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epa06006909 Festivalgoers leave the site of the 'Rock am Ring' festival at the Nuerburgring circuit after a terrorist threat warning in Nuerburg, Germany, 02 June 2017. The 32th edition of the festival takes place on the Nuerburgring circuit from 02 to 04 June.  EPA/RONALD WITTEK

Zehntausende Besucher verlassen innerhalb kurzer Zeit geordnet und ruhig das Festivalgelände. Bild: RONALD WITTEK/EPA/KEYSTONE

Festival «Rock am Ring» wegen Terrorwarnung unterbrochen – wird heute weitergefeiert?

Nach der Unterbrechung des deutschen Festivals «Rock am Ring» wegen Terrorgefahr soll am Samstag die Entscheidung über Fortsetzung oder Abbruch verkündet werden.



Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz will sich um 11.00 Uhr am Nürburgring in der Eifel zu den Ereignissen äussern. Das legendäre Musikfestival war am Freitagabend unterbrochen worden, weil die Polizei Hinweise auf eine mögliche terroristische Gefährdung hatte. Zehntausende Besucher verliessen daraufhin innerhalb kurzer Zeit geordnet und ruhig das Festivalgelände, wie Veranstalter Marek Lieberberg berichtete.

Der genaue Hintergrund für den Terroralarm war zunächst unklar. Nach Zeitungsberichten verhörte die Polizei zwei Mitarbeiter eines Subunternehmens. Es habe die Befürchtung bestanden, dass die beiden Männer etwas auf dem Gelände hinterlegt haben. Die Polizei am Nürburgring wollte sich zu dem Bericht nicht äussern.

Auftritt auf Samstag möglich

Das dreitägige Festival hatte am Freitagnachmittag begonnen. Alle knapp 90'000 Ticket waren verkauft. Am Abend sollte noch die Band Rammstein als Topact auftreten. Nach Angaben des offiziellen «Rock am Ring»-Liveblogs wollte sich Veranstalter Lieberberg darum bemühen, die Band am Samstag auftreten zu lassen.

Dass das Gelände geräumt werden musste, sah er kritisch. «Ich glaube, dass wir hier für das büssen müssen, was im Fall Amri oder anderen zu wenig getan wurde.» Durch Versäumnisse der Ermittlungsbehörden sei eine andere Gemütslage eingetreten, so dass womöglich «schneller gravierende Entscheidungen getroffen werden als vorher». Der Islamist Anis Amri hatte im Dezember 2016 bei einem Lastwagen-Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz zwölf Menschen getötet.

Die Veranstalter hofften auf eine Fortsetzung des Festivals am Samstag. «Wir alle hoffen, dass wir morgen gemeinsam weiterfeiern können!», hiess es am frühen Samstagmorgen auf der Facebook-Seite von Rock am Ring. «Es ist grossartig, dass wir trotz dieser für uns alle schwierigen Situation heute so toll zusammengearbeitet haben.»

Parallelfestival geht derweil weiter

Schon vor der Unterbrechung hatten Sicherheitsbedenken das Festival begleitet. Die Polizeipräsenz am Nürburgring war - auch vor dem Hintergrund des Terroranschlags auf ein Konzert in Manchester vor anderthalb Wochen - auf mehr als 1200 Beamte aufgestockt worden. Für das Festival war es eine Rückkehr: In den vergangenen beiden Jahren hatte «Rock am Ring» auf dem Flugplatz Mendig stattgefunden, mehrere Besucher wurden dabei bei Blitzschlägen verletzt.

Beim parallel in Nürnberg stattfindenden Zwillingsfestival «Rock im Park» waren die Konzerte am Freitagabend weitergegangen. Dort treten dieselben Bands in anderer Reihenfolge auf. (viw/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • walsi 03.06.2017 10:02
    Highlight Highlight Der Terror hat gewonnen! Wäre das Festival trotzdem durchgeführt worden wäre das ein Zeichen gewesen an die Terroristen. Wenn es dann tatsächlich ein Explosion und Tote gegeben hätte, einfach kurz aufräumen und weitermachen. Das wäre ein Zeichen die Terroristen! Wir lassen uns von euch nicht unser Leben nehmen. Wenn Terror keine Wirkung mehr hat hört er auf. So lange wir uns aber wie aufgeregte Hühner umher scheuchen lassen so lange wird der Terror gewinnen.
    • Peter Bünzli 03.06.2017 13:46
      Highlight Highlight "...einfach kurz aufräumen und weitermanchen." walsi hast du sie noch alle?
  • Grundi72 03.06.2017 08:27
    Highlight Highlight Wenn Du bei einem Ariana Grande-Konzert in die Luft gesprengt wirst, erklären dir der Bürgermeister von London und der französische Regierungschef: „Gewöhn Dich dran. Da können wir nichts tun. Absolute Sicherheit kann es nicht geben. Aber wenn Du möchtest, dass wir die Temperatur des Planeten im Jahr 2100 um ein halbes Grand senken. Das kriegen wir hin.
    • SemperFi 03.06.2017 09:45
      Highlight Highlight Hey bravo, das ist ja geistiger Extremsport: vom Wacken über Ariane Grande zum Klimawandel und das in nur vier Sätzen!
    • Darkside 03.06.2017 10:03
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