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Epstein wegen Missbrauchs von Xbox Live lebenslang gesperrt

Jeffrey Epstein photo release by House Oversight Committee Ghislaine Maxwell, Jeffrey Epstein photo release by House Oversight Committee Image supplied by House Oversight Committee via Copyright: xx
Ghislaine Maxwell und Jeffrey Epstein (†).Bild: www.imago-images.de

Epstein war wegen Missbrauchs von Xbox Live lebenslang gesperrt

01.02.2026, 22:4602.02.2026, 07:16

Jeffrey Epstein musste sich für viele der schwerwiegenden Sexualverbrechen, die ihm vorgeworfen wurden, nie vor Gericht verantworten. Konsequenzen erlebte er jedoch zumindest auf einer digitalen Plattform: dem Online-Gaming-Dienst Xbox Live.

Aus neu veröffentlichten Unterlagen geht hervor, dass Microsoft den Account des US-Finanziers im Dezember 2013 dauerhaft gesperrt hatte. In einer E-Mail an Epsteins private Adresse begründete der Konzern den Schritt mit «Belästigung, Drohungen und/oder Missbrauch anderer Spieler».

Laut Microsoft habe es sich um wiederholte und schwere Verstösse gehandelt, darunter verbale Beschimpfungen, aggressive Beleidigungen sowie Drohungen gegenüber anderen Nutzern, mutmasslich während Online-Spielen wie «Call of Duty» oder «Grand Theft Auto».

Epstein war zum Zeitpunkt der Sperre 60 Jahre alt. Er starb 2019 in einem New Yorker Gefängnis, wo er auf seinen Prozess wegen bundesweiter Vorwürfe des Sexhandels mit Minderjährigen wartete.

Die Xbox-Live-Sperre ist eines von vielen Details aus Millionen Seiten neu veröffentlichter Akten, die derzeit erneut Einblick in das Verhalten und Umfeld des früheren Investmentbankers geben.

(mke)

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MartinZH
01.02.2026 23:57registriert Mai 2019
Man fragt sich, was [?!] genau dazu führen könnte, dass man "lebenslänglich" [!] von der Online-Gaming-Plattform «Xbox Live» gesperrt wird.

Da muss ja schon einiges vorgefallen sein, dass die Plattform-Betreiberin zu einer solchen Massnahme gegriffen hat. Da müssen wirklich massive Regelverstösse vorgelegen haben, dass man da dermassen eingeschritten ist.

Traurig – und bedenklich zugleich –, dass eine private Plattform handelte, während "der Staat" überhaupt nichts gemacht hat.

Das kommt sicher nicht "von ungefähr", da sind / waren zu viele Personen involviert, die "über Macht" verfüg(t)en.
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deedee
01.02.2026 23:29registriert März 2015
"Hör mal Bill, entweder du entbannst meinen Gamertag oder ich erzähle allen von der Affäre!“ – Wer hätte gedacht, dass es im neusten Erpressungs-Skandal am Ende nur um eine Runde Call of Duty ging?
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miekkahammastiikeri
01.02.2026 23:52registriert März 2023
Im reale Leben stand der mit so vielen rückgratlosen Leut in Kontakt und bei Xbox hatten sie seine Gefahrlichkeit erkannt und ihn zum Schutz der anderen von der Plattform verbannt?

Da fragt man sich wozu es Gerichte gibt. Die haben einen besonders schlimmen Wiederholungstäter 16 Jahre lang immer wieder als glaubwürdig und rehabilitiert gesehen, wärend dieser vielleicht bis 1 Monat vor seinem Tod fortlaufend log, üblen Personen weiter als Zuhälter diente und junge Frauen und Kinder fast endlos quälte. Aber er war psychisch gesund und so liess man ihn halt gewähren?
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