International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Costa Concordia»-Tragödie: Bleibt Ex-Kapitän ein freier Mann?



epa04102495 The captain of the 'Costa Concordia', Francesco Schettino (R) is seen in Giglio harbor after returning from the shipwrecked cruise liner of the Costa Criciere Lines at Giglio Island, Italy, 27 February 2014. Schettino returned to the site of the shipwreck for the first time since the disaster after the judge handling his manslaughter trial permitted him to board the vessel for legal inspection. chettino was at the helm of the cruiser when it crashed into rocks in January 2012 and capsized off the island of Giglio in a disaster in which 32 people died.  EPA/MAURIZIO DEGL'INNOCENTI

Wie weiter mit Capitano Schettino?  Bild: EPA

Kommt der Ex-Kapitän der havarierten «Costa Concordia» fünf Jahre nach dem Unglück nun ins Gefängnis oder nicht? In Rom könnte dazu am Freitag der entscheidende Richterspruch fallen.

Mehr als fünf Jahre ist es her, dass der Luxusliner «Costa Concordia» vor der toskanischen Küste kenterte. Und noch immer ist der Ex-Kapitän Francesco Schettino auf freiem Fuss.

Costa Concordia: die besten Zitate von und über Capitano Schettino

Richter am höchsten Gericht Italiens könnten am Freitag im Berufungsprozess gegen Schettino ihr Urteil fällen – und damit auch entscheiden, ob der als «Kapitän Feigling» verspottete Schettino mehr als 16 Jahre hinter Gitter muss.

Berufung eingelegt gegen Urteil

Im Februar 2015 war Schettino wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Er hatte das Schiff mit mehr als 4000 Passagieren im Januar 2012 zu nah an eine Insel gesteuert, 32 Menschen starben.

Die Staatsanwaltschaft hatte mit einem Plädoyer für 26 Jahre Haft eine deutlich höhere Strafe für Schettino gefordert, der nach dem Unglück in einem Rettungsboot die «Costa Concordia» verlassen hatte, obwohl noch Menschen an Bord waren.

Nachdem Staatsanwaltschaft und Verteidigung Berufung eingelegt hatten, kam der Fall im Mai 2016 vor das Berufungsgericht in Florenz. Die Richter bestätigten das Urteil. Doch Schettino zog in eine weitere Instanz – und auch die Staatsanwaltschaft legte erneut Berufung ein.

Neuverhandlung oder Gefängnis

Sollten die Richter des Obersten Kassationsgerichtshofs in Rom nun Rechtsfehler in dem Fall feststellen, könnte neu verhandelt werden. Oder aber sie bestätigen das Urteil, dann müsste Schettino ins Gefängnis.

Einer von Schettinos Anwälten hatte sich zum Auftakt des Berufungsprozesses am 20. April zuversichtlich gezeigt, dass der Prozess zugunsten Schettinos ausgehe – angesichts «zahlreicher Verstösse».

Ob Schettino bei der für Freitag erwarteten Verhandlung dabei sein wird, ist nicht bekannt. Das Kassationsgericht ist die letzte Instanz in dem Verfahren. (sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Die Welt gratuliert Joe Biden

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

In der Schweiz ansässiger Terrorverdächtiger in Türkei festgenommen

Ein 24-jähriger in der Schweiz aufgewachsener und ansässiger Italiener ist in der Türkei unter Terrorverdacht festgenommen worden. Der Mann soll in Syrien und im Irak in einer Al-Kaida-nahen Gruppen gekämpft haben.

Ermittlungen gegen ihn nahm die italienische Anti-Terror-Behörde 2015 auf, wie die italienische Nachrichtenagentur Adnkronos am Mittwoch berichtete. Der seit 2017 mittels Haftbefehl gesuchte Mann wurde in der syrischen Stadt Idlib dingfest gemacht und in die türkische Grenzprovinz …

Artikel lesen
Link zum Artikel