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Den deutschen Streitkräften gehören derzeit rund 179'000 Soldaten an. 
Bild: FABRIZIO BENSCH/REUTERS

Mehr Personal: Deutsche Bundeswehr soll wieder deutlich wachsen

13.03.2016, 22:36

Nach jahrzehntelanger Schrumpfkur soll die deutsche Bundeswehr wieder wachsen. Einem Medienbericht zufolge ist zunächst eine Aufstockung der Truppe um 7000 Soldaten und 3000 zivile Mitarbeiter geplant. Später sollen 5000 weitere Planstellen hinzukommen, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland am Wochenende berichtete.

«Die Zahlen sind am unteren Ende dessen, was tatsächlich benötigt wird.»
Bundeswehrverbandschef André Wüstner

Das Verteidigungsministerium prüft seit einigen Monaten, ob die Bundeswehr noch genug Personal für ihre wachsenden Aufgaben hat. Ein Sprecher sagte der Nachrichtenagentur dpa, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen werde erst im April entscheiden. Die Untersuchungen liefen noch.

Nach dpa-Informationen handelt es sich bei den genannten Zahlen um einen ersten Vorschlag der Streitkräfteführung. Bundeswehrverbandschef André Wüstner sagte am Sonntag dazu: «Die Zahlen sind am unteren Ende dessen, was tatsächlich benötigt wird.»

1990 waren es noch fast 600'000 Soldaten

Den deutschen Streitkräften gehören derzeit rund 179'000 Soldaten an. Es gibt aber 185'000 Planstellen für Soldaten und 56'000 für Zivilisten.

Die Bundeswehr ist seit der Wiedervereinigung 1990 kontinuierlich geschrumpft. Damals zählte sie noch fast 600'000 Soldaten. Die letzte Verkleinerung von 250'000 auf 185'000 Soldaten hatte von der Leyens Vorgänger Thomas de Maizière, der derzeitige Innenminister, 2011 auf den Weg gebracht.

Von der Leyen hatte bereits im Januar eine Offensive zur Modernisierung der Bundeswehr gestartet. In den nächsten 15 Jahren will sie insgesamt 130 Milliarden Euro in 1500 Rüstungsprojekte stecken. An Grosswaffensystemen sollen vor allem mehr Panzer und Helikopter beschafft werden.

Die Aufrüstung der Bundeswehr und eine Personalaufstockung sind aber nur zu realisieren, wenn der Verteidigungshaushalt von derzeit 34.3 Milliarden Euro deutlich erhöht wird. (sda/dpa)

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