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Nach Trump-Urteil: Bewährungsbeamter befragt Ex-Präsidenten

Bewährungsbeamter befragt Trump nach Urteil im Schweigegeld-Prozess

11.06.2024, 10:17
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Nach dem Schuldspruch gegen Donald Trump im sogenannten Schweigegeld-Prozess hat sich der ehemalige US-Präsident jetzt den Fragen eines Bewährungsbeamten stellen müssen.

FILE - Former President Donald Trump walks out of the courtroom to make comments to members of the media after a jury convicted him of felony crimes for falsifying business records in a scheme to ille ...
Trump muss sich den Fragen eines Bewährungsbeamten stellen.Bild: keystone

Die Befragung habe am Montag (Ortszeit) per Video stattgefunden, berichteten US-Medien unter Berufung auf eine anonyme Quelle. Der Justizmitarbeiter werde nun einen Bericht für Richter Juan Merchan verfassen, der am 11. Juli das Strafmass gegen Trump verkünden will.

«Die Befragung verlief ereignislos und dauerte weniger als dreissig Minuten», zitierte der Sender CBS eine namentlich nicht genannte Quelle. So ein Termin sei Routine nach einem Schuldspruch, schrieb die «Washington Post».

Es gehe dabei um die persönliche Geschichte der Straftäter, ihre psychische Gesundheit und den Umständen, die zur Verurteilung geführt haben. Der dabei entstehende Bericht sei nicht öffentlich, schrieb die Zeitung weiter. Aspekte daraus könnten aber vor Gericht bekannt werden.

Trump habe sich für die Befragung aus seinem Haus Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida dazugeschaltet, der Bewährungsbeamte sei in Manhattan gewesen. Um das Treffen virtuell abhalten zu können, habe Trump vorab eine Genehmigung bekommen - ebenso für die Teilnahme seines Anwaltes an dem Gespräch. Vertreter der Trump-Kampagne äusserten sich zunächst nicht zu der Befragung.

Trump war Ende Mai im Prozess um die Verschleierung von Schweigegeld-Zahlungen an eine Pornodarstellerin in allen 34 Anklagepunkten von den Geschworenen für schuldig gesprochen worden. Es ist das erste Mal in der US-Geschichte, dass ein ehemaliger Präsident wegen einer Straftat verurteilt wurde.

Trump droht im schlimmsten Fall eine Gefängnisstrafe von bis zu vier Jahren. Wahrscheinlicher ist, dass die Strafe zur Bewährung ausgesetzt oder eine Geldstrafe verhängt wird. Trumps Anwalt hatte Befragung angekündigt.

Der 77-jährige Republikaner wird aller Voraussicht nach bei der Präsidentenwahl im November gegen den Demokraten und derzeitigen Amtsinhaber Joe Biden (81) antreten. (sda/dpa/ome)

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