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Roms Bürgermeisterin im Visier der Justiz



Roms angeschlagene Bürgermeisterin Virginia Raggi ist nach einer Reihe von Fehltritten nun auch noch ins Visier der Justiz geraten. Sie solle vor der Staatsanwaltschaft aussagen, erklärte Raggi am Dienstagabend auf ihrer Facebookseite.

Rome's Mayor Virginia Raggi attends a news conference in Rome, Friday, Dec. 16, 2016. Rome Mayor Virginia Raggi vowed Friday to continue her administration following the arrest in a corruption probe of a top City Hall official that dealt another blow to the populist 5-Star Movement’s highest profile office holder.  (Alessandro Di Meo/ANSA via AP)

Nach einer Reihe von Fehltritten ist Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi nun auch noch im Visier der Justiz. Bild: AP/ANSA

Nach Medieninformationen wird gegen die Politikerin der eurokritischen Fünf-Sterne-Bewegung unter anderem wegen Amtsmissbrauchs ermittelt. Sie soll am 30. Januar aussagen.

Es geht um die Ernennung des umstrittenen Renato Marra zum Direktor des Tourismussektors, erklärte Raggi. Dieser ist der Bruder des im Dezember wegen Korruptionsvorwürfen verhafteten Raffaele Marra, Raggis ehemals «rechte Hand».

Raggi betonte, die Ernennung sei später rückgängig gemacht worden. «Ich bin unbesorgt. Ich habe volles Vertrauen in die Justiz, wie immer», erklärte die 38-Jährige.

Raggi hatte im Juni letzten Jahres als erste Frau das Bürgermeisteramt in der italienischen Hauptstadt übernommen. Seitdem kommt sie allerdings nicht aus den Negativschlagzeilen. Gegen mehrere Mitarbeiter laufen Ermittlungen. Zudem verlor sie zahlreiche wichtige Mitstreiter. Auch die Müll- und Verkehrskrise ist in Rom noch lange nicht gelöst.

Für die Fünf-Sterne-Protestpartei von Komiker Beppe Grillo, die sich auf nationaler Ebene gute Chancen verspricht, ist der Fall Raggi besonders peinlich. Die Partei hatte ein Ende der römischen Günstlingswirtschaft und mehr Ehrlichkeit versprochen. Zudem sah das Statut der Partei eigentlich vor, dass Politiker, gegen die ermittelt wird, abtreten sollen. (sda/dpa)

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