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Fast jeder dritte Deutsche laut Studie ausländerfeindlich



01.09.2018, Sachsen, Chemnitz: Teilnehmer der Demonstration von AfD und dem ausländerfeindlichen Bündnis Pegida, der sich auch die Teilnehmer der Kundgebung der rechtspopulistischen Bürgerbewegung Pro Chemnitz angeschlossen haben, ziehen durch die Stadt. Bei den für den 01.09.2018 angekündigten Demonstrationen rechnet die Polizei mit einer hohen Zahl von Teilnehmern. (KEYSTONE/DPA)

Bild: dpa-Zentralbild

Ausländerfeindliche Einstellungen greifen in Deutschland immer stärker um sich. Nach einer Untersuchung der Universität Leipzig vertritt inzwischen fast jeder dritte Deutsche solche Positionen.

Im Osten stimmt sogar fast jeder Zweite ausländerfeindlichen Aussagen wie «Ausländer nutzen den Sozialstaat aus» zu. Während antisemitische Einstellungen im Vergleich zu 2016 leicht zurückgegangen seien, habe sich vor allem die Abwertung von Muslimen sowie von Sinti und Roma verfestigt, stellen die Autoren der Studie «Flucht ins Autoritäre» fest, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Demnach stimmt inzwischen deutschlandweit mehr als die Hälfte der Bevölkerung (55 Prozent) der Aussage zu «Durch die vielen Muslime hier fühle ich mich manchmal wie ein Fremder im eigenen Land». Als die Forscher diese Frage zwei Jahre zuvor gestellt hatten, lag die Zustimmung bei 50 Prozent. 2014 waren es 43 Prozent.

Die Teilnehmenden der Studie waren auch nach ihrer Wahlpräferenz gefragt worden. Dabei zeigte sich den Angaben zufolge: 55 Prozent der Menschen, die angaben, sie würden die AfD wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, äusserten sich ausländerfeindlich.

Unter denjenigen, die CDU, CSU und SPD wählen würden, waren demnach 22 Prozent Ausländerfeinde. Für die Wähler der FDP ermittelten die Forscher einen Wert von 18 Prozent. Bei den Anhängern von Linkspartei (15 Prozent) und Grünen (11 Prozent) waren es deutlich weniger.

Für die Studie waren im Mai und Juni dieses Jahres deutschlandweit 2416 Menschen im Alter zwischen 14 und 93 Jahren befragt worden. (aeg/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • manhunt 08.11.2018 06:29
    Highlight Highlight in deutschland leben ca. 5,7% muslime. in sachsen sind es bspw. 0,7%, in sachen-anhalt 0,4%. wenn sich deretwegen jemand „fremd im eigenen land fühlt“, ist dies höchstens eine sehr subjektive, durch gezieltes verbreiten von falschinformationen und hetze geförderte ansicht. da müsste ich mir als schweizer, bei ca. 15% bevölkerungsanteil deutscher in der schweiz, erst recht fremd im eigenen land vorkommen. aber wieso oft beim thema „meinungsbildung“ geht es eben nicht um fakten, sondern um gefühle.
  • PPP 07.11.2018 23:28
    Highlight Highlight Ich habe mit völlig „normalen“ engagierten gebildeten und sozialen Deutschen gesprochen.
    Sie sagten mir, in Deutschland sei es nicht möglich, auch nur die leiseste Kritik an der Einwandeungs-Politik oder an kriminellen Ausländer zu äussern, weil man dann sofort als Rechtsextrem gebrandmarkt wird.

    Daher halten Sie lieber den Mund, als womöglich noch zu riskieren, den Job zu verlieren.
  • legis 07.11.2018 18:24
    Highlight Highlight Lol

    Was deutsch ist bleibt deutsch! 😂

    Gewisse Fehler sollte man nur einmal machen...
  • chorax 07.11.2018 16:42
    Highlight Highlight Ein Drittel gibt es in Umfragen zu, ein Drittel verschweigt es und das letzte Drittel meint es nicht zu sein.
    • Fabio74 07.11.2018 17:36
      Highlight Highlight Und ist dies ein Grund Stolz zu sein?
    • chorax 07.11.2018 19:25
      Highlight Highlight @Fabio74
      Auf was stolz sein? Das Zugeben, das Schweigen oder den Irrtum?
  • JoJodeli 07.11.2018 15:24
    Highlight Highlight Dafür brauchts keine Studie. AfD Wähleranteil liegt bei 27%.... ergo fast jeder dritte Deutsche ist Ausländerfeindlich 🤷‍♀️
    • Fabio74 07.11.2018 17:36
      Highlight Highlight Naja 13% bei der letzten Wahl
  • stookie 07.11.2018 15:22
    Highlight Highlight Wenn jemand sich fremd im eigenen Land fühlt ist das nicht per se Ausländerfeindlich sondern in erster Linie Fremdenfeindlich.
    Und das ist mit Verlaub sogar noch schlimmer.

    Man fühlt sich nicht nur fremd im eigenen Land wegen Muslimen, Sinti und Roma sondern doch auch wegen Homosexuellen, Crossdressern, Frauen mit kurzen Haaren, Männer mit langen Haaren, Männer mit Röcken, zwei Männer mit Kinderwagen, Jugendliche die komische Musik hören...
    Das ist spiessig und ich habe das Gefühl unsere Gesellschaft wird immer spiessiger und ein Ende ist nicht in sicht...
    Arme Welt.
  • ostpol76 07.11.2018 15:05
    Highlight Highlight «Durch die vielen Muslime hier fühle ich mich manchmal wie ein Fremder im eigenen Land»

    Was hat diese Aussage mit ausländerfeindlich zu tun?

    Gehören Gefühle jetzt auch schon zur Kategorie fremdenfeindlich?
    • baba1906 07.11.2018 16:56
      Highlight Highlight Klar: Wenn ich sage ich fühle mich manchmal angeekelt von Schweizern, dann ist das feindlich. Ausländerfeindlichkeit hat ja mal nur mit Gefühle zu tun. Rational ist es ja nicht.
    • Fabio74 07.11.2018 17:38
      Highlight Highlight Ja gehörst du zur Gruppe Ausländerfeindlich.
      Wer wegen 5% Muslimen im Land sich fremd fühlt, hat andere Probleme aber mit sich selbst
  • Kreasty 07.11.2018 14:34
    Highlight Highlight Wollts grad schreiben Waedliman....
    Diese pauschalisierungen und nur weil PC zur Zeit voll In ist, heisst das nicht dass jeder der sich Kritisch Äussert nen Ausländerfreind ist.

    Jeder der sich nicht benehmen kann, egal die Herkunft, sollte sich mal am Riemen reissen. Und gegen topausgebildete Fachkräfte welche am Bahnhof die Gegend unsicher machen darf man ja was sagen, ohne gleich den Ali der nebenan seit 20 Jahren sein Geschäft führt zu meinen.
    • baba1906 07.11.2018 17:02
      Highlight Highlight Das Problem ist ja, dass aus bestimmten Straftaten eben auch wieder pauschalisiert wird. Von den vielen Migranten auf der ganzen Welt sind nur eine kleine kleine Minderheit auffällig. Meistens die, die etwas besonders tolles, oder besonders schlimmes machen. Niemand kann verneinen dass Ausländerfeindlichkeit nicht existiert. Es ist so einfach die Fremde für die eigenen Probleme zu verurteilen. Ändern wird es aber nichts. Siehe Länder wie Nordkorea. Die haben auch keine Ausländer und trotzdem verhungern dort Menschen. Niemand kritisiert die Kritik an Straftäter, schon aber die Generalisierung.
  • Clife 07.11.2018 14:12
    Highlight Highlight RTL ist ein Produkt von Deutschland, das wohl sogar äusserst beliebt ist. Dürfen die mit so einer Sendung überhaupt noch eine eigene Meinung haben😂?

Eklat im ARD-Sommerinterview: AfD-Chef Gauland verweigert Zuschauerfragen

Eigentlich sollen die Zuschauer im Anschluss des ARD-Sommerinterviews die Möglichkeit bekommen, den jeweiligen Spitzenpolitikern Fragen zu stellen. Eigentlich.

Als am Sonntag aber der Fraktionschef der AfD im Bundestag, Alexander Gauland, zu Gast war, war dies nicht der Fall. Denn im Anschluss an das Sommerinterview mit dem AfD-Politiker fiel das Online-Format «Frag selbst» aus, wie das ARD-Hauptstadtstudio mitteilte.

Der Grund: Alexander Gauland hatte die Teilnahme an der obligatorischen …

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