International
Griechenland

Idomeni: Kampfjets über Flüchtlingslager – nur zur Übung

Wie bei «Platoon»: Griechische Armee spielt Krieg – ausgerechnet über Flüchtlingscamp in Idomeni

19.04.2016, 14:2419.04.2016, 14:24

Immer wieder donnern mehrere Kampfjets im Tiefflug über das Land. Schwer bewaffnete Soldaten durchkämmen in Vollmontur die Felder. Riesige Armee-Transporthelikopter kommen laut knatternd dahergeflogen und landen.

«Kinder haben geschrien, Mütter haben geweint, rannten hin und her und holten ihre Kinder weg.»
Fotograf in Idomeni

Die Szenen erinnern an Kriegsfilme wie «Platoon» – oder, noch schlimmer, an echten Krieg. Sie spielen sich letzte Woche in der Nähe von Indomeni in Mazedonien ab. Ausgerechnet über den Köpfen und in den Feldern in der Nähe des riesigen Flüchtlingscamps, wo tausende kriegstraumatisierte Flüchtlinge leben.

Die Menschen im Camp seien total verstört gewesen, sagt ein Fotograf gegenüber bento. «Kinder haben geschrien, Mütter haben geweint, rannten hin und her und holten ihre Kinder weg.» Niemand habe zuerst gewusst, was da passiere.

«Demonstration der Einsatzbereitschaft»

Die offizielle Begründung für das Kriegsspektakel: Das griechische Militär wollte mal kurz seine Muskeln spielen lassen und führte eine Übung nahe der mazedonischen Grenze durch. Es handle sich um eine «Demonstration der Einsatzbereitschaft». (egg)

«This ist not for Humans» – eine Nacht im Flüchtlingscamp in Idomeni

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«This ist not for Humans» – eine Nacht im Flüchtlingscamp in Idomeni
Im griechischen Idomeni, direkt an der mazedonischen Grenze sind rund 14'000 syrische, irakische und afghanische Flüchtlinge gestrandet.
quelle: watson/rafaela roth / watson/rafaela roth
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«Humans of Idomeni»: 18 Botschaften aus dem schlimmsten Flüchtlingslager Europas

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«Humans of Idomeni»: 18 Botschaften aus dem schlimmsten Flüchtlingslager Europas
«Wie lange wollt ihr noch diskutieren?», fragt dieser Syrer mit seinen Töchtern im Flüchtlingslager in Idomeni.
quelle: watson/rafaela roth / watson/rafaela roth
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22 Kommentare
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Ghost
19.04.2016 14:58registriert Oktober 2015
Ich vermute, die "Drohgebärde" der griechischen Armee ist Folge der steigenden Gewaltbereitschaft und des wachsenden Widerstandes der Flüchtlinge in Idomeni.

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