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Jean-Marie Le Pen wegen Äusserungen über Homosexuelle verurteilt



epa05246271 (FILE) A file picture dated 22 April 2014 shows hormer President of the Front National (FN) Jean-Marie Le Pen attending a press conference held by his daughter and FN party President, Marine Le Pen, to launch her campaign for the European Parliament elections at the Maison des Centraliens, in Paris, France. According to media reports on 06 April 2016, Jean-Marie Le Pen has been fined 30,000 euro for remarks he made about the Holocaust.  EPA/YOAN VALAT

Jean-Marie Le Pen. Bild: EPA/EPA FILE

Der Mitgründer von Frankreichs rechtsextremer Partei Front National, Jean-Marie Le Pen, ist wegen abfälliger Äusserungen über Homosexuelle zu einer Geldstrafe von mehreren tausend Euro verurteilt worden. Das entschied am Mittwoch ein Gericht in Paris.

Wie mehrere Medien berichteten, muss er einen Teil des Geldes an einen Verein zahlen, der sich gegen die Diskriminierung Homosexueller einsetzt.

Le Pen hatte sich unter anderem 2017 nach der Trauerfeier für einen auf den Pariser Champs-Élysées erschossenen Polizisten diskriminierend geäussert. Auch der Partner des Polizisten hatte eine Rede gehalten. Le Pen hatte daraufhin gefordert, dass man die Familie des Getöteten von solch einer Zeremonie aus Diskretion hätte fernhalten müssen.

Im Gespräch mit der Zeitung «Le Figaro» hatte Le Pen Homosexuelle ebenfalls beleidigt. Sein Anwalt kündigte nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP an, in Berufung zu gehen.

Jean-Marie Le Pen ist der Vater der Rechtsaussen-Politikerin Marine Le Pen. Le Pen war 2015 aus der rechtsextremen Front National ausgeschlossen worden, nachdem er mehrmals die Gaskammern der Nazis als «Detail der Geschichte» bezeichnet hatte. Trotzdem blieb er Ehrenvorsitzer, bis der Posten Mitte März gestrichen wurde. Der 90-Jährige hatte die Partei seit ihrer Gründung 1972 bis 2011 geführt. (aeg/sda/dpa)

Le Pen und der Front National: eine Erfolgsgeschichte

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hein Blöd 28.11.2018 21:06
    Highlight Highlight Ich bin gegen Homophobie & betrachte Le Pen als einen Schrecklichen.

    Jedoch gewichte ich das Recht zur freien Meinungsäusserung höher,als das Recht auf sich nicht beleidigt fühlen. Meine persönlichen Gefühle, oder die einer bestimmten Gruppe, sollten NIE über einem anderen fundamentalen Recht stehen. Solch eine Auffassung ist der Grund, warum wir IMMER NOCH Blasphemie-Gesetze haben.

    Solche Gesetze sind anti-demokratisch, sie sind anti-republikanisch. In Saudi-Arabien wird einem als Atheist der Kopf abgeschlagen, hierzulande bekommt man zum Glück nur eine Busse, wenn man Religionen beleidigt.
    • Fabio74 29.11.2018 20:30
      Highlight Highlight Meinungsfreiheit hört dort auf wo man andere Beleidigt. Sagt man dem Alten er sei ein Nazi droht er einem mit einem Strafverfahren. So viel zum Thema
  • chorax 28.11.2018 20:51
    Highlight Highlight Ich kapiere es nicht.
    Was hat Le Pen falsches gesagt?

    Hat ihm etwa die Farbe eines Hemdes nicht gefallen, oder was?
    • Fabio74 29.11.2018 11:42
      Highlight Highlight Die Frage ist doch warum es in dieser Welt Menschen gibt, die es nötig finden einen Faschisten, einen notorischen Holocaust-Leugner und einen Homophoben zu verteidigen?
      Weil der Kommentierer selber homophob ist und ein Problem mit Homosexuellen hat?
      Oder aus Lust zu provozieren?
  • Fabio74 28.11.2018 17:38
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