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Iran-Ticker: Iran: Antwort auf US-Vorschlag an Pakistan übermittelt

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Trump: Bekommen iranisches Uran «irgendwann» +++ Antwort auf US-Vorschlag übermittelt

Der aktuelle Nachrichten-Ticker zu dem von der Trump-Regierung und Israel gestarteten Krieg gegen den Iran und zur US-Aussenpolitik.
08.05.2026, 12:1310.05.2026, 17:20
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17:19
Trump: Bekommen iranisches Uran «irgendwann»
US-Präsident Donald Trump hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die Vereinigten Staaten «irgendwann» das angereicherte Uran des Irans sichern würden. «Nun, wir werden das irgendwann bekommen, zusammen mit allem, was wir wollen», sagte er in einem Interview der Sendung «Full Measure». Das Material stehe «unter Beobachtung» der USA, behauptete Trump weiter. «Wenn sich jemand dem Ort nähert, werden wir davon erfahren, und wir werden ihn in die Luft jagen



Am Samstag hatte der russische Präsident Wladimir Putin vorgeschlagen, angereichertes Uran aus dem Iran abzutransportieren und einzulagern. Ursprünglich habe dazu Einigkeit bestanden, doch hätten die USA plötzlich ihre Haltung verschärft. Der Kremlchef sagte, dass Russland bereits einmal im Jahr 2015 angereichertes Uran aus dem Iran abtransportiert habe. Der Iran habe Russland vertraut, «und das nicht ohne Grund».

Trump drängt im derzeitigen Krieg den Iran dazu, seinen Vorrat an hoch angereichertem Uran vollständig zu entfernen. Zudem müssten Anreicherungskapazitäten abgebaut und es Teheran unmöglich gemacht werden, sein Nuklearprogramm voranzutreiben, um Atomwaffen zu entwickeln. Für den Bau von Atomwaffen muss Uran sehr hoch angereichert werden. Der Iran beteuert seit Jahren, sein Atomprogramm sei rein ziviler Natur. (sda/dpa)
15:33
Katar an Iran: Strasse von Hormus darf kein Druckmittel sein
Katar hat den Iran davor gewarnt, die Strasse von Hormus als Druckmittel in den laufenden Verhandlungen mit den USA zu nutzen. Die Krise werde sich nur verschärfen, wenn Teheran die Meerenge als «Druckmittel» einsetze, sagte Katars Ministerpräsidenten Mohammed bin Abdulrahman dem iranischen Aussenminister Abbas Araghtschi nach Angaben aus Doha in einem Telefonat. Die Freiheit der Schifffahrt sei als Prinzip «nicht verhandelbar», sagte Katars Ministerpräsident dem katarischen Aussenministerium zufolge.



Pakistan vermittelt im Iran-Krieg offiziell, Katar agiert eher im Hintergrund. Katars Ministerpräsident hatte sich nach Informationen des US-Portals «Axios» gestern mit US-Aussenminister Marco Rubio und dem Sondergesandten des Weissen Hauses, Steve Witkoff, getroffen, um eine Vereinbarung zur Beendigung des Kriegs zu erreichen. (sda/dpa)
15:32
Iran: Antwort auf US-Vorschlag an Pakistan übermittelt
Der Iran hat eine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges an den Vermittler Pakistan weitergegeben. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Zum genauen Inhalt wurde nichts mitgeteilt. Gemäss dem vorgeschlagenen Plan würden sich die Verhandlungen in dieser Phase auf die Beendigung des Krieges in der Region konzentrieren, hiess es lediglich.

Irans Regierung hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA. Dabei handelt es sich um eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung. Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden.

Diskutiert werden Medienberichten zufolge auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Strasse von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden. (sda/dpa)
15:49
Iranisches Parlament tagt aus Sicherheitsgründen online
Die Plenarsitzung des iranischen Parlaments wird aus Sicherheitsgründen erstmals als Videokonferenz abgehalten. Ein Parlamentssprecher erklärte laut Nachrichtenportal Tabnak, die für Sonntag angesetzte öffentliche Sitzung finde «aufgrund der aktuellen Lage» online statt. Im Mittelpunkt stünden die jüngsten Preissteigerungen nach dem Krieg, die zu einer zentralen Sorge der Bevölkerung geworden seien, so der Sprecher.

Die letzte öffentliche Sitzung des Parlaments hatte Mitte Februar stattgefunden. Nachdem mit Beginn des Kriegs mit den USA und Israel am 28. Februar mehrere iranische Offizielle ermordet worden waren, setzte auch das Parlament aus Sicherheitsgründen seine öffentlichen Sitzungen aus. In dieser Zeit kamen lediglich vereinzelt parlamentarischen Kommissionen zu Beratungen zusammen. (sda/dpa)
15:33
London entsendet Schiff für Einsatz in Strasse von Hormus
Grossbritannien hat einen Zerstörer für einen möglichen Einsatz zum Schutz von Handelsschiffen in der Strasse von Hormus entsandt.

Die «HMS Dragon» werde in Position gebracht, um an einer von Grossbritannien und Frankreich geführten Mission teilzunehmen, sobald die Feindseligkeiten zwischen dem Iran und israelisch-amerikanischen Streitkräften enden, zitierte die britische Nachrichtenagentur PA eine Mitteilung des Verteidigungsministeriums in London.



Das Schiff war zuletzt im östlichen Mittelmeer im Einsatz, nachdem ein britischer Luftwaffenstützpunkt in Zypern von einer Drohne iranischer Bauart getroffen worden war.

Auch Deutschland will sich beteiligen

Unter Führung Frankreichs und Grossbritanniens bereitet ein internationales Bündnis einen möglichen Marineeinsatz nach einem Ende der Kampfhandlungen vor. Derzeit laufen diplomatische Bemühungen um eine friedliche Lösung des Konflikts – für den Fall eines Scheiterns haben die USA und Israel weitere Angriffe auf den Iran angedroht.

Deutschland erwägt, sich mit Minenjagdbooten, einer Führungs- und Versorgungsplattform sowie seegestützter Aufklärung zu beteiligen.

Der wichtige Schifffahrtsweg durch die Meerenge von Hormus wird seit Wochen vom Iran blockiert. Die Folgen für die Weltwirtschaft sind erheblich. Die USA haben ihrerseits eine Blockade iranischer Häfen verhängt. (sda/dpa)
9:26
Israel meldet 85 Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden 85 Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Dazu gehörten Waffenlager, Abschussrampen sowie weitere militärische Infrastruktur. Die Armee begründete den Einsatz mit der Abwehr von Bedrohungen für israelische Zivilisten und Soldaten im Südlibanon.

In der Bekaa-Ebene sei eine unterirdische Anlage zerstört worden, die von der Hisbollah zur Herstellung von Waffen genutzt worden sein soll, hiess es weiter. Zudem griffen israelische Kräfte Kämpfer der Hisbollah-Miliz im Südlibanon an.

Die Armee wirft der Hisbollah vor, in den vergangenen Tagen mehrere Raketen auf Soldaten im Südlibanon abgefeuert zu haben. Ausserdem sei eine von der Hisbollah abgefeuerte Sprengstoffdrohne in der Nähe der israelisch-libanesischen Grenze entdeckt worden. Es habe keine Verletzten oder Sachschäden gegeben.

Die Armee wirft der Hisbollah vor, in den vergangenen Tagen mehrere Raketen auf Soldaten im Südlibanon abgefeuert zu haben. Es habe keine Verletzten gegeben.

Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Dem Beschuss der Hisbollah vorausgegangen war ein israelischer Angriff in den südlichen Vororten Beiruts, bei dem der Kommandeur der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan getötet wurde.

Die aktuelle Waffenruhe-Vereinbarung erlaubt Israel Verteidigungsmassnahmen gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe, untersagt jedoch offensive Operationen auf libanesischem Territorium. Die Konfliktparteien werfen sich gegenseitig vor, gegen diese Vereinbarung zu verstossen. (sda/dpa)
9:10
Chinas Exporte trotz Iran-Konflikts stark gestiegen
Chinas Aussenhandel hat im April trotz des Iran-Konflikts und der Belastungen für die Weltwirtschaft mit deutlich gestiegenen Exporten und Importen überrascht. Der Wert der Ausfuhren stieg in US-Dollar berechnet um 14,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Die Importe legten um 25,3 Prozent zu, wie die Zollbehörde in Peking mitteilte. Unterm Strich blieb demnach ein Handelsüberschuss von 84,82 Milliarden Dollar.

Analysten hatten vorab mit einem Exportwachstum von 6,5 Prozent gerechnet, nachdem im Vormonat nur ein Zuwachs von 2,5 Prozent zu Buche gestanden hatte. Für die Importe hatten die Experten ein Plus von 20,4 Prozent erwartet.

Der Veröffentlichungstermin der jüngsten Handelsdaten Chinas fällt just in den Vorlauf des geplanten Peking-Besuchs von US-Präsident Donald Trump in der kommenden Woche.

Ein Jahr nach der Eskalation im Handelskonflikt mit den USA stiegen Chinas Exporte in die Vereinigten Staaten im April um 11,3 Prozent. Die Importe von dort erreichten ein Plus von 9 Prozent. Nach Deutschland exportierte China im Jahresvergleich 7,6 Prozent mehr, die Einfuhren aus der Bundesrepublik legten um 1 Prozent zu. (sda/dpa)
7:15
Neue Iran-Sanktionen treffen chinesische Firmen
Wenige Tage vor dem geplanten Treffen von Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping treffen neue Iran-Sanktionen der USA auch mehrere chinesische Unternehmen. Sie hätten eine Rolle bei der Beschaffung von Waffen sowie Bauteilen für das iranische Drohnen- und Raketenprogramm gespielt, teilte das US-Finanzministerium mit. Weitere betroffene Unternehmen kommen unter anderem aus Belarus und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die Unterstützung aus China für den Iran ist ein Spannungspunkt im Verhältnis zwischen Washington und Peking. So sind etwa chinesische Raffinerien ein führender Käufer von Erdöl aus dem Iran. Das Iran-Thema dürfte neben dem Handelskonflikt eine wichtige Rolle bei dem für kommende Woche angesetzten Treffen von Trump und Xi in Peking spielen. (sda/dpa)
7:07
Katar ermahnt Kriegsparteien: Verhandlungen als Chance für Frieden
Nach den jüngsten militärischen Konfrontationen zwischen den USA und dem Iran ruft Katar alle Kriegsparteien auf, sich auf Vermittlungsbemühungen einzulassen. Das habe Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani bei einem Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance in Washington betont, wie das katarische Aussenministerium auf der Plattform X mitteilte. Die Verhandlungen könnten zu einem umfassenden Abkommen für dauerhaften Frieden in der Region führen, hiess es weiter.

Am Donnerstag hatten sich der Iran und die USA trotz einer Waffenruhe gegenseitig angegriffen. Pakistan gilt im Iran-Krieg als offizieller Vermittler, Katar agiert eher im Hintergrund. Vertreter Katars seien ein wichtiger inoffizieller Kanal zwischen den USA und dem Iran in den diplomatischen Bemühungen für eine Vereinbarung zur Beendigung des Kriegs, berichtete das US-Nachrichtenportal Axios. Die Kataris nutzen demnach auch ihre Kontakte zu ranghohen Generälen der Islamischen Revolutionsgarden.

In der katarischen Mitteilung hiess es weiter, beide Seiten hätten die pakistanischen Vermittlungsbemühungen erörtert, die auf eine Deeskalation der Spannungen abzielten. Aktuell wartet das Weisse Haus auf eine Reaktion des Irans auf eine vorgeschlagene Absichtserklärung. Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Diskutiert werden Medienberichten zufolge auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Strasse von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden. Irans Regierung hatte am Donnerstag mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA. (sda/dpa)
03:44
Irans Militär: Gefechte in Strasse von Hormus beendet
Das iranische Militär hat die Gefechte mit US-Kriegsschiffen in der Strasse von Hormus für beendet erklärt. «Nach einer gewissen Zeit gegenseitigen Beschusses sind die Kämpfe derzeit eingestellt und die Lage ruhig», zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim eine namentlich nicht genannte militärische Quelle.

Nach iranischer Darstellung war der Beschuss eines unbeladenen Öltankers unter iranischer Flagge durch US-Streitkräfte am Mittwoch Auslöser für die jüngste Eskalation. Darauf hatte die iranische Marine demnach auf die «Verletzung der Feuerpause» reagiert. In der vergangenen Nacht hatten sich die beiden Konfliktparteien gegenseitig angegriffen. Der Iran attackierte US-Militärschiffe, die USA griffen Ziele auf dem iranischen Festland an.

In einem weiteren Bericht der Tasnim hiess es, die Marine habe in der vergangenen Nacht bei einem kombinierten Raketen- und Drohneneinsatz US-Schiffe mit acht Marschflugkörpern und 24 Kamikazedrohnen attackiert. Ein Marschflugkörper und drei Drohnen hätten amerikanische Zerstörer getroffen und Brände verursacht. Eine Bestätigung von US-Seite lag zunächst nicht vor. (sda/dpa)
17:31
Waffenruhe wankt: USA und Iran greifen sich gegenseitig an
Trotz der geltenden Waffenruhe haben sich die USA und der Iran gegenseitig angegriffen. Laut US-Zentralkommando (Centcom) feuerten iranische Streitkräfte Raketen ab und setzten Drohnen sowie Schnellboote ein, als drei US-Zerstörer am Donnerstag die Strasse von Hormus in Richtung Golf von Oman durchquerten. Das US-Militär habe die Angriffe abgewehrt und iranische Militäreinrichtungen als Vergeltung attackiert.

Der Iran wiederum warf den USA vor, die Waffenruhe bereits zuvor gebrochen zu haben: Am Mittwoch habe das US-Militär einen iranischen Öltanker in iranischen Küstengewässern angegriffen sowie ein weiteres Schiff. Teheran behauptete zudem, die USA hätten mit Unterstützung «regionaler Länder» Luftangriffe auf zivile Gebiete entlang der Küste und auf der Insel Gheschm durchgeführt. Iranische Streitkräfte hätten daraufhin US-Schiffe östlich der Strasse von Hormus beschossen. Aussenminister Abbas Araghtschi warf Washington vor, eine diplomatische Lösung zu torpedieren.

Auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten neue Angriffe: Die Luftabwehr fing zwei ballistische Raketen und drei Drohnen ab, drei Menschen wurden verletzt. Es gibt Spekulationen, die Emirate könnten an den US-Angriffen auf den Iran beteiligt gewesen sein. Die iranischen Revolutionsgarden-nahe Nachrichtenagentur Tasnim warnte, sollte sich das bestätigen, «werden die Emirate den Preis für ihre feindselige Handlung bezahlen».

Iran-Experte Hamidreza Azizi schrieb, die jüngsten Vorfälle deuteten darauf hin, dass die USA ihre Seeblockade verschärfen und den Fokus auf die Strasse von Hormus selbst verlagern. Auch nach der Aussetzung von «Project Freedom» bleibe das Eskalationsrisiko hoch.

Trotz der Lage zeigte sich Trump zuletzt optimistisch, bald eine Einigung mit Teheran erzielen zu können. Aussenminister Marco Rubio erwartete noch am Freitag eine Antwort des Iran auf diplomatische Vorstösse. Trump forderte den Iran erneut auf, rasch eine Friedensvereinbarung zu unterzeichnen – andernfalls werde das US-Militär «noch viel härter und viel gewaltsamer» zuschlagen. (mke/sda/dpa)
17:24
US-Militär greift zwei iranische Öltanker an
Das US-Zentralkommando (Centcom) hat nach eigenen Angaben am Freitag zwei unter iranischer Flagge fahrende, unbeladene Öltanker angegriffen und ausser Gefecht gesetzt. Die Schiffe hätten versucht, einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen und damit die US-Seeblockade zu durchbrechen. Ein US-Kampfflugzeug habe das Feuer eröffnet. Centcom veröffentlichte ein Video, das rauchende Schiffe zeigen soll.

Bereits am Mittwoch hatte das US-Militär einen weiteren iranischen Öltanker auf ähnliche Weise gestoppt. «Alle drei Schiffe sind nicht mehr auf dem Weg in den Iran», teilte Centcom mit. Aktuell hinderten US-Streitkräfte mehr als 70 Tanker daran, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen. Diese Schiffe hätten die Kapazität, iranisches Öl im Wert von schätzungsweise über 13 Milliarden US-Dollar zu transportieren, so Centcom-Kommandeur Admiral Brad Cooper.

Iranische Medien berichteten unterdessen von Feuergefechten in Küstenregionen unweit der Strasse von Hormus. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim meldete, «feindliche Ziele» seien beschossen worden. (mke)
17:19
Rubio kritisiert Europa wegen mangelnder Unterstützung im Iran-Krieg
US-Aussenminister Marco Rubio hat in Rom erneut Kritik an europäischen Regierungen geübt, die den USA im Iran-Krieg aus seiner Sicht unzureichend unterstützen. Die Verweigerung von Militärbasen durch Länder wie Spanien habe Kosten verursacht und unnötige Gefahren geschaffen. Ein Vorteil der Nato-Mitgliedschaft bestehe gerade darin, Streitkräfte in Europa stationieren und Logistikstützpunkte nutzen zu können – das sei nun nicht mehr selbstverständlich. «Das ist ein Problem, und das muss geprüft werden», sagte Rubio. Die Entscheidung über Konsequenzen liege bei Präsident Trump.

Trump hat bereits den Abzug von 5000 US-Soldaten aus Deutschland angekündigt. Laut Rubio entspreche das weniger als 14 Prozent der dortigen US-Truppen und dem Stand von 2022. Zuvor hatte Rubio Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Aussenminister Antonio Tajani getroffen. Tajani bezeichnete das Treffen als positiv und betonte die Bedeutung der transatlantischen Einheit. Italien unterstütze alle Bemühungen um einen dauerhaften Waffenstillstand mit dem Iran und sei bereit, mit seiner Marine bei der Entminung und Sicherung der Strasse von Hormus zu helfen. (mke)
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Die Vorgeschichte

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenattacken gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA gaben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe. US-Präsident Donald Trump verlängerte diese danach einseitig. Die Aufnahme von neuen Verhandlungen stockt weiterhin. Die für die Weltwirtschaft wichtige Strasse von Hormus ist weiterhin blockiert.
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Iran-Proteste 2026
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