International
Lateinamerika

Gab es eine Explosion an Bord des U-Boots? Neues Geräusch lässt Retter aufhorchen

epa06344593 A woman leaves a message to crew members of the ARA San Juan submarine outside Navy Base in Mar del Plata, Argentina, 22 November 2017. ARA San Juan is a submarine which has been declared  ...
Ganz Argentinien betet für die Rettung der 44 vermissten Soldaten. Bild: EPA/EFE

Gab es eine Explosion an Bord des U-Boots? Retter gehen neuer Spur nach

23.11.2017, 00:4123.11.2017, 06:13

Bei der Suche nach dem seit über einer Woche verschollenen argentinischen U-Boot gehen die Rettungsteams einer neuen Spur nach. Demnach wurde am Tag des Verschwindens des Boots in der Nähe ein ungewöhnliches Geräusch registriert.

Nach neuen Erkenntnissen habe es knapp drei Stunden nach der letzten Kommunikation mit der «ARA San Juan» am 15. November rund 50 Kilometer vom letzten bekannten Standort des U-Boots entfernt eine «hydro-akustische Anomalie» im Meer gegeben, sagte der Sprecher der argentinischen Marine, Enrique Balbi, am Mittwoch (Ortszeit).

Explosion an Bord?

Zu der Frage, ob das Geräusch von einer Explosion stammte, wollte er sich nicht äussern. «Es ist ein Geräusch und es muss bestätigt und untersucht werden», sagte Balbi. Die Information darüber habe Argentinien am Mittwoch von den USA erhalten. Drei Schiffe seien nun auf dem Weg zu dem mutmasslichen Ausgangspunkt des Geräuschs.

Ein früherer U-Boot-Kommandant, der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte der Nachrichtenagentur AFP: «Es muss ein sehr lauter Lärm gewesen sein.» Es könne sich daher um eine Explosion gehandelt haben.

Sauerstoff aufgebraucht

Die Sauerstoffreserven für die Crew reichen unter Wasser nur für sieben Tage, diese Zeitspanne lief am Mittwoch ab. Unklar ist allerdings, ob das U-Boot nicht doch irgendwo manövrierunfähig an der Oberfläche treibt oder zumindest so weit oben im Meer schwimmt, dass es sich mit Sauerstoff versorgen kann.

Trotz des Aufgebots von 14 Schiffen und zehn Flugzeugen aus mehreren Ländern haben sich bislang alle Hinweise auf den Verbleib der «ARA San Juab» als falsche Spuren erwiesen. Das Boot mit seinen 44 Besatzungsmitgliedern wird seit dem letzten Funkkontakt am 15. November vermisst. (sda/dpa/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Umfangreiche Zerstörung»: Ukraine greift grosse russische Raketenfabrik an
Das ukrainische Militär hat offenkundig eine Fabrik zur Herstellung von Komponenten für Iskander-Raketen in Russland angegriffen.
Nach Angaben des Internetportals Exilenova wurde die Fabrik Energija in Jelez im Bezirk Lipezk von Storm-Shadow-Marschflugkörpern getroffen. Das Portal berichtete von «umfangreichen Zerstörungen» an einem der Produktionsgebäude. Auf einem Video wird eine Explosion an einem nicht erkennbaren Ort gezeigt.
Zur Story