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epa07540147 Wikileaks co-founder Julian Assange, in a prison van, as he leaves Southwark Crown Court in London, Britain, 01 May 2019. The Wikileaks co-founder Julian Assange has been sentenced to 50 week in prison for breaching his bail conditions. Assange was found guilty of breaching the Bail Act in April after his arrest after spending seven year in the Ecuadorian Embassy in London.  EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA

Julian Assange nach einem Gerichtstermin am 1. Mai in London. Bild: EPA/EPA

Die Assange-Protokolle: CNN zitiert aus Geheimbericht der Londoner Botschaft

Überwachungsprotokolle aus der ecuadorianischen Botschaft in London legen laut CNN eine intensive Zusammenarbeit zwischen Julian Assange und Russland nahe. Die involvierten Personen schweigen oder verneinen.

Julian Wermuth
Julian Wermuth



Was ist passiert?

Sieben Jahre lang steckte der Wikileaks-Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. Er hatte 2012 politisches Asyl beantragt, weil er sich wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente vor einer Auslieferung an die USA fürchtete. Während dieser Zeit wurde er genauestens überwacht. Im April 2019 entzog ihm Ecuador das Asyl in der Botschaft, daraufhin nahmen ihn britische Beamte fest.

CNN und El Pais sind in den Besitz der Überwachungsberichte und -Protokolle gelangt. Der amerikanische TV-Sender erhebt schwere Vorwürfe: Julian Assange soll die ecuadorianische Botschaft in einen Kommandoposten für die Einmischung in die US-Wahlen verwandelt haben – und zwar mit Hilfe von Russland.

Was sagt der Bericht?

«El Pais» veröffentlichte Videoaufnahmen:

abspielen

Video: YouTube/EL PAIS

Von wem stammen die Sicherheitsberichte?

Von der privaten spanischen Sicherheitsfirma UC Global. Sie überwachte für Ecuador die Botschaft in London. CNN und «El Pais» gelangten in den Besitz der Dokumente. Wer die Berichten den Medien zugespielt hat, ist unklar. Laut CNN bestätigt ein nicht genannter ecuadorianischer Geheimdienst-Offizier, dass der Bericht «authentisch» sei.

Wieso ist das so brisant?

Erinnern wir uns an den Präsidentschaftwahlkampf 2016 in den USA, aus dem letztlich Donald Trump als Sieger hervorging. Im Sommer veröffentlichte Wikileaks 20'000 interne E-Mails der demokratischen Parteispitze – pünktlich zum Start der Democratic National Convention. Im Oktober folgten 50'000 gehackte E-Mails von Clintons Wahlkampfleiter Podesta.

Im Zentrum steht die Frage, von woher diese gehackten Mails und Dateien kommen. Waren es private Hacker? Oder hat der russische Staat die Demokraten gehackt und diese Dateien Julian Assange zugespielt? Wenn ja: Wusste er, dass das Material vom russischen Staat gekommen ist? Waren diese geleakten Informationen überhaupt ausschlaggebend für die Wahl?

Was sagen die Involvierten zu den Berichten?

Sieben Jahre in der Botschaft: Der Fall Julian Assange

Julian Assange in der Botschaft Ecuadors festgenommen

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44Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sharkdiver 17.07.2019 06:45
    Highlight Highlight Und immer noch sehen in der russischen Marionette einen Helden🤦‍♂️ hoffe der wird für laaaaaangeeee eingebunkert. Ohne Internet
    • Dirk Leinher 18.07.2019 06:46
      Highlight Highlight Ja sharkdiver, trotz der nun bereits seit Jahren medial betriebenen Demontage des Images von Assange, vergessen Menschen nicht so schnell, was er alles für die Pressefreiheit getan hat. Es mag ein Sieg für Sie sein, es ist aber eine totale Niederlage für die Pressefreiheit.
  • Unicron 16.07.2019 21:37
    Highlight Highlight Wundert mich mal _gar_ nicht.
    Keine Ahnung warum einige den Typen so als Held verehren.
  • Steimolo 16.07.2019 20:16
    Highlight Highlight es ist zu hoffen, dass assange noch ein ass im ärmel hat, sonst wird das sehr eng für ihn.
  • Toerpe Zwerg 16.07.2019 19:49
    Highlight Highlight Assange verfolgt eine Agenda?

    Schabernõdwahr.
  • Grossmaul 16.07.2019 18:51
    Highlight Highlight Ich blicke da nicht mehr durch...
  • Goldjunge Krater 16.07.2019 18:32
    Highlight Highlight Assange - Vergewaltiger, Handlanger der Russen, Held der Linken..

    • Pafeld 17.07.2019 02:10
      Highlight Highlight Blödsinn. Warum genau soll der Steigbügelhalter von Donald Trump und mutmasslicher Stealther von Frauen ein Fan der Linken sein? Wenn jemand auf Assange steht, dann ist es wohl die libertäre Incel-Fraktion.
    • max julen 17.07.2019 21:38
      Highlight Highlight das erste mal, dass ich deiner meinung bin, da staunt der max!!
  • chnobli1896 16.07.2019 18:29
    Highlight Highlight Ecuador nimmt ihn auf (Asyl)
    Ecuador überwacht ihn (siehe oben)
    Ecuador deckt ihn (u.A. die Treffen mit Russen)
    Alles über einen Zeitraum von mehreren Jahren.
    Wikileaks leakt Dokumente über den verschwenderischen Lebensstil vom ecuadorianischen Präsidenten
    Ecuador liefert Assange aus (Verhaftung)
    Ecuador macht Assange schlecht (u. A. Hygienevorwürfe)
    Ecuador tritt gegen Assange nach (siehe oben)
    Die Leaks gehen unter und interessieren niemanden mehr. Ziel erreicht.

    Beiss nie die Hand, die dich füttert (oder so)
  • Triple A 16.07.2019 18:14
    Highlight Highlight In diesem Umfeld kann man als Leser NIEMANDEM trauen, da es ein Teil der Medienstrategie aller Beteiligter ist, das Vertrauen der Leser zu gewinnen.
  • imposselbee 16.07.2019 18:12
    Highlight Highlight Haha, ich lach mir einen Schranz, braucht wer einen Aluhut?, habe zwei/drei auf Reserve.
  • walsi 16.07.2019 18:04
    Highlight Highlight Die Frage zu den Veröfentlichungen sollte sein, ist es richtig, dass das veröfentlicht wird? Und nicht, von wem wird das veröffentlicht? Wenn, z.B.,Clinton in einer E-Mail zitiert wird, dass sie zugibt, dass sie eine öffentliche und eine private Meinung hat, dann ist das etwas das die Wähler wissen sollten. Wenn sie dann deswegen die Wahl verliert ist das nicht die Schuld von Wikileaks. Hier wird der Bote zum Täter gemacht.
    • max julen 16.07.2019 18:38
      Highlight Highlight walsi, ein bote wird beauftragt eine nachricht zu überbringen!

      wikileaks verbreitet geklaute nachrichten!

      wie immer ist unser walsi im monokausalem modus geschaltet!
    • walsi 16.07.2019 22:26
      Highlight Highlight @max: Man nennt das investigativen Journalismus. Etwas was den meisten Zeitungen abhanden gekommen ist.
    • max julen 16.07.2019 23:07
      Highlight Highlight mach dich nicht noch lächerlicher walsi, die bedeutung vom ivestigativen journalismus steht schon im nahmen "investigare =aufspühren" also recherchieren und nicht im wissen dass es geklaute dokumente sind, zu veröffentlichen! das hat mit journalismus gar nichts zu tun!

      oder sind die steuerdaten diebe in der schweiz jetzt alle plötzlich auch investigative journalisten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 16.07.2019 18:02
    Highlight Highlight „Julian Assange soll die ecuadorianische Botschaft in einen Kommandoposten für die Einmischung in die US-Wahlen verwandelt haben – und zwar mit Hilfe von Russland.“

    Was für ein Unfug.. auch nach 2 Jahren konnte keine Beeinflussung festgestellt werden und dennoch behauptet man inständig diesen Schwachsinn. unfassbar
    • Unicron 17.07.2019 09:10
      Highlight Highlight Bitte? Es wurden bereits mehrere Leute dafür verurteilt, der einzige Grund warum nicht noch viel mehr passiert ist, ist weil alle im Umfeld von Donald Trump total unfähig waren.
  • Sagittarius 16.07.2019 17:19
    Highlight Highlight Plötzlich ein neuer Sündenbock, dann waren es nicht die Republikaner?! Wie gut sich sowas beim Wahlkampf macht. Dann hatte also nur Assange Kontakt zu den Russen und nicht Trump&Co...

    Er hätte auch Informationen zu Trump veröffentlicht - aha - für das amerikanische Volk ist mit einem solchen Bericht Trump wohl der Saubermann!

    Mit wem arbeiten jetzt eigentlich die Russen? Hab den Überblick verloren...
    • mrmikech 16.07.2019 18:03
      Highlight Highlight Es ist ziemlich klar: die russische, europäische und amerikanische populisten instrumentalisieren alle welche sich instrumentalisieren lassen um chaos, hass und verwirrung zu säen.
    • Juliet Bravo 16.07.2019 18:22
      Highlight Highlight Also ganz einfach erklärt: Die Russen haben sich mit dem Trumpteam (u.a. Manafort, Trump jr., Flynn) getroffen und ihre Hilfe angeboten (siehe Muller-Bericht). Die Hilfe bestand darin
      - mit Bots, Trolls, fake Profilen Stimmung zu machen
      - Assange mit gehacktem Material zu versorgen, dass dieser dann auf Wikileaks zu veröffentlichen hatte.
    • Sagittarius 16.07.2019 22:52
      Highlight Highlight USA-Russland blicke ich noch einigermassen durch, für mich stinkt das etwas - aber ich kann den Geruch (noch) nicht identifizieren.

      Russland-EU/Iran/China usw. herrscht bei mir zumindest ein Chaos. 🤯

      Hier geht es ja wilder zu und her als in den 70ern... Alles mit einem Timing wie bestellt. Der Wahrheitsgehalt lässt sich nicht einfach überprüfen.

      Ich frage mich halt immer wer am meisten profitiert und da komme ich auf keinen gemeinsamen Nenner.
  • Pafeld 16.07.2019 17:16
    Highlight Highlight Dass Assange die letzten Jahre primär russengefällig geleakt hat, ist nun wirklich nichts neues. Aber das er dabei vom Sicherheitsdienst der ecuadorianischen Botschaft beobachtet und aufgezeichnet worden ist, ist doch sehr interessant.
  • NotWhatYouExpect 16.07.2019 17:02
    Highlight Highlight Und wieder einmal wird er weiter in den Dreck gezogen damit man Ihn dann ohne Probleme zu 100 Jahren knast verurteilt kann ohne, dass das Volk aufsteht und NEIN sagt.

    Schaut euch doch mal diesen Bericht der ARD an.
    Play Icon
    • wasps 16.07.2019 17:50
      Highlight Highlight Sorry, aber dieser Typ ist doch nicht sauber, egal für wen er die Drecksarbeit macht. Warum sollte das Volk sich für ihn einsetzen? Wenn, dann für Snowden, aber sicher nicht für diesen Schnösel!
    • MAOAM 16.07.2019 19:35
      Highlight Highlight Ich Frage mich ob die Blitzer hier den Bericht überhaupt angeschaut haben. Die Frage wäre teilweise beantwortet, wenn die Blitzer auch auf meine Frage aktiv werden.
    • Die_Wahrheit 17.07.2019 16:55
      Highlight Highlight natürlich ist dies ein kampf um die deutungshochheit! logo wollen die den assange dermassen diffamieren dass möglichst kritiklos ein prozess gemacht werden kann. Zudem wird dafurch für künftige investigativ tätige ein exempel statuiert. Wer diese zusammenhänge nicht begreift ist entweder im tiefschlaf oder eine systemnull...und diese systemnullen gehen einem wirklich auf den sack!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 16.07.2019 16:52
    Highlight Highlight Klingt irgendwie laut Assanges Aussage so: Er veröffentlichte einfach jeden Leak an den er rankam, egal von wem es ihm zugetragen wurde und egal zu was für einem Zweck es ihm zugetragen wurde und machte sich nie Gedanken über die Konsequenzen.
  • themachine 16.07.2019 16:47
    Highlight Highlight UC Global? Momoll sehr vertrauenswürdig^^🙈
    Play Icon
    • corsin.manser 16.07.2019 17:01
      Highlight Highlight Meinst du nicht die Firma Promsecurity? Diese kommt in der Doku sehr schlecht weg. UC Global wird nicht gross kritisiert.
    • wasps 16.07.2019 22:39
      Highlight Highlight @corsin.manser: wird nicht gross kritisiert? Ist das die journalistische Sorgfalt, die Sie pflegen? Wie wärs mit eigener Recherche?
  • pamayer 16.07.2019 16:45
    Highlight Highlight Fuckkkkkk.
    Wenn das wirklich stimmt, steht Assange in ganz anderem Licht.
  • Basti Spiesser 16.07.2019 16:42
    Highlight Highlight Ah CNN denen glaub ich jetzt.
    • DemonCore 16.07.2019 17:38
      Highlight Highlight Lieber RT und Sputnik? CNN ist ja nur der Überbringer. Die Frage ist ob du den Equadorianern glaubst.
    • Posersalami 16.07.2019 18:04
      Highlight Highlight Die Frage ist, ob es Sinn macht, was es nicht tut.

      Hätte es eine nennenswerte Beeinflussung der Wahlen gegeben wüsste man 2 Jahre später davon! Immerhin sind es die USA, die jeden Furz und jede SMS auf Vorrat speichern. Die Daten sind halt nicht da, weil es keine gibt.
    • Basti Spiesser 16.07.2019 18:38
      Highlight Highlight „Der vierte, Juan Falconi, sagte zu CNN, dass Ecuador ihn nie angewiesen habe, Assange speziell zu behandeln. Ausserdem habe er Assange Regeln aufgestellt – und nicht umgekehrt. Falconi war bis 2015 Botschafter in London.“

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