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Der Moment, als der Tory-Abgeordnete Lee die Seiten wechselt – und die Reaktionen

Milan Marquard
Milan Marquard



Philip Lee setzte am Dienstag im britischen Unterhaus ein deutliches Zeichen. Der konservative Abgeordnete wechselte während Johnsons Rede in der Dringlichkeitssitzung zum Brexit die Seiten – er setzte sich zu den pro-europäischen Liberaldemokraten.

Via Twitter teilte Lee seine Rücktrittserklärung von der konservativen Partei an Boris Johnson. Darin erklärt er: «Nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es nicht mehr möglich ist, als konservatives Mitglied des Parlaments den Interessen meiner Wähler und des Landes zu dienen.»

Mit seiner Aktion veränderte Lee die Mehrheitsverhältnisse im britischen Parlament – zum Leid von Johnson. Bis anhin hatte der britische Premier mit der konservativen Partei und deren Partner, der nordirischen DUP, eine Stimme mehr.

Swinson begrüsst die Aktion

Die Parteichefin der Liberaldemokraten – Jo Swinson – begrüsste den Entscheid von Lee. Auf Twitter vermeldete sie, dass sie sich auf die Zusammenarbeit mit Lee freue.

Boris Johnson zeigte sich in gewohnter Manier unbeeindruckt: «Das Land will, dass das erledigt und das Referendum respektiert wird. Wir verhandeln ein Abkommen und ich bin zuversichtlich, das wir eins bekommen. Wir werden die EU unter allen Umständen am 31. Oktober verlassen. Es wird keine weitere sinnlose Verzögerung geben.»

Der britische Premier betonte bereits mehrfach, dass er einen No-Deal-Brexit durchziehen werde. Dieses Vorhaben stiess auf massiven Widerstand, weshalb es heute zu diesem Vorfall kam.

Nach der aussergewöhnlichen Aktion liessen die Reaktionen nicht lange auf sich warten.

Hier eine Auswahl:

User Tom Peck schreibt: «Ähm, auf halbem Weg durch die Aussage des Premierministers, ist Philip Lee gerade hereingekommen und hat sich mit den Lib Dems hingesetzt.Wenn das ein Übertritt ist, wurde er im vollen WWE-Stil (World Wrestling Federation; Anm. d. Red.) gemacht.»

Boris Johnson

Ein chaotischer Brexit hätte für die EU verheerende Folgen

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • FITO 04.09.2019 10:46
    Highlight Highlight Ich glaube Lee hat sich das einfach bei der Schweizer Politik abgeschaut und es Galladé, Frei und Wyssen nachgemacht.
    Man nennt es den GALLADÉ EFFEKT.
  • Alienus 04.09.2019 10:36
    Highlight Highlight Boris von Münchhausen, Ihrer Majestät blonder Clown, hat sich auf die falsche Kanonenkugel gesetzt: auf die aus Plumpudding und nicht die aus Gusseisen.
  • DrFreeze 04.09.2019 10:11
    Highlight Highlight 🤣LOL, noch schöner wäre zu sehen, wie ein Dutzend Republikaner im US Kongress die Seiten wechseln.
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 04.09.2019 09:32
    Highlight Highlight Freakshow sondergliiche
  • Nik McPhail 04.09.2019 08:31
    Highlight Highlight World Wrestling Entertainment. Nicht Federation. Toggi sollte bei Euch Korrekturlesen.
  • lilie 04.09.2019 07:58
    Highlight Highlight Das war jetzt der Leexit. 😎

    Wenns so weiter geht, laufen dem Brexit die Leute davon. 🤣
  • anundpfirsich 04.09.2019 06:56
    Highlight Highlight Kann man da die Seiten wechseln wie ein Ping Pong?
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 04.09.2019 07:29
      Highlight Highlight In einem Land wo der Prime Minister Handstreichartig das Parlament Amittels Zwangsurlaub usschalten kann ist auch das nicht verwunderlich oder?
    • just_a_name 04.09.2019 08:00
      Highlight Highlight Ich kenne mich nicht im Detail aus, wüsste aber keinen vernünftigen Grund warum es einem Parteimitglied verwehrt bleiben sollte die Partei zu verlassen/wechseln.
    • lilie 04.09.2019 08:03
      Highlight Highlight @anundpfirsisch: Vermutlich eher wie ein Pfnüselküstler, der an die Goldküste zieht (umgekehrt gehts natürlich nicht 😜).

      Nein, im Ernst, ich nehme an, ein Parteimitglied ist grundsätzlich frei, seine Parteizugehörigkeit aufzukündigen und eine andere zu wählen.

      Nur muss es halt bedenken, dass die Leute das nicht schätzen, wenn man nie weiss, wo einer steht. Dann wird er halt vielleicht nicht wiedergewählt.

      Lee hat sehr deutlich kundgetan, was seine Position bzgl. Brexit ist. Die Remainers werden das beklatschen - die Brexiteers vermutlich weniger...
    Weitere Antworten anzeigen
  • AdvocatusDiaboli 04.09.2019 06:47
    Highlight Highlight Ich bin überzeugt das es keinen Brexit geben wird. Die pro-EU Politiker sind einfach viel mächtiger als ein lästiger kleiner demokratischer Entscheid eines Stimmvolkes. Sie werden immer einen Weg finden den Brexit zu Sabotieren, die Mittel des Remain Lagers sind wirklich unbegrenzt.

    Finde es aber trotzdem spannend dieses Theater zu verfolgen, um zu sehen wie tief die Manipulation geht.
  • Legume 04.09.2019 06:38
    Highlight Highlight 2 blonde clowns auf dieser welt ist genug 😂😂

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