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Wie bei «Platoon»: Griechische Armee spielt Krieg – ausgerechnet über Flüchtlingscamp in Idomeni



Immer wieder donnern mehrere Kampfjets im Tiefflug über das Land. Schwer bewaffnete Soldaten durchkämmen in Vollmontur die Felder. Riesige Armee-Transporthelikopter kommen laut knatternd dahergeflogen und landen.

«Kinder haben geschrien, Mütter haben geweint, rannten hin und her und holten ihre Kinder weg.»

Fotograf in Idomeni

Die Szenen erinnern an Kriegsfilme wie «Platoon» – oder, noch schlimmer, an echten Krieg. Sie spielen sich letzte Woche in der Nähe von Indomeni in Mazedonien ab. Ausgerechnet über den Köpfen und in den Feldern in der Nähe des riesigen Flüchtlingscamps, wo tausende kriegstraumatisierte Flüchtlinge leben.

Die Menschen im Camp seien total verstört gewesen, sagt ein Fotograf gegenüber bento. «Kinder haben geschrien, Mütter haben geweint, rannten hin und her und holten ihre Kinder weg.» Niemand habe zuerst gewusst, was da passiere.

«Demonstration der Einsatzbereitschaft»

Die offizielle Begründung für das Kriegsspektakel: Das griechische Militär wollte mal kurz seine Muskeln spielen lassen und führte eine Übung nahe der mazedonischen Grenze durch. Es handle sich um eine «Demonstration der Einsatzbereitschaft». (egg)

«This ist not for Humans» – eine Nacht im Flüchtlingscamp in Idomeni

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