International
Frankreich

Zwölfjährige in Frankreich will Englischlehrerin mit Messer töten

Zwölfjährige in Frankreich will Englischlehrerin mit Messer töten

13.12.2023, 20:1813.12.2023, 20:18
Schule in Rennes, an der eine 12-Jährige ihre Lehrerin töten wollte.
Bild: twitter

Eine versuchte Messerattacke einer Zwölfjährigen auf ihre Lehrerin hat in Frankreich für grosse Aufregung gesorgt. Mitten im Englischunterricht habe die Schülerin am Mittwoch in der Grossstadt Rennes ein grosses Messer aus der Schultasche geholt und damit gedroht, die Lehrerin sowie all diejenigen Schüler umzubringen, die sie nicht mögen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Lehrerin habe die anderen Schüler aus der Klasse geschickt und sei vor der Schülerin davongelaufen, die von anderem Personal überwältigt wurde.

Hinweise auf eine Radikalisierung der Schülerin gebe es nicht, sagte Staatsanwalt Philippe Astruc. In der vergangenen Woche habe die Lehrerin im Unterricht das Handy der Schülerin einkassiert. Untersucht werde, ob dieser Vorfall etwas mit der Tat zu tun haben könnte. Das strafunmündige Mädchen könne maximal für 24 Stunden bei der Polizei festgehalten werden. Abgewartet werde noch das Ergebnis einer psychiatrischen Untersuchung.

Nachdem vor zwei Monaten ein radikaler Islamist im nordfranzösischen Arras einen Lehrer erstach, gilt im Land die höchste Terrorwarnstufe. Anfang Dezember kam es erneut zu einer islamistischen Terrortat: Ein junger Mann erstach am Eiffelturm in Paris einen deutschen Touristen. Entsprechend hoch ist die Anspannung im Land, insbesondere in den Schulen. Nach Angaben des Staatsanwalts hatte die Schülerin in Rennes zu ihrer Lehrerin gesagt: «Das ist in Arras passiert und ich werde es genauso tun.» (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
17 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Hudi16
14.12.2023 05:35registriert April 2022
Ich sehe scwarz für die Zukunft. Schade für die sehr vielen wirklich tollen, intelligenten, konstruktiven, emphatischen, anständigen Jungs und Mädels,..aber die ausser Kontrolle geratenen Assis unter ihnen benehmen sich einfach zu oft derart respektlos, degeneriert und unzivilisiert, dass sie ein friedvolles und angenehmes Miteinander sabotieren und einfach unmöglich machen. Heute wieder beobachtet auf dem Zugsperron in der Hardbrücke am hellichten Nachmittag, und ich mag schon gar nicht mehr den ÖV benutzen wegen denen. So etwas dürfen wir als Gesellschaft nicht mehr hinnehmen!
635
Melden
Zum Kommentar
avatar
Booker
14.12.2023 06:19registriert September 2016
Der Islamismus fruchtet langsam in Europa. Leider wird es kaum wahrgenommen. Wir steuern auf den Punkt zu wo es nicht mehr umkehrbar ist und wir definitiv verlieren werden.
6214
Melden
Zum Kommentar
avatar
Müller Lukas
14.12.2023 07:10registriert August 2020
Ich denke hier wäre eine Verwahrung angezeigt 😲
203
Melden
Zum Kommentar
17
ICE-Opfer Alex Pretti trug eine P320-Pistole – ging sie versehentlich los?
Der in Minneapolis von ICE-Beamten erschossene Mann hatte eine SIG Sauer P320 bei sich. Bei seiner Entwaffnung könnte sich ein Schuss gelöst haben. Damit dürfte die Kontroverse um das Modell neu aufflammen, das bald auch Schweizer Soldaten verwenden sollen.
Alex Pretti, der von der US-Einwanderungsbehörde ICE am Samstag in Minneapolis erschossene 37-jährige Krankenpfleger, trug eine Pistole des US-amerikanischen Waffenherstellers SIG Sauer auf sich.
Zur Story