International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07540461 US Attorney General William Barr is sworn in prior to testifying before the Senate Judiciary Committee's hearing on 'The Justice Department's Investigation of Russian Interference with the 2016 Presidential Election' on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 01 May 2019.  Attorney General Barr is facing questions from Senators for the first time since the release of special counsel Robert Mueller's Russia report on 18 April 2019.  EPA/SHAWN THEW

Ziel sei nicht gewesen, den Mueller-Report zusammenzufassen: US-Justizminister Barr vor dem Justizausschuss. Bild: EPA/EPA

Barr verteidigt vor US-Kongress seinen Umgang mit Mueller-Bericht



US-Justizminister William Barr hat am Mittwoch bei einer Anhörung vor dem US-Senat seinen Umgang mit dem Bericht von Sonderermittler Robert Mueller zur Russland-Affäre verteidigt.

Das Ziel seines zunächst veröffentlichten vierseitigen Schreibens zu dem Bericht sei nicht gewesen, den mehr als 400-seitigen Report zusammenzufassen, sagte Barr. Er habe angesichts des grossen öffentlichen Interesses lediglich einige Schlussfolgerungen daraus nennen wollen, während die Gespräche über eine Veröffentlichung des Berichts noch gelaufen seien. Barr betonte, er habe Mueller angeboten, seinen vierseitigen Brief vorab einzusehen, «aber er hat das abgelehnt».

Mueller hatte fast zwei Jahre lang untersucht, ob Donald Trumps Team geheime Absprachen mit Vertretern Russlands getroffen hat und ob der US-Präsident die Justiz behinderte. Hintergrund ist die mutmassliche Einmischung Moskaus in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016. Ende März hatte Mueller seine Arbeit abgeschlossen und Barr einen vertraulichen Bericht übergeben. Zunächst hatte Barr nur eine vierseitige Zusammenfassung davon veröffentlicht. Erst später machte er eine in Teilen geschwärzte Version des Berichts öffentlich.

Zahlreiche Kontakte - keine Straftat

Mueller und sein Team stiessen bei den Ermittlungen demnach auf «zahlreiche» Kontakte zwischen Trumps Wahlkampflager und Vertretern Russlands. Beweise für eine Straftat fanden sie aber nicht. Zur Frage, ob Trump die Justiz behindert habe, traf Mueller keine Festlegung, sondern legte Indizien dafür und dagegen vor. Barr kam auf dieser Grundlage zu dem Schluss, dass dem Präsidenten auch in diesem Punkt keine strafrechtlichen Vorwürfe zu machen seien.

Trump spricht auf Twitter vom «grössten Beschiss in der Geschichte der amerikanischen Politik». twitter/realdonaldtrump

In einem Brief an Barr, der kurz vor dessen Anhörung öffentlich wurde, hatte sich Mueller bereits Ende März über Barrs vierseitiges Schreiben beschwert und beklagt, Kontext und Inhalt der Ermittlungsergebnisse seien darin nicht vollständig erfasst. Dies habe für öffentliche Verwirrung über entscheidende Aspekte der Untersuchungsergebnisse gesorgt.

Barr hielt vor dem US-Kongress dagegen, Mueller habe in einem persönlichen Gespräch mit ihm betont, dieser habe nicht das vierseitige Schreiben für unzutreffend gehalten, sondern die Medienberichterstattung darüber. Mueller habe ihm keineswegs vorgeworfen, den Bericht verzerrt dargestellt zu haben. (sda/dpa/bal)

Diese Demokraten kandidieren gegen Trump

Mueller-Bericht entlastet Trump in der Russland-Affäre

Play Icon

Trump und die Folgen

Wie Putin und Trump versuchen, die Medien in den Griff zu bekommen

Link zum Artikel

Sorry, aber wir müssen wieder über Trump und Faschismus reden

Link zum Artikel

Wie Trump 8 Millionen Dollar auf magische Weise in 291 Millionen Dollar verwandelt hat

Link zum Artikel

Trump hat die Grand Old Party in eine autoritäre Bewegung verwandelt

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 01.05.2019 22:32
    Highlight Highlight Zitat:

    „Barr hielt vor dem US-Kongress dagegen, Mueller habe in einem persönlichen Gespräch mit ihm betont, dieser habe nicht das vierseitige Schreiben für unzutreffend gehalten, sondern die Medienberichterstattung darüber. Mueller habe ihm keineswegs vorgeworfen, den Bericht verzerrt dargestellt zu haben.“

    Mit anderen Worten : CNN und die übliche Lügenpresse halt - wie schon so oft 😉?!
    • exeswiss 02.05.2019 02:02
      Highlight Highlight das du Barr alles an den lippen abkaufst war klar.
    • exeswiss 02.05.2019 02:04
      Highlight Highlight ps. man muss schon sehr desillusioniert sein wenn man glaubt, einen mehr als 400 seitigen bericht IN KONTEXT halten zu können, wenn man ihn auf 4 seiten zusammenfasst.

Staatsbankett in London: Donald Trump nennt die Queen eine «tolle Frau»

Der amerikanische Präsident Donald Trump beginnt heute Montag seinen Staatsbesuch in Grossbritannien. Im Liveticker kannst du die aktuellen Entwicklungen mitverfolgen.

Artikel lesen
Link zum Artikel