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Interview

Neue Welle der Homosexuellen-Verfolgung in Tschetschenien: «Sie wurden zu Tode gefoltert»

Felix Huesmann / watson.de



Bild

Ramsan Kadyrow. Bildmontage: watson.de

Erneut werden in Tschetschenien offenbar LGBT-Personen verfolgt, eingesperrt und nach den Angaben der Organisation «Russian LGBT Network» sogar in mindestens zwei Fällen zu Tode gefoltert.

Bereits 2017 gab es in der russischen Teilrepublik eine Verfolgungswelle vor allem gegen schwule Männer. Etwa hundert Personen sollen laut Angaben von Menschenrechtsorganisationen festgenommen und in Lagern und Geheimgefängnissen eingesperrt worden sein. Die russische Zeitung «Nowaja Gaseta» berichtete unter Berufung auf Augenzeugen von mehreren Toten. Der tschetschenische Präsident und Putin-Freund Ramsan Kadyrow sagte dem amerikanischen Fernsehsender HBO, als er auf die Vorwürfe angesprochen wurde: 

«Wir haben keine Schwulen. Und wenn es sie gibt, nehmt sie mit nach Kanada, weit weg von uns, damit unser Blut gesäubert wird.»

Nach der internationalen Aufmerksamkeit ebbte die Verfolgungswelle 2017 zumindest ab. In den vergangenen Tagen häufen sich jedoch erneut Berichte über illegale Inhaftierungen, Folter und Tötungen von LGBT-Personen in Tschetschenien.

Die russische Nichtregierungsorganisation «Russian LGBT Network» unterstützt bereits seit 2017 Opfer der Menschenrechtsverstösse in Tschetschenien und ist vor Ort gut vernetzt. 

Wir haben einen Sprecher des «LGBT Networks» interviewt. Aus Sicherheitsgründen möchte der Sprecher anonym bleiben, der vollständige Name ist der watson-Redaktion bekannt. 

Was passiert in Tschetschenien gerade?
Allzu viel wissen wir ehrlich gesagt selbst noch nicht. Ende Dezember drangen erste Gerüchte aus Tschetschenien zu uns. Und wie schon bei der Verfolgungswelle 2017 wussten wir zunächst nicht, was stimmt und was nicht. Im Januar wurde dann aber klar, dass die Informationen über eine neue Welle der LGBT-Verfolgung wirklich wahr sind. Wir wissen mittlerweile von etwa 40 Menschen, die in Gewahrsam genommen wurden. Unseren Informationen zufolge wurden ausserdem mindestens zwei Personen getötet, sie wurden im Grunde zu Tode gefoltert.

Wie hat diese neue Verfolgungswelle begonnen?
Seit 2017 hat die Verfolgung von LGBT-Personen in Tschetschenien nie wirklich aufgehört, sie war nur nicht mehr so intensiv. Vor einer Weile hat die tschetschenische Polizei eine Person festgenommen, die mit vielen anderen aus der LGBT-Community in Kontakt stand. Dabei ist die Polizei auch an ihr Handy gelangt und hat damit begonnen, die ganzen Kontakte zu checken. So haben die Behörden all die anderen Opfer gefunden.

Wurden diese Menschen offiziell verhaftet, oder sind sie einfach verschwunden?
Die wurden nicht offiziell verhaftet, es gibt keinerlei offizielle Papiere. Die Polizei nimmt die Leute einfach fest und sperrt sie in Geheimgefängnisse. Das Ganze folgt keinem gesetzlichen Prozedere. Es gibt auch keine Rechtslage, die das rechtfertigen würde. Tschetschenien ist Teil Russlands und es gibt hier kein Gesetz, das es erlauben würde, Menschen zu verhaften, einzusperren und zu foltern, weil sie homosexuell oder transsexuell sind.

epa03654259 Demonstrators participate in a protest organised by the gay interest organization COC, near the National Maritime Museum, where Putin is having dinner, in Amsterdam, the Netherlands, 08 April 2013. Russian President Vladimir Putin is on working a visit to the Netherlands. The protesters were denouncing a so-called 'homosexual propaganda ban' in Russia which was enacted in January 2013.  EPA/ROBIN UTRECHT

Bild: EPA

Ihr sprecht von mindestens zwei Toten. Habt ihr mehr Informationen darüber, wie diese Menschen gestorben sind?
Wir wissen sicher von einer Person, die erstochen wurde. In beiden Todesfällen wissen wir ausserdem, dass die Polizei versucht hat, mehr Informationen über andere Homosexuelle aus den Gefangenen herauszubekommen.

Ist das «LGBT Network» selbst in Tschetschenien aktiv, oder was ist die Quelle für eure Informationen?
In Tschetschenien gibt es keine LGBT-Aktivisten und auch keine LGBT-Organisationen. Dort gibt es nicht mal Menschen, die wirklich offen lesbisch, schwul, bi oder trans sind. Homosexualität ist dort stark stigmatisiert und wird als grosse Sünde angesehen. Eine Sünde, die die gesamte Familie betrifft und nur dadurch «weggewaschen» werden kann, dass die Person getötet wird. Deshalb gibt es in Tschetschenien keine wirklich offenen LGBT-Aktivitäten. Anders als an anderen Orten, in denen wir zum Beispiel Community Center betreiben, arbeiten wir dort deshalb nicht. Wir versuchen nur, Menschen dort heraus zu bekommen.

Und woher stammen eure Informationen dann?
Als die erste Verfolgungswelle begann, haben wir eine E-Mail-Adresse eingerichtet, an die sich Menschen in Tschetschenien wenden können, die in Gefahr sind. Am Anfang haben uns nur sehr wenige Menschen kontaktiert, weil sie nicht wussten, ob sie uns vertrauen können und ob wir ihnen wirklich helfen können. Nachdem wir aber den ersten geholfen haben, meldeten sich wie nach einem Schneeballprinzip immer mehr Leute bei uns. Dadurch bekommen wir mittlerweile mehr und mehr Informationen zugeschickt. Diese Informationen widersprechen sich teilweise auch, deshalb versuchen wir alles unabhängig zu verifizieren, bevor wir es veröffentlichen.

Wie verifiziert ihr solche Informationen?
Auch wenn wir keine Aktivisten in Tschetschenien haben, haben wir doch Kontakte dort. Ausserdem stehen wir in Kontakt mit Menschen, die Tschetschenien bereits verlassen haben, aber immer noch Kontakte vor Ort haben. Wenn wir neue Informationen bekommen, sprechen wir also mit verschiedenen Menschen. Das ist oft ein komplizierter und langwieriger Prozess.

Du sagtest, dass die Verfolgungswelle von 2017 nie ganz aufgehört hat. Wie hat sich die Lage seitdem verändert?
Die Verfolgung hat zwar nie gestoppt, aber ich bin mir sicher, dass die öffentliche Aufmerksamkeit 2017 dazu beigetragen hat, dass die erste Verfolgungswelle zumindest abgeklungen und nicht weiter eskaliert ist. Jetzt ist die Verfolgung meiner Einschätzung nach jedoch noch gewaltsamer. Jetzt werden auch Frauen gemeinsam mit den Männern eingesperrt. Davor wurden Frauen und Transpersonen «nur» ihren Familien übergeben, was eine weitere Form der Verfolgung ist. Die Behörden versuchen im Moment ausserdem alles Mögliche, um zu verhindern, dass Opfer die Region verlassen. Auch in Fällen, wo Menschen ihren Familien übergeben werden, behalten die Behörden deren Pässe.

Nach der letzten Verfolgungswelle hat die OSZE Russland aufgefordert, die Vorwürfe zu untersuchen. Gab es so eine Untersuchung bislang?
Nein, es gab keine ernstzunehmende Untersuchung. Es gab einen Versuch seitens eines Opfers, das Ganze juristisch aufzuarbeiten. Maxim Lapunov ist der einzige, der sich 2017 getraut hat, öffentlich zu machen, was ihm passiert ist. Er hat versucht, vor Gericht zu ziehen. Diese Untersuchung führte jedoch zu nichts. Wie auch: Dieselben Personen, die ihn vorher gefoltert haben, wurden damit beauftragt, Maxims Fall zu untersuchen. Es war deshalb von Anfang an klar, zu welchen Ergebnissen sie kommen würden.

Hast du irgendeine Hoffnung, dass die russische Regierung in Tschetschenien interveniert und die LGBT-Verfolgung stoppt?
Natürlich haben wir Hoffnung, sonst wäre unsere Arbeit noch härter. Wir hoffen noch immer, dass es genug internationalen Druck gibt, und hoffen auf die Hilfe internationaler Institutionen wie die Vereinten Nationen. Wir werden auf keinen Fall aufgeben. Und wir hoffen, dass es eine Zeit geben wird, in der alle Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Das «LGBT Network» ist eine laute Stimme. Geratet ihr nun selbst unter Druck, weil ihr über die Gewalt in Tschetschenien berichtet?
Ja, wir mussten eine ganze Menge an Sicherheitsvorkehrungen einführen. Tschetschenien ist in Russland als sehr unsicherer Ort bekannt. Und die Arbeit in Tschetschenien kann ziemlich gefährlich sein. Mehrere Journalisten und Menschenrechtler, die sich mit der Lage in Tschetschenien beschäftigen, wurden in der Vergangenheit getötet. Darum versuchen wir, uns auf verschiedene Art und Weise zu schützen.

Diese Gefahr besteht auch, wenn man gar nicht in Tschetschenien, sondern in Moskau oder St. Petersburg ist?
Absolut. Uns sind Fälle von Menschen bekannt, die aus Tschetschenien weggezogen sind und trotzdem tausende Kilometer entfernt von ihren Verwandten angegriffen wurden. In anderen Fällen wurden Menschen entführt und nach Tschetschenien zurück gebracht.

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68
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68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gzuz187ers 17.01.2019 23:00
    Highlight Highlight Erklärt die ganze Thematik ziemlich gut
    Play Icon
  • Don Alejandro 17.01.2019 19:13
    Highlight Highlight Reiner, primitiver Populismus um von der eigenen Misswirtschaft abzulenken.
  • glüngi 16.01.2019 16:53
    Highlight Highlight als ich das interview mit kadyrow gesehen habe bin ich richtig sauer geworden. warum kann man gegen solche leute keinen krieg führen. da wäre der sinn dahinter wenigstens gerechtfertigt.
    • glüngi 18.01.2019 10:02
      Highlight Highlight ja das stimmt. war wütend und habe nicht nachgedacht.
  • w'ever 16.01.2019 16:47
    Highlight Highlight Bender meint...
    Benutzer Bild
  • Schlingel 16.01.2019 14:30
    Highlight Highlight Das hat nichts mit nichts zu tun.....
    • Fabio74 16.01.2019 17:34
      Highlight Highlight Doch mit Hass, mit Dummheit, mit Sündenböckrn wie es quer durch die Welt seit jeher war
    • Fabio74 16.01.2019 19:02
      Highlight Highlight Es hat was mit Faschismus, mit Hass, mit Unterdrücking, mit Dummheit und Perversion zu tun
      Mit den menschlichen Abgründen. Seit jeher brauchen Menschen Minderheiten als Sündenböck
      SChwule haben auch im ach so christlichen Russland keine Rechte und sind faktisch Freiwild
    • Fabio74 17.01.2019 20:23
      Highlight Highlight @dielli Das mag so sein aber dieses Regime mordet nun mal.
  • Ale Ice 16.01.2019 14:10
    Highlight Highlight Darf ich fragen, gegen was mein erster Post hier verstossen hat? Weshalb er entfernt worden ist?

    Ich habe hier mit den Regenbogenfarben zu Aufmerksamkeit und Solidarität aufgerufen.

    Darf das nicht sein?
    • quallbum 16.01.2019 14:40
      Highlight Highlight Habe deinen Post gesehen. Ich bin ebenfalls sehr verwundert, dass dieser nun entfernt wurde. Dazu müssen die Verantwortlichen Stellung beziehen.
    • Lina Selmani 16.01.2019 14:55
      Highlight Highlight Hi Ale Ice, das muss ein Versehen gewesen sein, entschuldige bitte, wir haben deinen Kommentar wieder hergestellt! Lieber Gruss
    • Ale Ice 16.01.2019 14:59
      Highlight Highlight @quallbum
      Ja. Es würde mich wirklich interessieren.

      So kommt es mir einfach nur willkürlich vor, da ich gegen keine der Kommentarregeln verstossen habe.

      Und dass bei den Mitarbeitenden jemand etwas gegen uns LGBTI hat, möchte ich auch nicht unterstellen. Jedenfalls hatte ich bisher diesen Eindruck noch nie.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Neemoo 16.01.2019 14:01
    Highlight Highlight Ich frag mich jetzt grundsätzlich wieso es zum Teil so viele "BLITZE" gibt...
    Klar man kann sich anonym hier verstecken und seine Wut auslassen. Ich möchte von den "Blitzern" jeweils eine Begründung hören.

    Watson-Team währe das nicht sinnvoll?
    • Neemoo 16.01.2019 15:32
      Highlight Highlight Das ist ja klar :-D
    • honesty_is_the_key 16.01.2019 16:37
      Highlight Highlight @Neemoo
      Ich würde mir darüber nicht zu viele Gedanken machen. Ich bekomme auch immer wieder Blitze, bei lustigen oder harmlosen Beiträgen (also nicht wie hier bei diesem traurigen Beitrag) die ich mir nicht wirklich erklären kann. Ich denke oft wird fälschlicherweise geblitzt, oder man ist jemandem unsympatisch, oder was weiss ich.

      Wenn jemand anderer Meinung ist und sich nicht "wagt" retour zu schreiben, sondern sich nur getraut zu blitzen, ja dann ist mir wohl diese Meinung egal. Und je nach Thema würde ich Blitze sogar als "Kompliment" intrepretieren.
    • Neemoo 16.01.2019 18:23
      Highlight Highlight honesty_is_the_key
      Ja es ist schon verwunderlich, aber du hast schon recht, man sollte das nicht zu ernst nehmen.

      Wünsche dir einen schönen Abend.
  • Bündn0r 16.01.2019 13:49
    Highlight Highlight Der politische Islam (nicht zu verwechseln mit dem gesamten Glauben) schlägt erneut zu...

    Der bekennende Sulfist Kadyrow äusserte sich 2010 wie folgt: Die Scharia steht über den Gesetzen Russlands und Feinde des Islams gehören beseitigt.

    Selbst Putin hat immer grössere Probleme ihn zu kontrollieren, so hat er eine grosse Söldnertruppe aus Freiwilligen um sich geschaart. Aber wie so oft ist der Feind des Feindes ein Freund.
    • Saraina 16.01.2019 23:34
      Highlight Highlight Na in der Angelegenheit dürfte es ja keine grösseren Differenzen zwischen Kadyrow und Putin geben! Ich nehme zudem an, dass Kadyrow über jedem Gesetz steht, auch dem der Scharia.
  • B-Arche 16.01.2019 13:22
    Highlight Highlight In russischen Foren wird Kadyrov als Held gefeiert den Putin dort halten müsse um den islamischen Terror auf Russland zu verhindern. Nur Kadyrov sei dazu in der Lage und ein Held - und LGBT sei nun nicht das Wichtigste dort und die betreffenden Männer und Frauen sollten sich einfach "ändern" und zum Wohle Russlands Familie gründen.

    "Diese Minderheiten werden zu gross, das ist nicht gut".

    Das Traurige ist einige Deutschrussen, AfD-Wähler, erzählen denselben Stuss.

    Da bleibt einem doch der Appetit weg.
    • John Henry Eden 16.01.2019 18:08
      Highlight Highlight Ich feiere Kadyrov sicher nicht als Helden. Aber es geht hier um Tschetschenien, und nicht um Liechtenstein. Das muss man realistisch sehen.

      Was westlicher Idealismus in solchen Ländern anrichtet, sieht man in Syrien, Afghanistan und Lybien.

      Ein Teufel hält eine Hölle unter Kontrolle. Wer einen besseren Vorschlag hat, sollte sich an die UNO wenden.
    • Fabio74 17.01.2019 06:52
      Highlight Highlight @eden Realistisch gesehen ist dein Kadyrow eine widerliche Dreckssau in der Kategorie eines Faschisten der Minderheiten ermorden lässt.
      Und der von Putin dem anderen Schwulenhasser finanziert wird.
      Und dann ist der Eden der solche Gräuel mit fadenscheinigen Worten befürtwortet
  • John Henry Eden 16.01.2019 13:11
    Highlight Highlight Kadyrow ist ein grausamer Mensch. Doch Putin will ein politisch stabiles Tschetschenien. Auch die westlichen Leader ziehen Kadyrows Regime einem zweiten Afghanistan vor.

    Russland hat Beslan nicht vergessen. Der Westen will kein Beslan erleben. Homosexuelle zahlen leider den Preis dafür.

    • B-Arche 16.01.2019 13:37
      Highlight Highlight Das dauerte ja nicht lange bis jemand kommt der meinen Post bestätigt.
    • Fabio74 16.01.2019 13:44
      Highlight Highlight Als ob Schwule in Russland und in der orthodoxen Kirche was wert wären
    • Liselote Meier 16.01.2019 15:39
      Highlight Highlight Durchaus fällt Kadyrow, kommen die Wahhabiten in Tschetschenien an die Macht was für Homosexuelle wohl noch gefährlicher wäre, eine andere starke Opposition gibt es da schlicht weg nicht.

      Aber mit der homophoben Politik von Putin und Einiges Russland Hand in Hand mit orthodoxen Kirche leistet dem eben auch Vorschub.

  • quallbum 16.01.2019 13:05
    Highlight Highlight Zu dem Thema empfehle ich die Arbeiten von Manon Loizeau. Der Film "Das neue Grozny" ist besonders eindrücklich und verstörend. Wer sich ein Bild vom Wahnsinn Kadyrows machen will, kann sich u.a. den Film "Kadyrow, der Schreckliche" ansehen. Ist bekannt und wird sicher bald wieder irgendwo ausgestrahlt.
  • Oxymora 16.01.2019 12:47
    Highlight Highlight Schlimm das Diktatoren, die an der Verwirklichung eines Reiches Gottes „auf Erden“ mitwirken möchten von Ihren Schutzmächten (in diesem Fall die Russland) Unterstützung erhalten.
    Kadyrov erklärte bereits 2010 öffentlich, dass "die Scharia über den Gesetzen Russlands steht" und "die Feinde des Islam zerstört werden müssen".
  • Glücksbringer 16.01.2019 12:42
    Highlight Highlight Menschen, die denken, sie seien besser, weil sie einem Geschlecht, einer Nation, einer Religion, einer Hautfarbe, einem bestimmten Volk oder sonst einer Gruppe angehören, fallen genau durch diesen Gedanken in den moralischen Abgrund und werden minderwertig.
    Zugehörigkeitsgefühle sind ist wichtig. Aber Zugehörigkeit bestimmt niemals die Qualität eines Menschen.
    Menschliche Qualität ist das Ergebnis seines kohärenten Seins und dessen Ausdruck in Gedanken, Worten und Taten.
    (Aus: „Ewigkeit-Universum-Mensch“)
    • B-Arche 16.01.2019 13:39
      Highlight Highlight Da fällt mir aber sofort die Schweiz ein die einem die Integration als reine Bringschuld definiert und man sich komplett in die grosse Familie um Einlass bitten müsse den die Eidgenossen seien das Besondere und Beste auf der Welt daher sind sie so reich und friedlich...
      Brett vor dem Kopf.
    • Fräulein Sarahs Gespür für den ISLAM 16.01.2019 16:10
      Highlight Highlight Arche

      Niemand behauptet dies. Eidgenossen sind nicht etwas Besseres.
      Aber die Eidgenossenschaft, ist natürlich mit Abstand das beste Land. Weil es (noch) über die beste Mittbestimmung verfügt.
    • Fabio74 16.01.2019 17:36
      Highlight Highlight @b12 Um von der Überhöhung wegzukommrn. Die CH ist genau so korrupt und lobbyverseucht wie andere
      Die Mitbestimmung passt wie sie ist
  • tychi 16.01.2019 12:36
    Highlight Highlight Unmenschliche Grausamkeit und Menschenverachtung: In Tschetschenien vollzogen, in der Schweiz in vielen Köpfen vorhanden!

    Diese Tage sammelt die EDU in Verbund mit anderen fundamentalistischen "Christen" Unterschriften, damit Hasskriminialität gegen LGBT auch in der Schweiz weiterhin schön legal bleiben soll.

    Tschetschenien verurteilen ist richtig und wichtig, hierzulande wachsam bleiben ebenso. Und aktiv werden sowieso!

    • B-Arche 16.01.2019 13:42
      Highlight Highlight Die Schweiz war schon immer - gesellschaftlich gesehen - ein sehr konservatives Land. Das ist eher vergleichbar mit den Viségrad-Staaten als mit Westeuropa.
      Das grosse Geld und die hohen Gehälter mit niedrigen Steuern lassen Einwanderer das aber als weniger wichtig erscheinen und sie passen sich an (Heirat, Familie) oder sie leben sowieso schon so (Osteuropa).
    • Fabio74 16.01.2019 14:53
      Highlight Highlight @b-arche Und das legitimiert Hass der Faschisten und Frömmler?
    • B-Arche 16.01.2019 15:42
      Highlight Highlight @Fabio74 Das schrieb ich nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ranfield 16.01.2019 12:04
    Highlight Highlight Kranke Welt! Die Saudis können Journalisten ermorden, es passiert nichts! Die Russen können Homosexuelle verfolgen es passiert nichts! Die Menschheit ist das dümmste überhaupt auf diesem Planeten!
  • DemonCore 16.01.2019 11:55
    Highlight Highlight Putins Landvogt leistet ganze Arbeit.
  • Chris Olive 16.01.2019 11:49
    Highlight Highlight Die menschliche Grausamkeit kennt keine Grenzen.
  • AngelitosHE 16.01.2019 11:45
    Highlight Highlight Und genau Leute die in diesen Ländern grade stehen werden durch den 0815-SJW Scheiss durch den Dreck gezogen.

    • Fabio74 16.01.2019 12:52
      Highlight Highlight Konkret und auf deutsch heisst dies was genau?
      Wer konkret steht hin und verurteilt Homophobie und Gewalt an Minderheiten?
      Welche achso christlichen Kreise und Abendlandverteidiger (EDU und JSVP) versuchen per Referendum zu verhindern, dass Beleidigungen gegen Homosexuelle straffrei bleiben?
    • ChiliForever 16.01.2019 13:29
      Highlight Highlight Gerade stehen für soziale Ausgrenzung von Minderheiten oder wofür?
    • AngelitosHE 16.01.2019 13:50
      Highlight Highlight Die Betroffenen in diesen Ländern haben echte Probleme, werden aber öfters mit SJW in einen Topf geworfen. Diese haben bekanntlich ja das Hauptproblem das ihr Gender "assumed" wird oder ähnliches.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Calvin Whatison 16.01.2019 11:34
    Highlight Highlight Willkommen im Mittelalter! 🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️
  • Raphael Conca 16.01.2019 11:22
    Highlight Highlight Einfach schrecklich. Minderheiten ziehen in einer kranken Gesellschaft immer den kürzeren. Wann wird die Menschheit „Erwachsen“?
    • ChiliForever 16.01.2019 13:30
      Highlight Highlight Nie - schau dich mal um, wie sich Spaltung und Ausgrenzung auch in Europa wieder ausbreiten.
  • roger.schmid 16.01.2019 11:22
    Highlight Highlight Ein folgsamer Statthalter Putins, dieser Kadyrow..
    • AdiB 16.01.2019 13:15
      Highlight Highlight Laut gerüchten, 1.5 milliarden zahlt putin ihm im jahr für die treue.
  • Ale Ice 16.01.2019 11:16
    Highlight Highlight Aufmerksamkeit.
    Solidarität.
    Benutzer Bild
  • Scaros_2 16.01.2019 11:14
    Highlight Highlight Krank sowas. Aber nicht verwunderlich. Es gibt Länder die nie so fortschrittlich sein werden wie andere. Damit muss man leben und man sollte solche Länder konsequent von allem ausgrenzen.

    Wer kein Fortschritt vollzieht - soll nicht geholfen werden.
    • Ale Ice 16.01.2019 11:31
      Highlight Highlight Es ist wirklich krank!
      Und vielleicht nützen Sanktionen auch...
      Nach einem Gespräch mit einer LGBT-Aktivistin aus Russland letzten Sommer bin ich jedoch überzeugt davon, dass wir solchen Länder extra viel Aufmerksamkeit schenken müssen. Sie sagt, sie empfindet das als am hilfreichsten. Manchen Ländern ist nicht egal, wie andere über sie denken - wenn auch nur aus wirtschaftlichen Gründen.
      Und die Betroffenen brauchen unsere Solidarität oder das Gefühl, wir denken wenigstens an sie...
      https://queeramnesty.ch/category/aktionen/
    • Heinzbond 16.01.2019 11:42
      Highlight Highlight Kein Geld, keine Unterstützung, und die rechtssprechenden per internationalen haftbefehl wegen Mord ausschreiben....

      Unfassbar das es noch so primitive Menschen Gibt
    • Kengru 16.01.2019 12:28
      Highlight Highlight Wenn man solch einem land nicht mehr hilft, (wenn es soweit kommt) schadet das nicht dem Volk?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fabio74 16.01.2019 11:14
    Highlight Highlight Wo sind die Protest der Regierungen im Westen?
    • ChiliForever 16.01.2019 13:32
      Highlight Highlight Welchen Wesyten meinst du? Der Westen, in dem Viele mittlerweile auch lieber ausgrenzen und auf Minderheiten eindreschen statt zu verbinden und Brücken zu bauen?
    • Ueli der Knecht 16.01.2019 16:35
      Highlight Highlight Wie weltweit wächst auch im Westen die Homophobie und generell die Intoleranz.
    • PaLve! 16.01.2019 17:46
      Highlight Highlight Ueli der Knecht
      Wächst im Westen?
      Willst du damit sagen, vor 20 Jahren wars besser?
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