungskameras in Kiew
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
150'000 gegen Vučić: Serbiens Jugend will das alte Regime stürzen
150'000 Menschen demonstrieren in Belgrad gegen Aleksandar Vučić. Am Sonntag könnte die Studentenbewegung das Land nach Jahrzehnten politischer Kontinuität grundlegend verändern.
Aus allen Himmelsrichtungen strömen die Protestierenden an diesem Donnerstag auf den Platz «Slavija» im Zentrum von Belgrad. Am Abend werden es 150'000 sein. Es ist die letzte Grossdemonstration vor der Parlamentswahl am kommenden Sonntag. Die Studierendenbewegung hat diese durch beharrlichen und friedlichen Protest während der letzten zwei Jahre selbst erzwungen.
Zur Story