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Iranian President Hassan Rouhani attends a news conference in Tehran, Iran, Sunday, Jan. 17, 2016. The implementation of a historic nuclear deal with world powers is expected to pave the way for a new economic reality in Iran, now freed from harsh international sanctions. On Sunday Rouhani presented parliament with a draft budget that plans for an economic windfall even as it reduces reliance on oil revenues. (AP Photo/Ebrahim Noroozi)

Will Differenzen mit Riad beseitigen: Präsident Ruhani. 
Bild: Ebrahim Noroozi/AP/KEYSTONE

Auf Schmusekurs mit dem Erzfeind: Der iranische Präsident will Versöhnung mit Saudi-Arabien



Der iranische Präsident Hassan Ruhani strebt eine Versöhnung mit dem regionalen Erzfeind Saudi-Arabien an. «Natürlich gibt es immer wieder Differenzen, aber wir wollen, dass sie beseitigt werden», sagte er bei einer Pressekonferenz am Sonntag in Teheran.

Gerade das am Vortag besiegelte Atomabkommen mit den Weltmächten zeigt laut Ruhani, dass diplomatische Verhandlungen die beste Methode sind, auch die kompliziertesten Differenzen auszuräumen.

«Wir hoffen aber, dass die neuen Führer in Riad ihren Fehler einsehen und einen Weg gehen, der für die Region konstruktiv ist.»

Hassan Ruhani

Riad hat die diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen, nachdem Anfang des Monats eine aufgebrachte Menge die saudische Botschaft in Teheran gestürmt hatte. Mehrere Golf- und arabische Staaten folgten.

Rivalität der Regionalmächte

Auslöser für die Proteste im Iran war die Hinrichtung des prominenten schiitischen Geistlichen Nimr al-Nimr in Saudi-Arabien. Als wichtigste Regionalmächte haben das sunnitische Saudi-Arabien und der schiitische Iran grossen Einfluss auf den Nahen Osten. Die Erzrivalen sind an zahlreichen Konflikten der arabischen Welt beteiligt.

Die Saudis haben laut Ruhani einen Weg eingeschlagen, der falsch sei. «Wir hoffen aber, dass die neuen Führer in Riad ihren Fehler einsehen und einen Weg gehen, der für die Region konstruktiv ist», sagte Ruhani. Der Iran wäre zum Wohle der Region bereit, den Dialog mit den Saudis wieder aufzunehmen, fügte der Kleriker hinzu. (sda/dpa)

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