Spionagevorwürfe: Iran richtet Mann hin
Im Iran ist nach Spionagevorwürfen ein weiteres Todesurteil vollstreckt worden. Nach Angaben des Justizportals «Misan» wurde ein Mann am Montag exekutiert, der Informationen an ausländische Geheimdienste weitergegeben haben soll.
Er soll demnach unter anderem Personaldaten seines Arbeitgebers – einer Einrichtung zur Satellitenforschung – an den israelischen Mossad und den US-Geheimdienst CIA weitergegeben haben.
In den vergangenen Monaten wurden bereits mehrere Männer hingerichtet, denen Irans Justiz eine Verbindung zum israelischen Geheimdienst vorwirft. Zudem dauert eine Hinrichtungswelle in Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar weiter an.
Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Organisation Iran Human Rights mindestens 1'639 Menschen hingerichtet, so viele wie seit 35 Jahren nicht mehr. (sda/dpa)
