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Renommierter Umweltaktivist nach sechs Jahren Haft im IRan freigelassen

Renommierter Umweltaktivist nach sechs Jahren Haft im Iran freigelassen

03.12.2023, 13:3003.12.2023, 15:28

Der renommierte iranische Umweltaktivist Sam Radschabi ist nach Ende seiner sechsjährigen Haftstrafe aus dem berüchtigten Ewin-Gefängnis in Teheran freigelassen worden. Das gaben die Webseite der Tageszeitung Shargh sowie seine Familienangehörige am Sonntag bekannt. Wegen angeblicher Zusammenarbeit mit ausländischen Geheimdiensten waren 2017 Radschabi und sieben weitere Umweltaktivisten und Tierschützer verhaftet und zu hohen Haftstrafen verurteilt worden.

Die Spionagevorwürfe gegen Radschabi wurden zwar wieder zurückgezogen, dennoch musste er seine sechsjährige Haftstrafe bis zum Ende absitzen. Während der Inhaftierung verstarb seine Mutter, ein letztes Treffen mit ihr wurde Radschabi jedoch verweigert. Erst nach ihrem Tod durfte er an der Beisetzungszeremonie teilnehmen.

Die acht Aktivisten hatten die jahrelange Wasserknappheit im Land kritisiert und den zuständigen Behörden Missmanagement der Wasserressourcen vorgeworfen. Die Wasserkrise ist für Beobachter im Iran das grösste Problem des Landes, das jedoch bislang von den islamischen Machthabern nicht ausreichend ernstgenommen worden sei. Ihrer Ansicht nach sollte die Regierung mehr für neue Wasserressourcen im Land investieren als für das Atom- oder Raketenprogramm.

Für heftige Kritik und Empörung sorgte 2018 der Tod einer der Aktivisten im Ewin-Gefängnis. Laut offizieller Version soll der 65-jährige Kawus Sejed-Emami damals Selbstmord begangen haben, aber an dieser Version bestehen auch fünf Jahre später immer noch Zweifel. (saw/sda/dpa)

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