DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Vereinte Nationen schlagen Alarm: Akuter Hebammenmangel fordert weltweit Millionen Tote

05.05.2021, 06:33

Millionen von Frauen und Babys weltweit werden in der Schwangerschaft und bei der Geburt nicht fachgerecht betreut, weil hunderttausende Hebammen fehlen. Das kostet jedes Jahr Millionen Menschenleben, und viele weitere Mütter und Babys tragen durch Komplikationen bei der Geburt lebenslange Schäden davon, wie UN-Organisationen am Mittwoch berichteten.

Bild: AP/doctors without borders

Weltweit fehlten rund 900 000 Hebammen und Geburtshelfer, schreiben der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der internationale Verband der Hebammen (ICM). Das entspreche einem Drittel der nötigen Zahl. 93 Prozent der Fachleute sind Frauen. Die Corona-Pandemie habe die Krise verschärft, weil die Versorgung Schwangerer und Gebärender in den Hintergrund gerückt sei und mancherorts Hebammen zu anderen Diensten herangezogen würden. Wenn das Ausbildungstempo nicht erhöht werde, entspanne sich die Lage bis 2030 nur wenig, heisst es in dem Bericht.

2019 starben nach WHO-Angaben 2.4 Millionen Neugeborene in ihrem ersten Lebensmonat. 2017 starben 295 000 Frauen während der Schwangerschaft oder durch die Geburt, die bei richtiger Betreuung hätten gerettet werden können. 2015 schätzte die WHO die Zahl der Totgeburten auf 2.6 Millionen im Jahr.

Wenn alle Frauen weltweit rund um die Geburt richtig betreut würden, könnten bis 2035 rund zwei Drittel der Todesfälle bei Müttern verhindert werden, heisst es in dem Bericht. Die Fachzeitschrift «The Lancet» hatte über diesen Teil der Studie bereits im Dezember berichtet. Ebenso könnten dann 64 Prozent der Todesfälle bei Neugeborenen und 65 Prozent der Totgeburten verhindert werden. Damit könnten dann im Jahr 4.3 Millionen Menschenleben gerettet werden, so der UN-Bericht. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Babys, wie du sie bis jetzt vermutlich noch nie gesehen hast

1 / 21
Babys, wie du sie bis jetzt vermutlich noch nie gesehen hast
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Dieses Baby hatte es bei der Geburt ein wenig zu eilig

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Rethinking
05.05.2021 11:24registriert Oktober 2018
Sprechen wir mal über die Überbevölkerung…
2012
Melden
Zum Kommentar
4
Video geleakt: Finnlands Regierungschefin steht nach wilder Party in der Kritik
Sie hat sichtlich Spass und tanzt ausgelassen mit einer jungen Partymeute. Doch Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin erhält dafür nicht nur Lob.

Nicht das erste Mal, dass Sanna Marin mit ihrer Freude am Feiern in die Schlagzeilen gerät. Die 36 Jahre alte Regierungschefin Finnlands ist für ihre Festivalbesuche bekannt wie berüchtigt: Erst am vergangenen Wochenende sorgte sie mit einem Glitzerkleid für Aufsehen.

Zur Story