Italiens Staatspräsident besucht Mailänder Niguarda-Spital
Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella hat am Montag das Mailänder Niguarda-Spital besucht. Dabei traf er die Eltern von Angehörigen der Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana, die dort behandelt werden.
Bei seiner rund 40-minütigen Visite sprach Mattarella auch mit Ärzten, die Opfer des verheerenden Feuers in der Silvesternacht behandeln, wie die italienischen Nachrichtenagenturen Adnkronos und Ansa übereinstimmend berichteten.
Man müsse den Opfern des Brandes ein erfülltes Leben zurückgeben, sagte der italienische Staatspräsident den Berichten zufolge: «Sie müssen es schaffen.»
Zudem habe Mattarella einen kurzen Rundgang durch die Station für Opfer von Verbrennungen gemacht, hiess es. Laut einem lokalen Amtsträger wollte er dabei auch einige der Betroffenen selbst sehen.
Die Brandkatastrophe von Crans-Montana löste in Italien grosse Betroffenheit aus. Sechs der 41 Todesopfer und elf Verletzte sind italienische Staatsangehörige. Immer wieder wurde im südlichen Nachbarland Kritik an der von der Walliser Staatsanwaltschaft geführten Strafuntersuchung laut.
Auf Unverständnis stiess insbesondere der Entscheid, den Betreiber der Unglücksbar gegen Kaution aus der Untersuchungshaft zu entlassen. Die italienische Justiz hat ein eigenes Verfahren eröffnet. Die Walliser Justizbehörden haben inzwischen ein Rechtshilfeersuchen aus Rom gutgeheissen. (sda/adnkronos/ansa)
