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epa07943575 Police drive the lorry container along the road from the scene in Waterglade Industrial Park in Grays, Essex, Britain, 23 October 2019. A total of 39 bodies were discovered inside a lorry container in the early hours of this morning, and pronounced dead at the scene.  EPA/VICKIE FLORES

Der LKW, in dem die Opfer gefunden wurden, wird von der Polizei umparkiert. Bild: EPA

39 Tote in LKW: Britische Polizei nimmt mutmassliche Schlepper fest



Bei den Mordermittlungen zum Fund von 39 Leichen in einem LKW-Sattelauflieger bei London hat die britische Polizei am Freitag zwei weitere Menschen festgenommen. Bei ihnen handle es sich um einen 38 Jahre alten Mann und eine Frau gleichen Alters. Ihnen würden Menschenhandel in 39 Fällen sowie Totschlag in 39 Fällen vorgeworfen, teilte die Polizei am Freitag mit.

Der bereits zuvor festgenommene, in Nordirland wohnhafte Fahrer des Lastwagens, in dem die Leichen gefunden worden waren, stehe weiter unter Mordverdacht und bleibe in Haft, teilte die Polizei weiter mit. Der Inhaftierungsbeschluss gegen ihn sei am Donnerstag verlängert worden. Im Internet kursierten derweil Online-Petitionen, in denen seine Freilassung gefordert wird.

Unklar blieb zunächst, ob er oder jemand anderes die Polizei informiert hat und was er über den Inhalt des LKW-Aufliegers wusste. Die Zugmaschine war aus Irland gekommen, der Auflieger kam über den belgischen Hafen Zeebrugge nach Purfleet. Die Zugmaschine transportierte ihn dann in ein Industriegebiet in Grays. Wann und wo die Menschen in den Lkw gelangten, ist derzeit völlig unklar.

Leichen werden obduziert

Alle 39 in dem Lastwagen-Anhänger entdeckten Leichen werden in einem Spital in Chelmsford obduziert. Die ersten elf Toten wurden am Donnerstagabend - begleitet von einer Polizeieskorte - in die Einrichtung gebracht.

Die Opfer, 31 Männer und acht Frauen, stammen nach Angaben der britischen Polizei aus China. Experten rechnen mit sehr langen Untersuchungen nach dem grausigen Fund. Die formelle Identifizierung werden den Obduktionen folgen, teilte die Polizei am Freitag weiter mit. «Das wird ein langer aber entscheidender Teil dieser Untersuchung», hiess es. Auch die belgischen Behörden ermitteln.

Die Leichen waren in der Nacht zum Mittwoch im Laderaum des Lastwagens im Ort Grays östlich von London entdeckt worden. Die Umstände deuten stark darauf hin, dass es sich bei den Opfern um ins Land geschleuste Flüchtlinge handelt. Möglicherweise sind die Menschen im Laderaum erfroren, da der grosse LKW-Sattelauflieger zur Kühlung geeignet ist. Offiziell bestätigt wurde die Todesursache zunächst nicht.

Auflieger kam aus Belgien

Der Sattelauflieger kam aus Belgien per Schiff und erreichte in der Nacht zum Mittwoch den englischen Hafen Purfleet. Der Chef des Hafens in Zeebrugge, Joachim Coens, sagte dem belgischen Fernsehsender VRT, es sei «höchst unwahrscheinlich», dass die Menschen in Belgien in den Anhänger gestiegen seien.

«Ein Kühlcontainer kommt hier vollständig versiegelt an. Bei der Inspektion wird die Dichtung überprüft und auch das Nummernschild und der Fahrer wird mit Kameras überprüft», sagte Coens. Anschliessend werde die Fracht auf ein Schiff verladen. (sda/dpa)

Die 39 Toten im LKW geben Rätsel auf

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 26.10.2019 00:06
    Highlight Highlight Könnte mir gut vorstellen, dass die Menschen erstickt sind. 39 Menschen auf so kleinem Raum.
  • Saraina 25.10.2019 21:30
    Highlight Highlight Gemäss britischen Medien sind mindestens ein Teil der Toten Vietnamesen, die mit gefälschten chinesischen Pässen gereist sind.
  • maylander 25.10.2019 18:19
    Highlight Highlight @Watson

    War der Auflieger ohne Zugmaschine auf dem Schiff? Je nach Strecke kann dass vorkommen, übrigens auch beim Bahnverlad.
  • Mügäli 25.10.2019 17:08
    Highlight Highlight ‚Im Internet kursierten derweil Online-Petitionen, in denen seine Freilassung gefordert wird‘ ..

    Unfassbar solche Forderungen, würde mich ja wunder nehmen wer und vor allem warum?
    • MSpeaker 25.10.2019 17:31
      Highlight Highlight Das liegt an der Berichterstattung, die aufgrund mangelnder Infos etwas seltsam ist.
      Der Faher hat anscheinend eine Schwangere Frau und in mehreren Berichten steht, das man davon ausgehe, das der Faherer nichts von der Fracht wusste.

      Wie man auf die Idee kommt, deshalb eine Petition zu starten ist mir aber auch etwas schleierhaft.
    • l'aglia 25.10.2019 18:19
      Highlight Highlight Vielleicht unterstützen viele Menschen die Petition weil sie hoffen, dass wenn sie mal (mutmasslich) unschuldig in Untersuchungshaft sitzen, andere auch helfen...
    • namib 25.10.2019 18:25
      Highlight Highlight Die BBC hat am Tag des Fundes ein unverpixeltes Bild und den vollen Namen des Nordiren veröffentlicht. Angesichts der vielen Fragezeichen ist das eine Katastrophe! Er wurde quasi öffentlich vorverurteilt.

      Die Petition ist aber genau so dumm.

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