DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Roms Bürgermeisterin im Visier der Justiz

24.01.2017, 22:1125.01.2017, 06:36

Roms angeschlagene Bürgermeisterin Virginia Raggi ist nach einer Reihe von Fehltritten nun auch noch ins Visier der Justiz geraten. Sie solle vor der Staatsanwaltschaft aussagen, erklärte Raggi am Dienstagabend auf ihrer Facebookseite.

Nach einer Reihe von Fehltritten ist Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi nun auch noch im Visier der Justiz.
Nach einer Reihe von Fehltritten ist Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi nun auch noch im Visier der Justiz.Bild: AP/ANSA

Nach Medieninformationen wird gegen die Politikerin der eurokritischen Fünf-Sterne-Bewegung unter anderem wegen Amtsmissbrauchs ermittelt. Sie soll am 30. Januar aussagen.

Es geht um die Ernennung des umstrittenen Renato Marra zum Direktor des Tourismussektors, erklärte Raggi. Dieser ist der Bruder des im Dezember wegen Korruptionsvorwürfen verhafteten Raffaele Marra, Raggis ehemals «rechte Hand».

Raggi betonte, die Ernennung sei später rückgängig gemacht worden. «Ich bin unbesorgt. Ich habe volles Vertrauen in die Justiz, wie immer», erklärte die 38-Jährige.

Raggi hatte im Juni letzten Jahres als erste Frau das Bürgermeisteramt in der italienischen Hauptstadt übernommen. Seitdem kommt sie allerdings nicht aus den Negativschlagzeilen. Gegen mehrere Mitarbeiter laufen Ermittlungen. Zudem verlor sie zahlreiche wichtige Mitstreiter. Auch die Müll- und Verkehrskrise ist in Rom noch lange nicht gelöst.

Für die Fünf-Sterne-Protestpartei von Komiker Beppe Grillo, die sich auf nationaler Ebene gute Chancen verspricht, ist der Fall Raggi besonders peinlich. Die Partei hatte ein Ende der römischen Günstlingswirtschaft und mehr Ehrlichkeit versprochen. Zudem sah das Statut der Partei eigentlich vor, dass Politiker, gegen die ermittelt wird, abtreten sollen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Abonniere unseren Newsletter

1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Leere Regale, blockierte Strassen, wütende Bauern – was in Holland gerade abgeht
Kilometer lange Staus, leere Gemüseregale in den Supermärkten und Gülle vor der Haustüre der Umweltministerin – all dies ist das Resultat wütender Bauern, die gegen geplante Umweltauflagen in den Niederlanden protestieren.

Die niederländische Regierung hat drastische Massnahmen zur Stickstoff-Reduzierung angekündigt: bis 2030 müssen die Stickstoffemissionen um 50 Prozent reduziert werden. In Naturgebieten fordert die Regierung gar eine Reduzierung von mehr als 70 Prozent.

Zur Story