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Coronavirus überstanden: Das Foto von Alma Clara Corsini macht Italien ein wenig Mut. bild: Gazetta di Modena/Ospedale di Pavullo

Good-News

95-Jährige besiegt Coronavirus: «Alma, Du rockst!»

Es sind Bilder, die den Menschen in der Verzweiflung ein bisschen Mut machen: Krankenhaus-Teams, die sich freuen, dass hochbetagte Patienten entlassen werden. Alma Clara Corsini (95) hat es geschafft.

Lars Wienand / t-online



Ein Artikel von

T-Online

Eine schlimme Nachricht jagt in Italien die nächste; das Militär wird gebraucht, um die Särge aus den am schlimmsten betroffenen Orten zu transportieren. Da macht die Geschichte von Alma Clara Corsini dem Land etwas Mut: Die 95-jährige Frau ist die erste Coronavirus-Patientin, die in der Provinz Modena geheilt aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte.

Sie kommt aus dem 2'000-Einwohner-Örtchen Fanano in der Region Emilia-Romagna, aber ihr Fall war auch Italiens Sozialdemokraten Partito Democratico ein eigenes Posting wert: «Eine gute Nachricht, die uns Hoffnung gibt», schrieb die Partei. «Willkommen zurück, Alma, du rockst», postete der Bürgermeister ihres Heimatorts Fanano auf Facebook. Er würdigte auch, dass sich der Virus dank des aufmerksamen Personals nicht in dem Seniorenheim ausgebreitet hat, in dem die 95-jährige lebt.

«Ich bin noch eine gute Kämpferin»

Sie war dort mit leichtem Husten ohne weitere Symptome aufgefallen, aber umgehend ins Krankenhaus gebracht worden. Dort verstärkten sich ihre Atemwegsprobleme, die Ärzte diagnostizierten das Virus. Einem Bericht der «Gazetta di Modena» zufolge trauten sich die Ärzte aber nicht, der alten Dame antiretrovirale und entzündungshemmende Medikamente zu geben. Sie habe sich praktisch allein geheilt, schon bald keinen Sauerstoff mehr benötigt. «Trotz meiner Jahre bin ich noch eine gute Kämpferin», zitiert die Zeitung sie.

In den vergangenen Tagen sind auch aus anderen Ländern Berichte über hochbetagte Patienten bekannt geworden, die Covid-19 überstanden haben. Der englische Dienst der iranischen Nachrichtenagentur Fars konnte in den vergangenen Tagen gleich zwei solcher Fälle melden. Ein nach Angaben der Agentur 101 Jahre alter Mann zeigte zu seiner Entlassung mit dem behandelnden Arzt das Victory-Zeichen. Er lebe jetzt wieder bei seiner Familie, heisst es in iranischen Medien.

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Victory: Ein laut iranischer Nachrichtenagentur FARS 101 Jahre alter Mann hat nach zwischenzeitlicher Beatmung das Krankenhaus verlassen können und ist wieder bei seiner Familie. bild: fars/Panzdah-e-Khordad Krankenhaus Varamin

Überlebende Iranerin wird im Mai 104

Er ist nicht einmal der älteste überlebende Patient: Das ist den iranischen Angaben zufolge die 103-jährige Khavar Ahmadi. Die Agentur Fars veröffentlichte eine Serie von Aufnahmen mit der Dame nach ihrer Rückkehr aus dem Krankenhaus. Auf einem Foto geht sie an der Hand einer Pflegerin. Ein Bild zeigt sie mit ihrem Ausweis zum Beweis des Alters, auf einem anderen hält sie einen Zettel: «Allah sei Dank, ich habe das Corona-Virus besiegt!»

Kleine Erfolgsgeschichte im Iran: Khavar Ahmadi soll mit fast 104 Jahren die älteste Patientin sein, die die Erkrankung überwunden hat.

Die Dame wird im Mai 104 und ist damit auch älter als eine Chinesin, die in Wuhan den Kampf gegen die Krankheit gewonnen hat. Das Klinikpersonal drehte ein Video mit Herzchen und Smileys anlässlich der Entlassung von Zhang Guangfen aus der Klinik. Sie wurde demnach zurück in ihr Pflegeheim gebracht. Ausser einer milden chronischen Bronchitis habe die Frau keine Grunderkrankungen gehabt, wird der Arzt Zeng Yulan zitiert.

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Patientin mit Papphütchen neben sich: Medizinisches Personal feiert die Genesung einer 103-Jährigen in Wuhan. Screenshot/Chutian Metropolis Daily

Für Personen im Alter zwischen 50 und 60 Jahren steigt das Risiko stetig an, dass die Erkrankung einen schweren Verlauf nimmt. Das Ansteckungsrisiko ist nach den bisherigen Erkenntnissen im Alter nicht höher.

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • De-Saint-Ex 23.03.2020 14:12
    Highlight Highlight Freut mich für diese Dame und insbesondere für ihre Angehörigen... keine Frage. So eine Nachricht zeigt aber auch auf, wie besorgt (?) man sein muss, wenn sie so eine Schlagzeile wert sein soll. Denn wäre die Dame, so wie Tausende jedes Jahr in Italien, an der Grippe erkrankt... und genesen... na ja...
  • Professor Jogi 23.03.2020 13:11
    Highlight Highlight Demzufolge ist die 95 jährige Frau nicht gestorben, weil keine antiretrovirale und entzündungshemmende Medikamente verabreicht wurde - kluge Entscheidung der Ärzte!
    • El Vals del Obrero 23.03.2020 14:26
      Highlight Highlight Sie hatte während dieser Zeit (vermutlich) auch kein Fondue gegessen und keine Socken gestrickt. Das ist demzufolge der Beweis, dass sie mit diesen Sachen gestorben wäre.
    • dmark 23.03.2020 15:38
      Highlight Highlight Dann war es sicher der Knoblauch - ich wusste es, Knoblauch hilft ;)
    • El Vals del Obrero 24.03.2020 16:08
      Highlight Highlight Und dank Home Office kann man ungeniert Knoblauch in Massen essen. Alles hat was Gutes.
    Weitere Antworten anzeigen
  • farbarch1 23.03.2020 12:54
    Highlight Highlight Es kann nicht jeder eine rote Rose sein, es braucht auch Menschen, zäh wie Unkraut.
  • farbarch1 23.03.2020 12:30
    Highlight Highlight Ich muss dazu sagen, dass das in keiner Weise despektierlich gemeint ist, sondern ironisch, weil es einfach sehr schöne Nachrichten sind und meine Bemerkung vertragen sollte.
  • farbarch1 23.03.2020 12:28
    Highlight Highlight Unkraut verdirbt nicht.
    • Crissie 23.03.2020 12:44
      Highlight Highlight geschmacklos!
    • farbarch1 23.03.2020 12:47
      Highlight Highlight Hey, wo bleibt der Humor in diesen dunklen Zeiten?
    • Hugo Schweizer 23.03.2020 13:02
      Highlight Highlight Es sind keine dunkle Zeiten und das war kein Humor. Ironisch plus despektierlich bleibt leider despektierlich.
    Weitere Antworten anzeigen

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