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Aymaras hold a portion of the Bolivian naval flag on the highway between Oruro and La Paz Bolivia, Saturday, March 10, 2018. A narrow strip of blue stretched for more than 150 miles (nearly 200 kilometers) across the nation Saturday, as part of a demonstration of the country’s demand for an outlet to the sea. Bolivia lost its only seacoast to Chile in a war in the late 1800's and has asked the World Court to order Chile to negotiate a settlement in good faith. (AP Photo/Juan Karita)

Aktivististen halten ein Teil der 200 Kilometer langen Flagge.  Bild: AP/AP

Bolivien will endlich Zugang ans Meer – und bastelt dafür 200 Kilometer lange Fahne



Mit einem knapp 200 Kilometer langen Banner haben Tausende Bolivianer ihre Forderung nach einem Meereszugang für ihr Land zum Ausdruck gebracht. Ein lang ersehntes Anliegen bekommt damit eine neue Symbolik.

Rund 17'000 Militärs und 4000 Polizisten rollten am Samstag die 196.5 Kilometer lange Fahne auf der Landstrasse von La Paz im Westen des Landes nach Oruro weiter südöstlich aus, um die Öffentlichkeit auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.

epa06594724 Aerial view of the flag unfolded in Patacamaya, Bolivia, 10 March 2018. Bolivia unfolded a 200 kms flag to break a world record and call the world's attention to the country's lawsuit in an ongoing dispute with Chile to gain access to the sea.  EPA/MARTIN ALIPAZ

Die schier unendliche Fahne. Bild: EPA/EFE

Das Riesenbanner ist blau wie das Meer - wegen des Anspruchs auf den Zugang zum Pazifik. Jedes Stück von zehn Metern trägt darüber hinaus neben einer Abbildung der bolivianischen Flagge auch die Fahne der Ureinwohner sowie neun Sterne für die Regionen des Landes und einen weiteren goldenen Stern für die im Salpeterkrieg verlorene Region an der Pazifikküste. Am 19. März beginnen in Den Haag vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) die Anhörungen im Verfahren, in dem Bolivien von Chile einen Zugang zum Pazifischen Ozean fordert.

Mit Einigkeit gegen das Nachbarland

«Diese Fahne, die grösste der Welt, ist ein lebendes Zeugnis unseres Willens, eine über hundert Jahre währende Isolierung zu überwinden», sagte Staatschef Evo Morales. Tausende Bolivianer hatten die Fahne auf Morales' Wunsch angefertigt, um die «Einigkeit des Landes» in der Kontroverse mit Chile zu beweisen. Nach Angaben der Regierung nahmen rund 100'000 Menschen an der Kundgebung teil.

Bolivien verlor seinen Zugang zum Pazifischen Ozean nach dem 1879 ausgebrochenen Salpeterkrieg gegen Chile. Der Friedensvertrag von 1904 legte die heutigen Grenzen zwischen Chile, Bolivien und Peru fest. Die bolivianische Regierung erhob jedoch 2013 Klage beim IGH, um Chile zu Verhandlungen über einen Meereszugang Boliviens zu zwingen. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • DerTaran 11.03.2018 11:06
    Highlight Highlight Populistischer Blödsinn, sie könnten es ja mit einem Krieg versuchen.
  • Hierundjetzt 11.03.2018 11:04
    Highlight Highlight Sie hätten den Zugang zum Meer schon lange, Chile und Peru boten dazu Hand.

    Aber als Kriegsbeginner (!) und nachher Kriegsverlierer muss man mit Einschränkungen leben (so wie Deutschland nach dem 1 WK mit Danzig). Das will aber Bolivien nicht. Bolivien will das Rad einfach *vor* dem Krieg zurückdrehen.

    Bolivien ja mit Arica in Chile einen exklusiven Zugang zum Meer. Chile hat sogar auf eigene Kosten eine Bahnlinie gebaut.

    Kurz und gut: nach 100 Jahren sollte man Lösungen finden und nicht schon wieder Konflikte entfachen. Auch dieses blabla ist nur für die Galerie zu Hause gedacht.
  • Luca Brasi 11.03.2018 09:03
    Highlight Highlight Hauptstadt La Paz? Ich dachte ich hätte mal irgendwo gelesen, dass es Sucre sei...
    • WStern 11.03.2018 13:52
      Highlight Highlight @Luca Brasi: Absolut richtig. Sucre ist Hauptstadt, La Paz Regierungssitz. Ist korrigiert, danke.

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